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E-Book-Reader im Praxistest: Der Amazon Kindle

Bild: GfK SirValUse Consulting
Der Usability-Tester und Autor Alexander Hengesbach testet Smartphones und andere nützliche Geräte auf Herz und Nieren. Seine Besprechungen lesen sie ab sofort regelmässig auf Bluewin.
Bild: GfK SirValUse Consulting

Immer mehr Anbieter bringen sogenannte E-Book-Reader auf den Markt, zu inzwischen erstaunlich günstigen Preisen. Doch lässt sich darauf wirklich ein ganzes Buch lesen oder ist es nur ein Spielzeug für Technikverliebte? Unser Autor hat es ausprobiert: Als Urlaubslektüre hat er seine Bücher zu Hause gelassen und nur Amazons E-Book-Reader «Kindle» eingepackt.

E-Books sind nun schon länger im Gebrauch, doch im Vergleich zum gedruckten Buch haben sie bisher die Nebenrolle gespielt. Und das ist letztlich kein Wunder, denn für viele Augen ist es schlicht zu anstrengend, ein ganzes Buch am Computer zu lesen. Und dies gilt selbst für die zum Lesen so hoch gerühmten Tablet-PCs wie etwa das iPad 2. Ein E-Book-Reader könnte helfen. 

E-Ink – das elektronische Papier

Im Vergleich zu «normalen» Displays, wie man sie z. B. aus Smartphones und Computer-Bildschirmen kennt, wird beim E-Book-Reader ein sogenanntes E-Ink Display verwendet, das nicht von sich aus leuchtet und ausserdem kaum reflektiert, wodurch die Wahrnehmung des Schriftbildes durchaus mit der eines Buches vergleichbar ist. Leseratten sollten hier aufhorchen, denn waren diese Geräte noch vor wenigen Jahren vergleichsweise teuer und damit nur für Technik-Enthusiasten wirklich interessant, sind sie inzwischen erstaunlich günstig geworden: Den Amazon Kindle gibt es z. B. ab CHF 139. 

Der Praxistest: Urlaubslektüre auf dem E-Book-Reader

Anfänglich skeptisch und neugierig, ob sich auch wirklich ein ganzes Buch auf so einem Gerät lesen lässt, bestellte ich mir den Kindle. Besonders attraktiv: Mit Speicherplatz für über 1000 Bücher konnte ich endlich einmal genug Lektüre mitnehmen, ohne mir über mein Reisegepäck Gedanken machen zu müssen. Die Bücher lassen sich einfach über Amazons Website bestellen und verwalten – die Übertragung auf das Gerät geschieht dann automatisch per WLAN. Geht einem unterwegs doch einmal der Lesestoff aus, kann auch über das Gerät selbst eingekauft werden. 

Neben zahlreichen kostenlosen Klassikern wie Moby Dick kaufte ich mir einen Reiseführer, eine Zeitung und die kürzlich erschienene Steve Jobs Biographie. Letztere ist mit über 700 Seiten alles andere als kurz, aber schon nach wenigen Seiten war ich überzeugt: Das Lesen geht genauso mühelos von der Hand wie das Lesen auf Papier, sogar in direktem Sonnenlicht, wo auf anderen Displays normalerweise nichts mehr zu erkennen ist. Riesenvorteil gegenüber dem Buch ist ausserdem das kompakte Format, so dass der Kindle in jede Tasche passt. Darüber hinaus sind Wörterbücher integriert (super zum Lesen fremdsprachiger Bücher), und es lässt sich Text markieren – eine Funktion, die ich inzwischen nicht mehr missen möchte.

Fazit

Ursprünglich für die Lektüre unterwegs gekauft, lese ich mit meinem E-Book-Reader mittlerweile auch zu Hause: Das handliche Format und die Zusatzfunktionen, die ein normales Buch nicht bieten kann, sind einfach zu praktisch. Und mit der inzwischen ausgereiften Technik zu erschwinglichen Preisen lohnt sich das Ausprobieren in jedem Fall, auch für E-Book-Skeptiker.

(ah)

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