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Preise für Flachbild-Fernseher purzeln

Flachbildschirme werden schlanker, schneller - und billiger.
Bild: dpa (Fotograf: Wolfgang Kumm)

Statt dicken Flimmerkisten stehen in den meisten Schweizer Wohnzimmern mittlerweile Flachbild-Fernseher. Ob schlanker, schärfer oder schneller - im harten Konkurrenzkampf der Hersteller jagt ein Trend den anderen. Das lässt die Preise im Einzelhandel purzeln: 40 Zoll grosse LED-Flachbild-Fernseher gibt es bereits für rund 400 Franken.

«Der Markt ist noch nicht ganz gesättigt», sagt Hugo Suter, TV-Experte beim Schweizer Fachmagazin «CE Markt». Dass die Konzerne bei derartigen Dauertiefpreisen noch Gewinne machen, kann sich Suter aber nicht vorstellen. Koreanische Hersteller wie Samsung würden eigenen Angaben zufolge ihren Marktanteil vergrößern. Doch Unternehmen wie Panasonic und Sony schrieben in dieser Sparte Verluste.

In der Schweiz wurden erstmals im Jahr 2006 mehr Flachbild- als Röhrenfernseher verkauft. 2009 waren es 722'000 Stück, ein Jahr später bereits 856'000 verkaufte Flachbild-Geräte, wie der Wirtschaftsverband für die digitale Schweiz (Swico) unter mehr als 400 Schweizer Anbietern von Unterhaltungselektronik erhoben hat.

2011 sind die Absatzzahlen für Flachbildfernseher laut Swico-Geschäftsführer Paul Brändli nur noch um zwei Prozent gewachsen. Für 2012 rechnet Brändli mit Stagnation. Er räumt dem Segment jedoch durchaus Überraschungspotential ein: «Das kommt bei Flachbild-Fernsehern auch darauf an, was der Preis macht.»

Trend: Interaktiv und on Demand

Vor dem Hintergrund der Swico-Zahlen dürfte die Flachbild-Dichte in Schweizer Haushalten derzeit bei etwa 80 Prozent liegen. Allerdings gebe es unter den 3,5 Millionen Haushalten auch solche ohne oder mit mehreren Fernsehern, erklärt TV-Fachmann Suter.

Der Trend gehe klar in Richtung interaktives Fernsehen und Video-On-Demand: Schon heute haben laut Suter zwei von drei verkauften Flachbild-Fernsehern einen Internet-Anschluss. Ein weiterer Trend: Junge Leute schauen bereits jetzt verstärkt am PC, auf dem Laptop oder gar dem Smartphone fern.

(dpa)

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