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3D ohne Brille: Das LG Optimus 3D

Die dritte Dimension kommt aufs Smartphone – ganz ohne 3D-Brille: Das LG Optimus 3D
Bild: LG
Der Usability-Tester und Autor Alexander Hengesbach testet Smartphones und andere nützliche Geräte auf Herz und Nieren. Seine Besprechungen lesen sie ab sofort regelmässig auf Bluewin.

Die dritte Dimension kommt aufs Smartphone - ganz ohne 3D-Brille: Das LG Optimus 3D


Da ist es also, LGs erstes Smartphone mit 3D-Bildschirm – eine Technik, die die meisten bisher nur aus dem Kino oder dem ein oder anderen Wohnzimmer mit entsprechendem Fernseher kannten. Die 3D-Brille brauchen Sie hier allerdings nicht mehr, denn das Optimus 3D zeigt dreidimensionale Bilder ganz ohne Hilfsmittel an.

Dass die 3D-Technologie inzwischen so gut funktioniert, ist erfreulich, aber mal im Ernst: Jetzt gibt es schon 3D-Fernseher und 3D-Filme im Kino, brauchen wir auch noch Smartphones in 3D? Zuerst war ich skeptisch – aber auch neugierig. Und schliesslich habe ich mich doch immer wieder dabei ertappt, wie ich 3D-Fotos gemacht und das Handy Freunden und Bekannten gezeigt habe. Und zwar so oft, wie bei keinem anderen Handy bisher. Hinzu kommt, dass das Optimus 3D ein wirklich gutes Smartphone ist: Alles läuft angenehm flüssig, nichts nervt bei der Bedienung. Und dann ist da eben noch die 3D-Funktion, von der man so lange nichts mitbekommt, bis man sie selbst einschaltet.

Beim ersten Blick auf das Display lässt sich kein Unterschied zu einem «normalen» Smartphone erkennen, erst wenn man auf 3D umschaltet (dafür gibt es an der Seite einen eigenen Knopf), tritt der erwartete Effekt ein. Ermöglicht wird das durch eine sogenannte Parallax-Sperre im Display, die dem linken und dem rechten Auge separate Bilder zeigt. Damit es funktioniert, muss man frontal auf das Display schauen. Zuerst ist der Eindruck etwas befremdlich, weil man das Gefühl hat zu schielen, aber nach einem kurzen Moment der Eingewöhnung funktioniert es tatsächlich. Besonders beeindruckend ist das bei Videos, die durch die Räumlichkeit viel realistischer wirken. Für Videos in Spielfilmlänge eignet es sich allerdings nicht, denn nach einiger Zeit ist es etwas anstrengend für die Augen.

Inhalte zum Ausprobieren der neuen Dimension gibt es übrigens reichlich. Neben drei 3D-Spielen in Vollversion bringt LG Kamera und Videofunktion in 3D – ermöglicht durch zwei Linsen auf der Rückseite, die separate Bilder (eins für jedes Auge) aufnehmen. Am besten funktioniert das mit Personen oder Gegenständen, die sich nah an der Kamera befinden, da dann der räumliche Effekt am stärksten ist. Und sogar hochladen kann man alles direkt, denn bei YouTube gibt es seit Juli 2009 einen eigenen Kanal für 3D-Videos.

Und wie ist das 3D nun als normales Smartphone? Nun ja, tadellos. Es erlaubt sich eigentlich keine Schwächen wie schon das im April dieses Jahres erschienene LG 2x, eins der aktuell besten Smartphones. Allein die Batterie könnte etwas länger halten, und etwas leichter könnte es für meinen Geschmack auch sein. Aber dafür gibt es eben auch 3D.

Fazit: Die 3D-Technologie ist beim Optimus 3D ein wirklich interessantes Extra, das sich immer einschalten lässt, wenn man Lust darauf hat – die restliche Zeit hat man einfach ein sehr gutes Smartphone. Und während es im Moment noch als Exot dasteht, werden mit der wachsenden Zahl an dreidimensionalen Inhalten mit Sicherheit bald weitere 3D-Smartphones folgen – HTC hat mit dem Evo 3D bereits den ersten Konkurrenten angekündigt.

(ah)

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