Sinplus: «Das erste Handy? Ein riesiger Quasselknochen mit Antenne!»
Xtra-Zone: Gratuliere, Jungs, ihr werdet die Schweiz am Eurovision Song Contest vertreten! Seid ihr schon nervös?
Ivan: Nein, gar nicht. Wir freuen uns auf die Chance, unsere Musik vor einem Millionen-Publikum präsentieren zu können.
Gabriel: Wir haben viele Jahre an unseren Songs gearbeitet. Das wird nun endlich wahrgenommen. Warum sollten wir also nervös sein? Wir werden uns einfach auf unsere Performance konzentrieren.
Welches Digi-Gadget werdet ihr ganz bestimmt mit nach Baku nehmen?
Ivan: Ganz sicher haben wir unseren Laptop dabei. Er ist unser wichtigstes Arbeitsmittel. Wir reisen viel und müssen auch dann arbeiten. Den Laptop nutzen wir etwa für die Produktion der Songs, als Agenda sowie für die Verwaltung der Website.
Gabriel: Für die Produktion unseres Songs «Unbreakable» beispielsweise haben wir oft direkt im Zug gearbeitet. Das wäre vor einigen Jahren noch nicht möglich gewesen.
Wie steht‘s um die eigene Webseite?
Gabriel: Wir haben vor zwei Monaten ein neue Version online geschaltet. Schnell haben wir aber ein schwerwiegendes Problem festgestellt: Die Webseite läuft auf dem iPhone und dem iPad nicht. Das ist crazy! Des Rätsels Lösung: Unser Webauftritt ist Flash-basiert und darum mit dem iPhone und Co. nicht kompatibel. Jetzt müssen wir schleunigst eine neue Website programmieren…
Ohne Internet geht’s also nicht…
Ivan: Richtig, für Bands wird das Netz jeden Tag wichtiger. Wir können zum Beispiel schnell und unkompliziert News verbreiten oder unsere Musik verkaufen. Wir arbeiten zudem viel auf Facebook. Es ist der direkte Draht zu unserer Fanbase.
Gabriel: Auf der anderen Seite hat die digitale Welt der Musikindustrie auch ziemlich geschadet. Aber das ist eine ganz andere Diskussion…
Und wie wichtig ist Euch das Handy?
Ivan: Wir können uns gut daran erinnern, als unser Vater Mitte der 90er sein erstes Handy nach Hause brachte: Einen riesigen Quasselknochen mit einer Antenne! Sich heute ein Leben ohne Handy respektive iPhone vorzustellen ist schwierig. Ich denke da nur an die kleinen Flirts per SMS oder so.
Gibt's schon ein Album von Sinplus?
Gabriel: Wir haben gerade unser erstes Album mit dem Titel «Disinformation» veröffentlicht. Alle Songs wurden von uns selbst geschrieben und produziert – wir sind total stolz auf das Ergebnis. «Disinformation» ist digital auf iTunes erhältlich oder kann über unsere Website bestellt werden.
Das sind Sinplus
Hinter dem Namen Sinplus stehen die Brüder Ivan (25) und Gabriel (29) Broggini. Im Tessin aufgewachsen und sesshaft, wollen beide nun die Welt erobern. Oder vorerst Europa. Das unzertrennliche Duo wird die Schweiz am Eurovision Song Contest in Baku, Aserbaidschan vertreten. Ihr Beitrag, ein solider Rock-Song mit dem Titel «Unbreakable», soll für Punkte sorgen. Die Chancen dazu stehen gut: Bei der ESC-Entscheidungsshow war Sinplus die grosse Überraschung. Etablierte Künstler wie Lys Assia oder Fabienne Louves hatten keine Chance gegen das sympathische Tessiner-Gespann.
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