Prinz Friso noch immer in Lebensgefahr
Der Zustand des 43-Jährigen ist unverändert kritisch. Prinz Friso schwebe nach wie vor in Lebensgefahr, teilte das Königshaus in Den Haag am Sonntag mit. Eine Prognose könne «nicht eher als Ende dieser Woche» abgegeben werden.
Trotz hoher Lawinengefahr fuhr der niederländische Prinz abseits der Skipisten. 20 Minuten war er verschüttet unter Schneemassen begraben, heisst es in verschiedenen Medienberichten.
Die niederländische Königin Beatrix und ihre Schwiegertochter Mabel haben am Sonntag erneut den nach einem Lawinenunglück in Lebensgefahr schwebenden Prinzen Johan Friso besucht. Die beiden Frauen waren bei ihrem sonntäglichen Besuch schwarz gekleidet und äusserten sich bei ihrem Eintreffen in der Innsbrucker Universitätsklinik nicht zum Gesundheitszustand des Prinzen.
Zahlreiche Kamerateams aus den Niederlanden hatten sich vor dem Spital postiert, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete.
Währenddessen versuchten Kronprinz Willem-Alexander und Prinzessin Maxima ein bisschen Normalität aufrechtzuerhalten: Mit ihren drei Töchtern Amalia (8), Alexia (6) und Ariane (4) gingen sie wieder auf die Skipiste. Auch Frisos Töchter Luana (6) und Zaria (5) waren dabei.
Auch von der Pressestelle des Königshauses in Den Haag gab es keine neue Mitteilung zum Gesundheitszustand des zweitältesten Sohns der Königin. Die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete, der Zustand von Johan Friso sei weiterhin stabil. Er schwebe aber noch in Lebensgefahr.
Die Ärzte in Innsbruck hatten schon am Freitag erklärt, erst nach einigen Tagen genauer zu wissen, ob Prinz Friso bleibende Schäden erlitten hat. Er lag 20 Minuten unter Schneemassen begraben und musste wiederbelebt werden.
Routinemässig Ermittlungen aufgenommen
Laut österreichischen Medien erlitt Friso einen Sauerstoffmangel, aber keine Schäden an inneren Organen. Gerüchte über ein Schädel-Hirn-Trauma seien falsch, hiess es.
Bereits am Freitag hatte die zuständige Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen. Es handle sich um eine routinemässige Untersuchung, wie sie nach jedem Unfall vorgenommen werde, teilte die Sicherheitsdirektion in Vorarlberg am Samstag der Nachrichtenagentur APA mit. Es gebe keinen Beschuldigten.
Die Gemeinde Lech bat die Medien, die Privatsphäre der Königsfamilie zu respektieren. Die Familie - Königin Beatrix sowie Johan Frisos Brüder Willem-Alexander und Constantijn mit ihren Gattinnen und Kindern - wohnt weiter in Lech.
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