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Es war einmal...

Veritas Nürburgring K 5/51, 1952 (Karosserie Spohn; 6-Zyl., 1988 cm3, 100 PS).
Bild: AR-Archiv

Rund 10’000 Automarken und -konstrukteure hat es gegeben – die meisten sind verschwunden. Eine Serie über untergegangene Namen der Automobilgeschichte. Diesmal: Veritas.

Veritas 1948–1953

Ab 1947 wandelten einstige BMW-Mitarbeiter Vorkriegs-328 zu Renn-Zweisitzern, die viele Siege holten. Die 1948 gegründete Veritas GmbH nahm zudem ein Coupé mit dem 1971-cm3-Sechszylindermotor von BMW (80 PS) in Produktion. Eine 1950 lancierte eigenständige Modellserie hätte die Veritas/Badische Automobilwerke GmbH zur neuen Liebhabermarke stempeln können: Der vom früheren Flugzeughersteller Heinkel konstruierte Alu-Motor war ein 1988-cm3-Sechszylinder mit oben liegender Nockenwelle (100 bis 150 PS). Das Fahrwerk umfasste Längsfederstäbe und eine De-Dion-Hinterachse. Aber die schwungvollen Pontonkarosserien mit bogenförmigem Kühlluftauslass an den Flanken und abgedeckten Hinterrädern waren für den Geschmack der Zeit zu kühn geformt.

Diese 2+2-sitzigen Coupé Saturn und Cabriolet Scorpion sowie der Roadster Comet entstanden nun in den Werkanlagen in Rastatt; doch Ende 1950 kam das finanzielle Aus. Bis dahin waren bloss 20 Tourensportwagen, aber immerhin 32 Rennsportwagen und zehn Meteor-F2-Einsitzer entstanden. Chefingenieur Ernst Loof mietete sich Ende 1951 in den einstigen Auto-Union-Boxenanlagen am Nürburgring ein. Die nun herkömmlicher gestalteten Coupé- und Cabrioletaufbauten (kurzer oder langer Radstand) stammten weiterhin vom Karosseriewerk Spohn in Ravensburg. Aber erneut liessen sich nur gut 20 Exemplare absetzen. Loof landete darauf in der Konstruktionsabteilung von BMW ... Von 1950 bis 1952 entstanden auch 176 Dyna-Veritas mit Baur-Cabrioaufbau auf dem Zweizylinder-Panhard.

(R.G.)

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