«Accola-Valley» im Kaukasus
Bernhard Russi arbeitete fast sechs Jahre an der Olympia-Abfahrts-Strecke. Das Resultat besticht durch Abwechslung.
«Es braucht einen kompletten Abfahrer und der Olympiasieger wird ein verdienter Sieger sein.» Das sagt Streckenbauer Bernhard Russi im Interview mit dem Portal des Schweizer Fernsehen. Die komplett neu erstellte Strecke im Kaukasus stellt die Abfahrer in der Tat vor eine schwierige Aufgabe. Es braucht einen starken Techniker für den oberen Bereich. Einen guten Gleiter für den Mittelteil und ein Fahrer, der sich auf den weiten Sprüngen wohl fühlt. Vier Sprünge mit bis zu 70 Meter müssen die Athleten bewältigen und bei einer Länge von rund 3,5 Kilometer richtig viel Kraft in den Beinen haben.
Russi ehrt Accola
Der Start der neuen Strecke liegt auf 2'045 Metern über Meer, das Ziel bei 970. Gleich nach dem Starthaus erwartet die Fahrer eine sehr steile Stelle, welche schnell in einen kurvenreichen Abschnitt mündet. Dort sind vor allem gute Technik und das Gefühl für den Schnee gefragt. «Danach folgt ein steiles Couloir, das sogenannte 'Accola Valley'», so Pistenbauer Bernhard Russi auf «sport.sf.tv». Der ehemalige Gesamtweltcup-Sieger Paul Accola unterstützte die Bauarbeiten an jenem Couloir und wurde dafür als Namensgeber für diese Stelle belohnt.
Die Sprünge als Aushängeschild
Zu jeder spektakulären Abfahrt gehören weite Sprünge. Für die Olympia-Strecke hat Russi mit Action nicht gespart: «Der 'Lake Jump' ist gebaut wie eine Sprungschanze und lässt den Athleten bis auf 70 Meter fliegen.» Dazu kommen noch drei weitere Sprünge, welche die Fahrer allesamt weit durch die Luft segeln lässt. Ein Gesundheitsrisiko bestehe aber nicht, so Russi: «Die Fahrer fliegen ins steile Gelände und landen relativ weich.» Die Voraussetzungen für eine actionreiche Premiere auf der «Rosa Khutor» könnten kaum besser sein.