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Trendsetter: Gut gestrickt

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Bild: Getty Images

Strickmützen sind auch dieses Jahr wieder der Renner der kalten Saison. Ob mit Zipfel, Ohrenkappen oder Teufelshörnern – wer gut gestrickt auf der Piste steht, gewinnt.

Wir kennen das: Jeden Winter werden die Skipisten mehr und mehr zum Laufsteg. Die schönen Zeiten, in denen man mit der zehn Jahre alten Ausrüstung auf die Piste gehen konnte, sind vorbei. Natürlich muss man auch nicht jeden Trend mitmachen. Zur Not tuts auch die Kleidung aus dem Vorjahr – oder jenem davor. Umso mehr, da sich die Vorgaben der Winterbekleidungs-Industrie wiederholen. Dieses Jahr zum Beispiel mit figurbetonten Overalls oder eben Strickmützen, die das Bild auf der Piste prägen. Sie sind das Accessoire schlechthin für das Pistenvergnügen 2012.

Besonders praktisch an der wärmenden Kopfbedeckung: Strickmützen sind nahezu zeitlos. Ihre Beliebtheit ist ungebrochen, und zwar bei Männern wie Frauen. Die Geschichte der Mütze geht weit zurück: Was vor einigen hundert Jahren schon voller Stolz getragen wurde, gilt heute immer noch als cool –  was sicher auch an der Verarbeitung liegt: Meist aus Wolle halten die Mützen warm, sorgen aber trotzdem für eine gute Durchlüftung: Der Kopf bleibt auch bei hoher Kälte gut geschützt, kommt aber nicht ins Schwitzen.

Besonders angesagt sind Mützen mit Zipfel, Pudel oder «Bommel», wie man in Deutschland sagt. «Zipfel sind derzeit sehr beliebt. Nicht nur bei Mützen, sondern auch an Schals», heisst es denn auch bei fast allen Wintersport-Abteilungen in Schweizer Kaufhäusern. Tatsächlich feiert der Zipfel in diesen Tagen ein beachtliches Comeback: Längst sind es nicht mehr nur Kinder, die sich mit Zipfel zeigen, sondern modebewusste Frauen und urbane Hipster.

Ein weiterer Grund für die aktuelle Popularität von Strickmützen: Ihre unbegrenzten Möglichkeiten, was Farben angeht. Egal ob bunt, unifarben, grell oder eher dezent – alles, was die Palette zu bieten hat, kann man auch gestrickt auf dem Kopf tragen. Denn Strickmützen passen zu jedem Outfit. Und zu jedem Typ. Wer besonders auffällig unterwegs sein will, kann mit den Formen spielen. Richtig Modemutige getrauen sich beispielsweise mit Katzenohren oder gestrickten Teufelshörnern auf die Piste.

Während es bei Farben und Formen kaum Grenzen gibt, herrschen beim Material schon eher Regeln: Wer lange Freude an seiner Strickmütze haben will, sollte darauf achten, dass die Mütze aus echter Wolle oder der etwas teureren Merinowolle besteht. Wem das kratzende Gefühl von Wolle nicht behagt, sollte besser auf Baumwolle setzen. Verzichten sollten man auf das preisgünstige Polyester oder ähnliche Kunststoffe. Ausser wenn es einem egal ist, dass die frisch gekaufte Mütze kaum mehr als eine Saison schafft.

Die Preise für Strickmützen sind höchst unterschiedlich und richten sich nach der Qualität des Materials. Gute Strickmützen gibt es überall schon ab 10 Franken. Für Modelle von bekannten Labels bezahlt man mehr, gewisse Markenprodukte kosten weit über 100 Franken, was mit der besseren Qualität der Wolle begründet wird. Auch im Internet hat der Trend Spuren hinterlassen: Immer mehr Anbieter geben ihren Kunden die Möglichkeit, Strickmützen selbst zu kreieren und sich so einen individuellen Look anfertigen zu lassen.

(Textlab)
Woher stammt der Zipfel?

Die Zipfelmütze kommt von der phrygischen Mütze, wie sie in der Antike getragen wurden. Ursprünglich war das ein gegerbter Stierhodensack inklusive umliegender Fellpartie. In der Antike glaubte man, dass so die Eigenschaften des Stieres auf den Träger übergehen würden. Im 18. Jahrhundert galt die phrygische Mütze als Freiheitssymbol. In den 70er Jahren war die Zipfelmütze vor allem als Kindermütze sehr beliebt.

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