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Das Schweizer Elektromobil gewinnt das Zero Race

Der Schweizer Zerotracer vom Oerlikon Solar Racing Team (links im Bild) ist im Wettrennen rund um die Welt gut unterwegs. Und bald auch für den eigenen Arbeitsweg erhältlich.

Nach 80 Tagesetappen ging das freundschaftliche Elektromobilrennen rund um die Welt diese Woche zu Ende. Gestern trafen die Fahrzeuge des Zero Race in Genf ein. Das Schweizer Team von Oerlikon Solar holte den Sieg. Sein Kabinenmotorrad Zerotracer wird Anfang März auch am Genfer Auto-Salon zu sehen sein.

Gestartet sind sie letzten August in Genf: vier Teams mit ihren hoch entwickelten Elektrofahrzeugen. Das deutsche Vectrix Team mit einem Motorrad, das australische Team Trev sowie das südkoreanische Power Plaza Team mit Autos und das Oerlikon Solar Racing Team mit dem Zerotracer, einer Verschmelzung von Auto und Motorrad.

Nachdem das südkoreanische Team aufgrund eines technischen Defekts bereits in Berlin aufgeben musste, steuerten die drei restlichen Teams ihre Elektrofahrzeuge nach Moskau und quer durch China nach Schanghai. Von dort setzten sie mit dem Schiff nach Vancouver (Kanada) über, fuhren auf der Strasse entlang der Westküste Nordamerikas nach Los Angeles, weiter an die Weltklimakonferenz in Cancún (Mexiko), per Schiff über den Atlantik nach Casablanca und die Strasse von Gibraltar und landeten so wieder auf dem europäischen Festland. Die letzten Etappen führen seit dem 16. Februar über Barcelona zurück nach Genf.

Antrieb mit alternativer Energie

Was das umweltfreundliche Rennen auszeichnet: Alle Fahrzeuge werden elektrisch betrieben und ihr Strombedarf muss vom Team mit alternativen Energien kompensiert werden. Oerlikon Solar produziert die nötige Energiemenge im eigenen Solarkraftwerk in Trübbach. Für die 30'000 Kilometer sind das ungefähr 2100 kWh.

Im Gegensatz zu gewöhnlichen Wettrennen zählt beim Zero Race nicht alleine die Geschwindigkeit. In Einzelwettbewerben sind auch Zuverlässigkeit, Betriebssicherheit, Energieeffizienz, Alltagstauglichkeit, Design, Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit geprüft und bewertet worden.

Bald bereit für den Alltag

Mit dem Rennen geht die Geschichte des Zerotracers keinesfalls zu Ende. Vom 3. bis 13. März 2011 wird er am Genfer Auto-Salon zu sehen sein. Und danach wird die Serienproduktion vorangetrieben, denn bereits Ende Jahr sollen die ersten Kunden das Fahrzeug im Alltag einsetzen können.

(Andreas Renggli)

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