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Die Ski-Saison hat begonnen, das Smartphone ist dabei: GPS-Tracker für Ski- und Snowboard

Test: Wintersport-App für Ski- und Snowboardfahrer
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Der Usability-Tester und Autor Hendrik Wilmanns testet Smartphones und andere nützliche Geräte auf Herz und Nieren. Seine Besprechungen lesen sie ab sofort regelmässig auf Bluewin.
Bild: GfK SirValUse Consulting

Smartphones lassen sich inzwischen auch beim Skifahren für mehr als nur zum Telefonieren einsetzen - dank speziell für diesen Zweck entwickelter Apps wie «Ski Tracks».

Smartphones sind ja bekanntlich schlau. Und sie werden schlauer, wenn man sie mit den entsprechenden Miniprogrammen aufrüstet. Denn «für alles gibt es eine App» – diese mittlerweile Allgemeingut gewordene Aussage werden Viele nicht mehr hören können, da die meisten der abertausenden Apps einen eher überschaubaren Nutzen- oder Spassgewinn bringen. Zum Glück gibt es immer wieder Ausnahmen, kleine Diamanten im Dschungel der Unnötigkeiten sozusagen. Eine solche bilden die sogenannten «GPS-Tracker», die sich z. B. beim Skifahren oder Snowboarden einsetzen lassen. Sie messen Durchschnittsgeschwindigkeit, zurückgelegte Höhenmeter, maximale Pistenneigung und vieles mehr. Auch letztlich völlig unnötig, aber ein grosser Spass, und das nicht nur für Technik-Fans. 

Ortungsdienste auf Smartphones werden immer präziser

Immer mehr Apps machen sich die Ortungstechnologie in Smartphones zunutze, um Standortinformationen mit anderen Daten zu verknüpfen. Dies gilt inzwischen in vielen Anwendungsfällen, die über die klassische Routenberechnung – «wo bin ich, wo muss ich hin» – weit hinausgehen: Die Wohnungssuche-App z. B. zeigt im Umkreis liegende freie Appartements, die Bergerkennungsapp erkennt die Namen der umliegenden Berge mit Hilfe der Kamera, und in sozialen Netzwerken wird ein «Checkin» an einem bestimmten Ort automatisch auf die eigene Profilseite gepostet. Dies alles funktioniert nur, weil die meisten Smartphones mit einem GPS-Chip versehen sind, der die Ortung über Satellit und mit Hilfe des WLAN-Scanners durchführt. Dass dies mittlerweile bei sehr vielen Geräten präzise funktioniert, macht das Smartphone zum idealen Begleiter für Freizeitsportler. Vor allem für solche, die ihre Aktivitäten gerne akribisch festhalten.

Es funktioniert wirklich

GPS-Tracker gibt es für alle Smartphone-Systeme, die besten aktuell (noch) für Android und iOS, doch auch für Windows Phone 7 und Blackberry OS sind solche Programme erhältlich. Fürs iPhone lohnt sich z. B. «Ski Tracks», eine App, die inzwischen zur Standard-Wintersportausrüstung vieler iPhone-Nutzer gehört. In übersichtlicher Form dokumentiert das Programm den kompletten Tag auf der Piste: Höhenmeter, aktuelle Steigung, Maximalsteigung, Durchschnittsgeschwindigkeit und Maximalgeschwindigkeit, zurückgelegte Kilometer, Anzahl der Abfahrten und Liftfahrten (diese werden völlig problemlos unterschieden und in fast allen Gebieten auch mit Namen erkannt), und dies alles kann man sich auf der Karte anzeigen lassen. Vergangene Skitage werden in der Historie gespeichert, dazu gibt es viele weitere Funktionen wie die Verknüpfung mit Fotos, den Export der Daten nach iTunes, und natürlich lassen sich Statistiken auch auf das Facebook-Profil posten. Ein tolles Gesamtpaket also, kinderleicht zu benutzen (man muss eigentlich nur «Start» und «Save» drücken können), und irgendwie völlig unglaublich, dass es so gut funktioniert. Auch für Android gibt es entsprechende Anwendungen, z. B. das kostenlose «Slope Track» (auch für iOS erhältlich) oder «SatSki» (CHF 3.80), Windows Phone 7 und BlackBerry-Nutzer müssen auf klassische Sports-Tracker wie «Endomondo» zurückgreifen. Wie diese und vergleichbare Apps funktionieren, sehen Sie in unserer Bilderstrecke und im Video. 

Es lohnt sich, aber die Batterie reicht gerade für einen Skitag

Einen GPS-Tracker mal zum Spass auszuprobieren, kann man jedem Pistenfan wärmstens empfehlen. Es ist einfach interessant zu sehen, wie lange man wirklich unterwegs war und wie schnell. Zwei Dinge sind jedoch zu bedenken: Wie an den Namen zu erkennen, sind einige Apps wie «Ski Tracks» nur auf Englisch erhältlich (deutschsprachige Alternativen sehen Sie in unserer Bilderstrecke). Und zudem können Sie alle Entwicklerangaben zu Batterielaufzeiten vergessen: Solange Sie die Telefonkonnektivität anlassen, schaffen Sie mit Ach und Krach einen Tag auf der Piste (wenn Sie ansonsten das Smartphone nicht gross verwenden). Aber das lässt sich vielleicht verschmerzen, denn ohne GPS-Tracker kann man seinem Kumpel beim Aprés-Ski auch nicht erzählen, wie schnell man heute genau unterwegs war.

(ah)

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