Eins, zwei, drei - ich richte mein Passwort ein
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E-Mail-Dienste, Online-Banking, Partner-Börsen - Ein immer grösserer Teil unseres Lebens spielt sich online ab. Damit Online-Betrüger und Datendiebe nicht die Konten plündern, ist ein sicheres Passwort elementar.
Das Problem: Bequemlichkeit. Wer will sich für jedes Online-Konto ein neues, kryptisches Passwort ausdenken?
Mit einem gut durchdachten System lassen sich sichere Passwörter erstellen, die trotzdem einfach zu merken sind. Und zwar ein eigenes Passwort für jede Webseite, die man nutzt. So geht's:
Schritt Eins: Lexikon wegschmeissen
Eine grosse Anzahl von Anbietern im Netz zwingt schon heute ihre Nutzer von simplen Passwörtern à la «sabine» Abschied zu nehmen. Das neue Passwort sollte also kein Wort aus einem Lexikon sein. Ebenso leicht zu bestimmen sind ganze Sätze.
Idealerweise besteht ein Passwort aus mindestens sieben Buchstaben. Am sichersten ist ein Mix aus Gross- und Kleinbuchstaben mit Sonderzeichen.
Schritt Zwei: Neues Grundpasswort festlegen
Um trotzdem ein leicht zu merkendes Passwort zu verwenden, kann man so vorgehen: Zuerst einen einfach zu merkenden Satz überlegen, zum Beispiel «Abends lese ich gerne noch 20 Seiten». Diesen Satz kann man jetzt abkürzen, und erhält das kryptische «Align20S».
Alternativ kann man auch die eigenen Initialen mit dem Geburtsdatum des Partners kombinieren oder den Lieblingssong abkürzen – seien Sie kreativ! Um die Sicherheit weiter zu erhöhen, sollte man unbedingt Sonderzeichen verwenden. Diese können zum Beispiel den Satz einrahmen – etwa so: «!Align20S#».
Schritt Drei: Passwörter für jede Seite anpassen
Nicht alle Seiten im Web schützen die Passwörter ihrer Mitglieder verlässlich gegen Hacker-Attacken. Es ist durchaus möglich, dass das eigene Passwort und die dazugehörige E-Mail-Adresse in die falschen Hände geraten. Gibt man im gesamten Netz immer ein- und dasselbe Passwort ein, kann ein Hacker nun auf alle anderen Konten zugreifen, die mit dieser Kombination aus Passwort und E-Mail-Adresse geschützt werden sollten.
Um zu verhindern, dass man sich nun ganz umsonst ein kryptisches Passwort ausgesucht und gemerkt hat, muss man das Grundpasswort für jede Webseite individuell anpassen. Das gelingt zum Beispiel, indem man die ersten drei Buchstaben der Seite in das Passwort mit aufnimmt. Für Facebook wären das etwa die drei Buchstaben «fac».
Damit dieses System nicht auf den ersten Blick durchschaubar ist, empfiehlt es sich, die drei Buchstaben aufzuteilen. Dazu stellt man den ersten Buchstaben an den Anfang und die folgenden ans Ende des Grundpassworts. Das sieht dann so aus: «!fAlign20Sac#».
Und voilà: Dieses Passwort ist kaum zu entschlüsseln und trotzdem einfach zu merken. Und das ganz ohne die Hilfe eines Extra-Programms zum Verwalten der Passwörter.
Weitere Informationen
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