In Interlaken fahren drei neue Hybrid-Postautos herum
Die PostAuto Schweiz AG setzt in der Region Interlaken ab sofort drei neue Hybrid-Fahrzeuge ein. Das sind Fahrzeuge mit Elektro- und Dieselmotor, die deutlich umweltfreundlicher sind als herkömmliche Busse. Am Dienstag sind sie in Interlaken eingeweiht worden.
Die drei neuen Hybrid-Postautos sind nicht die ersten im Kanton Bern: Seit zwei Jahren verkehrt eins in der Region Bern. Aufgrund der guten Erfahrungen hat PostAuto Schweiz beschlossen, weitere acht Hybridbusse anzuschaffen, wie das Unternehmen im Zusammenhang mit der Einweihung der Interlakner Busse mitteilte.
Die in Interlaken zum Einsatz kommenden Fahrzeuge bedienen in erster Linie Wilderswil, Gsteigwiler und Bönigen.
Hybridbusse sind zwar in der Anschaffung und im Betrieb teurer als herkömmliche Dieselbusse. Für die drei Interlakner Fahrzeuge betragen die Mehrkosten pro Jahr rund 60'000 Franken. Für den Kanton Bern als Besteller des Angebots im öffentlichen Verkehr entstehen aber keine Mehrkosten: Der Nachhaltigkeitsfonds der Schweizerischen Post übernimmt diese.
Zudem gewinnt die Natur: Ein Hybrid-Postauto des Typs Volvo 7700 verbraucht mit 26 Litern pro 100 Kilometer rund 30 Prozent weniger Diesel als herkömmliche Busse. Hybrid-Busse fahren bis zu einem Tempo von etwa 15 bis 20 Stundenkilometer mit elektrischem Antrieb. Erst bei höheren Tempi schaltet sich der Dieselmotor ein.
In letzter Zeit haben auch mehrere Verkehrsbetriebe von Schweizer Städten Hybrid-Busse getestet, so etwa die Thuner Verkehrsbetriebe STI.
Passt zu Nachhaltigkeits-Anstrengungen
An der Einweihungsfeier sagten laut einer Mitteilung von Interlaken Tourismus der Interlakner Gemeindepräsident Urs Graf und Tourismus-Direktor Stefan Otz, dass die Hybridbusse gut zu den Bemühungen der Region für eine nachhaltige Entwicklung passen.
Die Gemeinde hat sich ihr mit dem Erhalt des Labels "Energiestadt" verpflichtet. Und Touristen können die neuen Busse gratis benutzen - die Interlakner Gästekarte gilt nämlich als Fahrausweis auf allen Strecken der Zone 80 (Agglomeration Interlaken) des Berner Oberländer Tarifverbunds.
An der Feier nahm die bernische Bau-, Verkehrs- und Energiedirektorin Barbara Egger-Jenzer teil. Sie sagte laut Communiqué in ihrer Rede, saubere Energie habe in der Mobilität eine zentrale Bedeutung.