DE | FR | IT

Swisscom

  • City name
-

Es war einmal...

Avanti II, 1975 (V8, 6573 cm3, 177 PS).
Bild: AR-Archiv

Rund 10’000 Automarken und -konstrukteure hat es gegeben – die meisten sind verschwunden. Eine Serie über untergegangene Namen der Automobilgeschichte. Diesmal: Avanti.

Avanti 1965–2011

Der 1962 auf der New Yorker Auto Show vorgestellte Ur-Avanti war noch ein Studebaker. Seine Form war von Raymond Loewy, dem Pionier des Industriedesigns, geschaffen worden. Als Prestige-Viersitzercoupé bezeichnet, basierte er auf einem Kastenrahmenchassis mit X-Verstrebung und 4.7-L-V8, auf Wunsch mit Paxton-Kompressor (ohne PS-Angaben, wie Rolls-Royce). Zu den Besonderheiten zählten die Kunststoffkarosserie (wie Chevrolet Corvette), vordere Scheibenbremsen, Überrollschutzbügel, Zapfen-Türschlösser und thermostatischer Kühlerventilator. 1963 wurde ein 5-Liter-V8 eingebaut; 1962 und 1963 entstanden rund 4600 Avanti GT.

Nachdem das Studebaker-Werk in South Bend, Indiana, Ende 1963 geschlossen werden musste, kaufte der lokale Autohändler Nathan D. Altman die Avanti-Produktionsrechte samt zwei Werkhallen und verpflichtete die Molded Fiber Glass Company zur Lieferung weiterer Karosserien. Der ab 1965 gebaute Avanti II mit 5,4-L-V8 aus dem Chevrolet Corvette und quadratischen statt rund gerahmten Scheinwerfern wurde zum Dauerbrenner. Er wurde jährlich nur noch in 100 bis 200 Exemplaren gebaut, und es gab etliche Herstellerwechsel. 1985 kam ein Cabriolet und 1989 ein viertüriger Sedan hinzu. 1987 wurde die Produktion nach Youngstown, Ohio, verlegt und 1991 eingestellt. Auf eine Neugründung von 1998 folgte 2001 in Villa Rica, Georgia, ein Modell auf Ford-Mustang-Plattform mit gekonnt modernisiertem Design, dem Fahrwerk des Pontiac Firebird und auch wieder Corvette-Motor; 2006 wurde die Herstellung ins mexikanische Cancún verlegt, wo sie 2010/11 auslief.

(R.G.)

Für «Automobil Revue»-Aboanfragen rufen Sie bitte 0844 844 551 an.

Diese Seite empfehlen

  •  Facebook
  •  Twitter
  • Google +1

Versenden

Empfänger
Absender
Kommentar