Leichten Fusses zum Ziel
Eine der zentralen Erkenntnisse nach mehr als 2000 Testkilometern mit dem überarbeiteten Mazda 3 1.6 ist, dass man auch mit einfachen technischen Mitteln zu einem positiven Fahrerlebnis kommen kann. Mit der Leistung von 77 kW (105 PS) aus 1598 cm3 reiht sich der Mazda unter den bescheidenen Kompaktklassevertretern ein. Da er aber auch beim Leergewicht (1240 kg) moderat bleibt, macht er im Alltagsverkehr trotzdem einen erstaunlich munteren Eindruck.
Modellpflege
Dem ersten Mazda 3, der 2003 lanciert wurde, folgte im Frühjahr 2009 eine Neuauflage. Diese wurde nun vor kurzem im Rahmen einer kleinen Modellpflege überarbeitet; gemäss Hersteller mit Schwerpunkt Komfortsteigerung.
Äusserlich sind die Modifikationen sehr zurückhaltend ausgefallen. Es gibt vorne und hinten leicht veränderte Stossfänger; ausserdem neue 16- und 17-Zoll-Leichtmetallräder. Das Interieur erhielt einige farbliche Optimierungen sowie Detailverbesserungen im Armaturenbrett. Die eingesetzten Kunststoffe sind von unterschiedlicher Qualitätsanmutung.
Der bequeme, höhenverstellbare Fahrersitz und die Lenksäule, die sowohl vertikal als auch axial eingestellt werden kann, ermöglichen eine komfortable Sitzstellung sowie einen guten Überblick über die Anzeigen des Kombiinstruments und des Multi-Info-Monitors. Die Sicht nach vorne ist ebenfalls in Ordnung; nach schräg hinten dagegen schränkt die breite C-Säule den Blickwinkel massiv ein. Vorne wie hinten steht im immerhin 446 cm langen Mittelklässler für erwachsene Personen genügend Platz zur Verfügung.
Einstiegsmodell
Im Kreis der vier Benzin- und der drei Dieselmotoren, die für den Mazda 3 angeboten werden und die das Leistungsspektrum von 77 bis 191 kW (105 bis 260 PS) umspannen, ist der 1,6-L-Einstiegsmotor der einzige Saugrohreinspritzer. Mit den maximal 145 Nm, die der Saugbenziner bei 4000/min zu bieten hat, bleibt das Temperament des Fahrzeuges beschränkt. Das bedeutet, dass häufiger zum Schalthebel gegriffen werden muss. Das ist jedoch nicht weiter schlimm, denn die Getriebebetätigung ist problemlos, und der Motor erweist sich als drehfreudig.
Ein Zeichen der Zeit beziehungsweise ein Opfer der aktuellen «CO2-Schlacht» ist die Getriebeübersetzung. Da der fünfte Gang nun noch länger ausgelegt ist (0,78 statt 0,82), bleibt der Durchzug in dieser Stufe weitgehend auf der Strecke. Da hilft auch der gute Luftwiderstandsbeiwert wenig. In den unteren Gängen aber ist der Mazda ganz munter. Der Spurt von 0 auf 100 km/h dauerte in unserem Test 11,5 s, womit die Werksvorgabe sogar um 0,7 s unterboten wurde. Die ausgesprochen handliche elektrohydraulische Servolenkung, die frische Dämpferabstimmung sowie die im Zug der Facelift-Massnahmen weiter versteifte Unterbodenstruktur beeinflussen das Handling des Facelift-Mazda zusätzlich positiv. Im eher enttäuschenden Verbrauch von 7,4 L/100 km widerspiegelt sich der vermehrte Einsatz kleinerer Gänge.
Faires Angebot
In der Ausstattungsversion Exclusive – unter anderem mit 2-Zonen-Klimaautomatik, Tempomat und Multi-Info-Display – ist der Mazda gut ausgestattet, und mit 27'880 Franken besitzt er auch einen interessanten Preis. Am Beispiel dieses Einstiegsmodells hat Mazda ausserdem aufgezeigt, dass der Vorsatz, neue Modelle dürften in Zukunft nicht mehr schwerer sein als ihre Vorgänger, ebenfalls einen guten Downsizing-Ansatz darstellt. – Preise: Mazda 3 FL 1.6 Confort Fr. 24'450.–, Exclusive Fr. 27'880.–, Testwagen (mit Metallic-Lackierung und Teppichsatz Luxury) Fr. 28'653.–.
Für «Automobil Revue»-Aboanfragen rufen Sie bitte 0844 844 551 an.
Link auf diese Seite
Um von Ihrer Webseite oder aus Ihrem Blog zu dieser Seite zu verlinken, kopieren Sie bitte den Link in der Box und fügen Sie diesen in Ihren HTML-Text ein. Dazu einfach in die Box klicken, rechte Maustaste betätigen und «kopieren» auswählen.