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Schweizweiter Vergleich von Krankenhäusern im Netz

Das BAG hat Qualitätsindikatoren der Schweizer Krankenhäuser online zugänglich gemacht.
Bild: Rolf Vennenbernd/dpa

Wer als Patient ein Spital aufsuchen muss, möchte gerne wissen, wie es um dessen Qualität bestellt ist. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat nun auf Basis von Daten aus den Jahren 2008 und 2009 Informationen auf seiner Website zugänglich gemacht.

Ein Vergleich der Indikatoren allerdings sei mit Vorsicht anzustellen, die Angaben könnten nur einen Anhaltspunkt darstellen, warnt das BAG.

Nutzer des Online-Angebots können drei Spitäler nach maximal drei Indikatoren direkt vergleichen; bei den Spitälern kann zusätzlich nach Kanton oder nach Betriebstyp unterschieden werden. Als Indikatoren wurden Fallzahlen, Mortalitätsrate und Anteilswerte (z.B. Anteil der Kaiserschnitte an der Anzahl der Geburten) herangezogen.

Mit Hilfe dieser Kennzahlen lässt sich beispielsweise erkennen, wie viel Erfahrung ein Spital mit der Behandlung einer bestimmten Krankheit hat – dies würde durch eine hohe Fallzahl dargestellt. Die Mortalitätsrate soll zeigen, wie erfolgreich ein Krankenhaus arbeitet, etwa durch die Zahl der Sterbefälle pro Herzinfarkte innerhalb einer bestimmten Altersgruppe.
 
Das Bundesamt für Gesundheit weist selbst darauf hin, dass die Resultate aus den Suchanfragen mit Vorsicht zu interpretieren sind. So müsse etwa die Mortalitätsrate auf jeden Fall im Verhältnis zur Fallzahl insgesamt betrachtet werden – ist letztere sehr gering, könne dies einfach bedeuten, dass diese Krankheit in dem betreffenden Spital so selten behandelt wird, dass es sich um einen statistischen Ausrutscher handeln kann.

Ein direktes Ranking der Spitäler lasse sich daher aus den Daten nicht erstellen, räumt das BAG ein. Um ein Spital tatsächlich nach seiner Qualität zu beurteilen, sind die erhobenen und nun öffentlich zugänglichen Daten zwar nützlich - eine vertiefte Interpretation vieler Indikatoren erfordere laut BAG jedoch medizinisches Fachwissen.

(dpa)

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