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Iranische Zeitung nennt Bruni todeswürdige Prostituierte

Carla Brunis Einsatz für die Iranerin Sakine Mohammadi-Aschtiani trägt ihr Beschimpfungen ein.
Bild: Keystone

Die Ehefrau des französischen Präsidenten, Carla Bruni, ist nach ihrem Eintreten für eine zum Tode durch Steinigung verurteilte Iranerin in einer Zeitung des Landes als Prostituierte geschmäht worden, die den Tod verdient habe.

Die iranische Zeitung "Kaihan", deren Chefredaktor vom geistlichen Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei berufen wird, schrieb am Dienstag, Bruni habe mehrere unrechtmässige Beziehungen gehabt und sei verantwortlich für das Scheitern der zweiten Ehe des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy. Bruni sei eine unmoralische Frau und verdiene es zu sterben.

Bereits am Samstag hatte "Kaihan" mit Bezug auf Bruni getitelt: "Französische Prostituierte beteiligen sich an Menschenrechts-Aufruhr." Das Blatt bezog sich auf eine von mehreren französischen Prominenten unterzeichnete Solidaritätsadresse für Sakineh Mohammadi Aschtiani.

Die Mutter von zwei Kindern ist wegen ausserehelichen Geschlechtsverkehrs zum Tod durch Steinigen verurteilt worden. Wegen einer Revision des Urteils ist die Strafe noch nicht vollstreckt worden. 99 Peitschenhiebe hat sie bereits ertragen müssen. Der Fall hat weltweit für Empörung gesorgt.

Bruni hatte geschrieben, alles in ihr sträube sich gegen das Urteil. Die Iranerin solle sterben, weil sie gelebt und geliebt habe, weil sie eine Frau sei. "Kaihan" schrieb, Brunis Lebensstil zeige, warum sie die Ehebrecherin unterstütze.

Ein Sprecher des iranischen Aussenministeriums erklärte angesprochen auf den Bericht, es entspreche nicht der Islamischen Republik, Vertreter anderer Länder zu beleidigen und ungeeignete Wörter zu verwenden. Das französische Aussenministerium nannte die Äusserungen völlig inakzeptabel. Dies sei der iranischen Regierung auch deutlich gemacht worden.

(sda)

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23 Kommentare

Chris
Schweiz

wie sagt Asterix so schön ??? "Die spinnen die Römer" ....

01.Sep.2010
Marcel Ammann
TG

Es ist tragisch, dass der Westen wegen des Oels von diesen islamischen Ländern abhängig ist. Solange nicht die Grossmächte und internationalen Gremien einschreiten, wird sich nichts ändern. Wichtig wäre es nun, alternative Energiequellen zu fördern, damit die Abhängigkeit von Iran und Libyen etc. nachlässt. Wenn diese Staaten kein Oel mehr verkaufen können, beginnt auch die Regierung zu wackeln und das Volk fordert seine Rechte und den Eintritt in die Neuzeit.

01.Sep.2010
wisi
Näfels

Da erübrigt sich jeder Kommentar, nur einer nicht: unsere Politiker werden nicht müde das alles zu verharmlosen...

01.Sep.2010