Federers erste Tränen auf dem Court
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Vor elf Jahren gewann die Schweiz in Basel gegen die USA. Ein Rückblick auf Roger Federers «Solosieg».
Elf Jahre ist es her, als Roger Federer eine erste Sternstunde in seiner Karriere erlebte. Er triumphierte mit dem Schweizer Davis-Cup-Team in der Achtelfinalpartie über die USA, bevor er rund vier Monate später in Wimbledon Pete Sampras ausschaltete. Der damals 19-Jährige gewann in Basel sowohl seine beiden Einzel gegen Todd Martin und Jan-Michael Gambill, als auch das Doppel mit Lorenzo Manta.
Federers «Hattrick» in Basel
Federers Freude nach dem entscheidenden dritten Punkt war so gross, dass er weinte. «Ich glaube, es war das erste Mal, dass ich dies tat, nachdem ich gewonnen hatte, so erschöpft war ich», sagte Federer in dieser Woche gegenüber den Medien in Fribourg. Es war bereits die fünfte Davis-Cup-Begegnung, die Federer damals bestritt. Seine Bilanz lag bei 4:1 Mannschaftssiegen. Im Viertelfinal war 2001 dann jedoch Endstation. Die Schweiz unterlag Frankreich in Neuenburg mit 2:3, wobei Federer noch der 2:2-Ausgleich gelungen war. Marc Rosset hatte im Startspiel das längste Einzel der Schweizer Geschichte gegen Arnaud Clement verloren: 3:6, 6:3, 6:7, 7:6 und 13:15 in fünf Stunden und 46 Minuten.
Heute liegt Federers persönliche Davis-Cup-Bilanz bei 41 Siegen und 12 Niederlagen. Die Einzelstatistik steht bei 30:6, diejenige im Doppel bei 11:6. Die letzte Einzelniederlage liegt bereits weit zurück: Im September 2003 verlor der Baselbieter in Melbourne ein episches Halbfinalspiel gegen Lleyton Hewitt. Federer gab dabei eine 2:0-Satzführung preis: 7:5, 6:2, 6:7, 5:7 1:6. Die Schweiz verlor mit 2:3. Seither hat der Weltranglistendritte 25 Einzel in Serie gewonnen.
Das erste Achtelfinal seit acht Jahren
Federer stand dem Team danach nur noch im Jahr darauf bereits im Achtelfinal zur Verfügung. Nun tritt er zum ersten Mal nach acht Jahren wieder in der 1. Runde der Weltgruppe an. Verständlich, dass die 7500 Eintrittskarten innert weniger Minuten ausverkauft waren.
Das Schweizer Team hat sich für Sand als Unterlage entschieden und erhofft sich dadurch einen Vorteil, wie Teamcaptain Severin Lüthi sagte. Die Hoffnungen sind nicht unbegründet. Die Amerikaner gelten schliesslich nicht gerade als «Sandhasen». Die Umstellung auf die im Februar eher ungewohnte Unterlage sei kein Problem gewesen, sagte Federer. «Zudem sind Sandplätze viel körperschonender als Hartplätze.» US-Teamcaptain Jim Courier wollte nichts von einem Nachteil wissen, da die Bälle im Forum Fribourg auf 700 Metern über Meer schneller fliegen und höher abspringen würden als erwartet. «Es ist genau so, wie wir uns das gewünscht haben», sagte ein zuversichtlicher Courier.