Für Robben wird es eng
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Gegen Stuttgart auf der Bank, mit Xherdan Shaqiri einen Spieler für seine Position verpflichtet und den eigenen Vertrag noch nicht verlängert - Arjen Robben gerät unter Druck.
Erst die Degradierung zum Bankdrücker, dann die Verpflichtung von Offensiv-Wirbelwind Xherdan Shaqiri: Für Arjen Robben wird die Luft beim deutschen Fussball-Rekordmeister Bayern München dünner. Zumal sich die Verlängerung seines Vertrages über 2013 hinaus verzögert. Noch hält der niederländische Nationalspieler zwar still, doch die Bayern-Stars üben sich bereits in Beschwichtigungsversuchen und mahnen zur Ruhe.
«Er ist ein sehr wichtiger Spieler für uns. Aber er muss jetzt keinen Stress machen», sagt der französische Topstar Franck Ribéry etwas nebulös. Trost spendet Kapitän Philipp Lahm: «Natürlich ist das schwer für Arjen. Solche Härtefälle gibt es beim FC Bayern.» Aufmunternde Worte mit einer klaren Botschaft: Jeder ist ersetzbar!
Nach nur vier Punkten aus drei Rückrundenspielen sah sich der Jupp Heynckes im Pokalspiel gegen Stuttgart zu Umstellungen im wenig inspirierenden Offensivspiel gezwungen. Änderungen hatte ironischerweise auch Robben selbst nach dem mageren 1:1 beim Hamburger SV und der an Meister Borussia Dortmund verlorenen Tabellenführung angemahnt. «Wir brauchen ein Programm, mit dem wir wieder gewinnen», sagte er.
Wohl auch gegen Kaiserslautern auf der Bank
Für die erfolgreiche Umprogrammierung des Bayern-Spiels war für Heynckes aber nicht die Verbannung Robbens auf die Bank, sondern die Harmonie zwischen den Mannschaftsteilen ausschlaggebend. «Wir hatten eine super Balance zwischen Defensive und Offensive», sagte er.
Vielleicht ein versteckter Seitenhieb gegen einen zuletzt selten vor Kreativität sprühenden Robben, der sich in der Stuttgarter WM-Arena fast 40 Minuten warmlief, ohne zum Einsatz zu kommen. Gegen den 1. FC Kaiserslautern am Samstag (15.30 Uhr auf Teleclub) droht dem verletzungsanfälligen Mittelfeldstar, der in dieser Saison erst elf Ligaspiele bestritt, jedenfalls der nächste Tiefschlag. Denn Heynckes wird das wieder gefundene Gleichgewicht kaum gefährden wollen.
Heynckes freut sich auf Shaqiri
Um den Verbleib von Robben an der Isar fürchtet Thomas Müller aber nicht. Nur weil der 28-Jährige gegen Stuttgart nicht gespielt habe, «ist er nicht weg und verkauft.»
Die Verpflichtung von Xherdan Shaqiri, Bayerns Gegner im Achtelfinale der Champions League, wird indessen womöglich als Beschleuniger fungieren. Zumal Heynckes den Sommer-Neuzugang bereits in den höchsten Tönen lobt. «Xherdan wird mit seiner Spielintelligenz und seinen Dribblings unsere Mannschaft in den kommenden Saisonen verstärken», sagte er. Elemente, die Robben zuletzt zu oft vermissen liess.