Scharfe Details
Neu gestaltet zeigen sich vor allem die Konturen der Scheinwerfer mit dem prägnanten LED-Tagfahrlichtband, dem längeren silberfarbenen Kühlergrill mit den oben abgeschrägten Ecken und den grösseren Lufteinlässen. Schon im Stand wirkt das Coupé dadurch kräftiger und bissiger. Dazu kommen noch ein geändertes Design der 19-Zoll-Felgen mit 265/35- Reifen und modifizierte LED-Rückleuchten.
Unter der Haube pocht nach wie vor der bullige 4,2-Liter-V8 mit 450 PS mit einem noch satterem Sound, Kraft und Potenz. Maximal wirken dank des Kronenrad-Mitteldifferenzials 85 Prozent der Leistung auf der Hinterachse und maximal 70 Prozent auf den Vorderrädern. Der Standard liegt bei 40:60 zugunsten der Hinterräder.
Bei starken Nerven liegt auch ohne Launch Control nach 4,6 s Tempo 100 an. Der RS5 regelt serienmässig bei 250 km/h ab. Mutige investieren 2560 Franken zu den 119 600 Franken Basispreis, um die Höchstgeschwindigkeit auf 280 km/h zu heben. Dann wird aber der Durchschnittsverbrauch von 10,8 L auf 100 km bestimmt noch klarer verpasst.
Automat in Serie
Geschaltet wird schnell und automatisch mit dem serienmässigen 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe S-Tronic, ein manuelles Getriebe bietet Audi nicht an. Dafür aber optional ein gesperrtes Sportdifferenzial, eine Dynamiklenkung und das adaptive Sportfahrwerk mit variabler Dämpfererkennung. Neu an Bord des Coupés ist die auch im Standard-A5 eingeführte elektromechanische Lenkung, die noch feinfühliger und direkter arbeitet, ohne synthetisch zu wirken.
Das Multifunktionslenkrad hat neue Bedientasten bekommen ebenso wie das Infotainment-System MMI, das jetzt schneller reagiert und mehr bietet. Und auch die Sicherheitssysteme wie Tempomat mit Abstandswarner und Stop-and-go-Funktion sowie der Spurhalteassistent stammen vom 2 cm höheren A5. Die Ingolstädter haben bei Motor und Fahrwerk nur Feinheiten geändert.
Der RS5 hängt gierig am Gas und schaltet ruck, zuck durchs Getriebe. Vor allem in der S-Stellung des DSG macht der V8 viel Spass, dann wird später hoch- und früher heruntergeschaltet, begleitet von einem dumpfen Grollen und stehenden Nackenhaaren. Für die schnelle Serpentinenhatz sorgen auch die direkt arbeitende elektromechanische Lenkung und das straff abgestimmte Fahrwerk mit den adaptiven Dämpfern. Das Sportcoupé bleibt dabei sehr lange neutral auf der Strecke, bis das ESP regelt.
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