DE | FR | IT

Swisscom

  • City name
-

Stromern wie ein Star

Bild zum Artikel
Luxus ohne Reue – Fisker Karma
Bild: Fisker
Bild zum Artikel
Jetzt noch in Hollywood – bald auch bei uns
Bild: Fisker
Simpel, aber edel – das Interieur
Bild: Fisker
Designer – Henrik Fisker
Bild: Fisker

Bei den Filmstars in Hollywood ist der Fisker Karma schon ein Hit. Bald darf man mit dem Edel-Stromer auch hierzulande Eindruck schinden.

Der Start war etwas holprig. 2008 auf der Motorshow in Detroit gezeigt, sollte der Luxusliner mit Elektroantrieb eigentlich vor Jahresfrist in den Handel kommen. Doch wenn die Wirtschaft stottert, brauchts eben etwas länger. Wer sich jetzt im Verkaufsraum in der noblen Automeile von Santa Monica umschaut, sieht aussen am Dach zwar noch das Lexus-Logo. Aber drinnen stehen jetzt drei Karma auf dem Parkett und draussen ein halbes Dutzend. Und an den meisten klebt ein Zettel «Sold» – verkauft!

Obwohl der Viertürer bei rund 110000 Dollar (exkl. Taxen) startet, wurden in den vergangenen Wochen zwei Dutzend Karma ausgeliefert, und die Liste der Vorbestellungen ist endlos. «Hier in Hollywood ist der Karma ein Renner», freut sich der Verkäufer. Auch Henrik Fisker freut sich, wenn er stolz über Erstkunden wie Ashton Kutcher und Leonardo DiCaprio oder Politiker wie Al Gore spricht. Denn genau für solche Promis hat er den Karma entworfen. Denn grün zu sein, gehört in Städten wie Los Angeles zum guten Ton. Deshalb haben sich dort vor Jahren alle einen Prius gekauft. Aber glücklich seien die Millionäre in den Hollywood Hills damit nicht, ist Fisker überzeugt. Der Prius sei so wenig standesgemäss, dass er zwar vor der Villa parke, während die Stars mit einem Porsche durch den Hinterausgang verschwinden. Erst bei den Golden Globes fahren sie wieder im Prius vor.

Oder bald im Karma. Dass Fisker ein begnadeter Designer ist, hat er mit Autos wie dem BMW Z8 oder dem Aston Martin Vantage bewiesen. Und mit dem Karma hat er sein Meisterstück abgeliefert. Fünf Meter lang, fast zwei Meter breit, aber mit 1,33 Metern kaum höher als ein Porsche 911, fängt der Wagen in Hollywood jeden Blick. Luxusmarken wie Ferrari oder Maserati wirken fast langweilig, wenn der jüngste Entwurf des Dänen um die Ecke kommt. Dazu gibts ein luxuriöses Innenleben. Sicher, feine Hölzer und edle Leder können die anderen auch. Aber nirgends gibt es so wenige Schalter und Knöpfe wie im Karma: «Ein Elektroantrieb ist etwas Einfaches, das wollen wir beim Design ausdrücken», sagt Fisker.

Im Prinzip funktioniert der Karma wie der Chevrolet Volt. Auch Fisker treibt die Räder elektrisch an und baut einen sogenannten Range Extender als Notstromaggregat ein, der startet, wenn den Akkus der Saft ausgeht. Allerdings denkt der Däne in anderen Dimensionen: Seine beiden Elektromotoren haben 204 PS und bringen über 1300 Nm an die Hinterachse. Und den Generator treibt ein 2-LiterTurbo mit 260 PS an. Da bleibt der Spass nicht auf der Strecke, verspricht Fisker. Und hält Wort: Schon im rein elektrischen Betrieb spurtet der Karma in 7,9 Sekunden auf Tempo 100. Und wenn bei 153 km/h das Limit erreicht ist, hat man in den USA schon ernsthafte Probleme mit der Polizei. Hält man sich dagegen zurück, reicht der 20 kWh grosse Akku selbst in Los Angeles für die meisten Touren. Denn Fisker verspricht eine Reichweite von etwa 80 Kilometern. Je länger man mit dem Karma unterwegs ist, desto deutlicher werden aber auch die Nachteile: Obwohl so gross wie ein Audi A7, bietet der Karma im Fond kaum mehr Platz als ein A3.

Bis jetzt verkauft Fisker den Karma nur in Amerika. Aber mit einem Auge schielt er nun auch nach Europa. Noch vor dem Genfer Auto-Salon Anfang März soll auch hier der Verkauf beginnen. Dabei setzt der Däne besonders auf Schweizer Kunden, die er über seinen Generalimporteur Emil Frey bedient. «Die Schweizer Autofahrer sind bei aller Lust an der Leistung auch sehr umweltbewusst», sagt Fisker. Und manche haben fast so viel Geld wie die in Hollywood. 

(Textlab)

Diese Seite empfehlen

  •  Facebook
  •  Twitter
  • Google +1

Versenden

Empfänger
Absender
Kommentar