DE | FR | IT

Swisscom

  • City name
-

Porno-Scanner: Software blockiert nackte Tatsachen

Keine Lust auf belästigende Online-Werbung: nude.js erkennt pornografisches Bildmaterial.
Bild: iStockphoto

Der Nutzer öffnet eine Webseite und völlig unerwartet ploppen Pornobilder auf: Wer sich oder seine Kinder vor solcher belästigenden Online-Werbung schützen will, kann auf «nude.js» zurückgreifen.

Die Anwendung «nude.js» erkennt automatisch, ob gerade pornografisches Bildmaterial an den Rechner geschickt wird.

Entwickelt wurde die JavaScript-Implementation von dem österreichischen Programmierer Patrick Wied. Sie beruht auf den Ergebnissen von Forschungspapieren: Mit Hilfe von HTML Canvas, einem Element von HTML5, analysiert sie Bilddateien darauf hin, ob sie nackte Haut zeigen. Dazu werden die Farbwerte der Abbildungen erfasst und mit einem Algorithmus untersucht.

Das System lässt sich inzwischen auch auf Videos anwenden, allerdings warnt der Entwickler selbst, dass das Open-Source-Projekt noch Schwachstellen aufweist. Die Erkennungsrate von nude.js liege derzeit erst bei etwa 60 Prozent, schreibt Wied in seinem Blog.

Auf der Webseite zum Projekt stellt er daher den Quellcode der Applikation zur Verfügung und bittet interessierte Programmierer, sich zu beteiligen. Ziel sei es, einen verlässlichen Nackt-Scanner zu entwickeln, der auf der Client-Seite eingesetzt werden kann. Web-Proxy-Server beispielsweise könnten so kritisches Material bremsen. Möglich sei der Einsatz bei Kinderschutz-Filtern, aber auch in Sozialen Netzwerken, wo anstössiges Bildmaterial auf Wunsch blockiert werden könnte. Der Nutzer bekäme dann entweder eine Warnung oder könnte die verdächtigen Bilder vollständig ausblenden.

(dpa)

Diese Seite empfehlen

  •  Facebook
  •  Twitter
  • Google +1

Versenden

Empfänger
Absender
Kommentar