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Kids, Konsolen und Computerspiele: Was Eltern wissen müssen

Papa, Mama, Tochter: Computerspiele sind für alle da.
Bild: Gettyimages

So lassen Sie Ihre Kinder beim Computerspielen nicht allein.

Computerspiele haben viel zu bieten: Als Spieler kann man aufregende Fantasiewelten durchstreifen, knifflige Aufgaben lösen und grosse Abenteuer erleben. Was ihren Reiz für Kinder und Erwachsene ausmacht, ist leicht zu verstehen.

Schwieriger wird es, wenn es um ihre Schattenseiten geht. Sind Computergames schädlich? Welche Gefahren können sich für Kinder ergeben, die gerne und viel am Computer oder der Konsole spielen? Pauschale Antworten gibt es nicht - viel hängt davon ab, ob die Eltern bereit sind, sich mit dem Game-Konsum ihrer Kinder auseinandersetzen.

Denn Computerspiele werden intensiv genutzt: Die deutsche KIM-Studie gibt an, dass 46 Prozent der Kinder mindestens einmal pro Woche spielen, 16 Prozent spielen sogar täglich. Besonders Jungen sitzen gerne vor dem Rechner, zunehmend aber auch Mädchen.

Ein kompletter Verzicht auf die Spiele ist also kaum eine Antwort. Im Gegenteil, viele Spiele fördern intelligentes Problemlösen, strategisches Handeln und schulen die Zusammenarbeit im Team mit anderen Spielern. Ein bewusster Umgang der Kinder mit ihren Lieblings-Games setzt aber voraus, das sie von ihren Eltern begleitet und angeleitet werden.

Folgende Anregungen verschiedener Initiativen für Medienkompetenz sollen dabei helfen, Kinder verantwortungsvoll an das Computerspielen heranzuführen.

Bauen Sie Vertrauen auf.

Spielen Sie gemeinsam mit ihrem Kind, rät das Projekt «Schau Hin». So können Sie sich ein Bild davon machen, welche Spiele ihr Kind spielt und was sie oder ihn daran fasziniert. Nehmen Sie die Begeisterung Ihres Kindes ernst und probieren Sie die Games aus, anstatt sie sofort abzulehnen. Vielleicht kann Ihnen Ihr Kind ja noch etwas beibringen?

Seien Sie ein Vorbild.

Wer selbst stundenlang vor der Flimmerkiste hockt, hat wenig Mitspracherecht beim Medienkonsum anderer. Reflektieren Sie also ihr eigenes Nutzungsverhalten. 

Und auch das Spielen will gelernt sein: Ermutigen Sie Ihr Kind, indem Sie ihm zeigen, wie es Probleme beim Spielen lösen kann und wie man mit Herausforderungen im Spiel umgeht.

Viele Spiele werden mittlerweile online gespielt - erklären Sie Ihrem Kind den Unterschied. So sollte es beispielsweise niemals im Chat persönliche Daten weitergeben.

Machen Sie sich schlau.

Nicht umsonst gibt es Siegel, die das richtige Alter für Spiele deklarieren. Das europaweite PEGI-System (Pan-European Game Information) soll Eltern bei der Auswahl passender Spiele unterstützen. Die Kennzeichnungen geben an, was die Spieler erwartet und für welches Alter ein Spiel geeignet ist. 

Sprechen Sie mit Freunden und Bekannten über die Altersfreigabe, vor allem wenn sich Ihr Kind ein Spiel als Geschenk wünscht. Und stellen Sie klar: Spiele ohne Jugendfreigabe sind nicht akzeptabel.

Legen Sie Spielregeln fest.

Stellen Sie eindeutige Regeln auf, wie oft und wie lange Ihr Kind am Bildschirm spielen darf. «Schau Hin» empfiehlt als Orientierung diese Spielzeiten: Kinder bis sieben Jahre können etwa 30 Minuten pro Tag spielen, Kinder zwischen acht und neun Jahren etwa 45 Minuten. Ältere Kinder zwischen zehn und elf dürfen eine Stunde, zwischen zwölf und dreizehn dann 75 Minuten. 

Steht der Computer oder die Konsole an einer gut einsehbaren Stelle im Haus, können Sie gut auf die Einhaltung der Zeiten achten. Am besten berücksichtigt ihr Spielplan auch andere Medien wie Fernsehen oder Internet. Wer viel Fernsehen schaut, darf weniger spielen. 

Und ganz generell sollten Medien nicht das einzige Hobby ihres Kindes sein.

Nutzen Sie die Kindersicherung.

Viele Konsolen und PC-Spiele bieten einen eingebauten Altersschutz oder andere Sicherheitseinstellungen. So können Sie die Altersfreigabe wirksam umsetzen und in einigen Fällen auch die Spieldauer beschränken. Nutzen Sie diese Einstellungen - auch wenn das heisst, das Sie sie beim eigenen Zocken wieder deaktivieren müssen. 

Weitere Informationen finden Sie auf den Websiten der PEGI, bei «Schau Hin» und auf den Seiten der Swisscom zum Thema Jugendmedienschutz.

(kl)

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