Zehn Jahre Mette-Marit und Haakon
Als Kronprinz Haakon am 25. August 2001 der Bürgerlichen Mette-Marit den Ring an den Finger steckte, war das norwegische Volk empört: Ein ehemaliges Partygirl mit Drogenvergangenheit und unehelichem Sohn sollte einst ihre Königin werden? Allerdings - fand jedenfall der verliebte Prinz. «Wir verliebten uns und wollten den Rest unseres Lebens teilen», so der Thronfolger.
Heute, zehn Jahre später, liegt nicht nur Haakon seiner Mette-Marit zu Füssen. Auch die Herzen der Norweger sind aufgetaut: Sie wollen sich keine andere künftige Königin mehr vorstellen.
Nach den schrecklichen Attentaten in Oslo trauerte die Königsfamilie mit ihrem Volk. Mette-Marit, die bei den Anschlägen ihren Stiefbruder verlor, zeigte offen ihre Tränen und wurde so zum Sinnbild der Trauer. Und das norwegische Volk fühlte sich seiner künftigen Königin so nah wie nie zuvor.
Vom Partygirl zur Königin der Herzen
Zum zehnten Jahrestag gestand Mette-Marit in der norwegischen Zeitung «Afterposten»: «Ich war sicherlich nicht die beste Kandidatin für den Job als Kronprinzessin.» Auch für sie sei alles eine grosse Veränderung gewesen. «In den ersten Jahren habe ich alles versucht, dass mich die Menschen besser kennenlernen.»
Nicht nur mit ihrer Offenheit, auch mit ihrem Einsatz für Land und Leute hat die 38-Jährige die Norweger für sich gewonnen. Das einst kahlgeschorene Raver-Girl entpuppte sich nun als liebevolle Mutter und Wohltäterin entpuppt. «Auf meinem Weg zur Kronprinzessin habe ich irgendwann herausgefunden, wofür mein Herz schlägt und wie ich Gutes tun kann.»
Unter anderem ist Mette-Marit fürs norwegische Rote Kreuz tätig, engagiert sich gegen Aids in Entwicklungsländer und studiert derzeit auf der «Norwegian School of Management» das Fach «Management, Macht und Meinung» - wie geschaffen für angehende Königinnen.
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