Gottschalk bettelt schon um Zuschauer
Wie kam Thomas Gottschalks erstes Mal an? Statt einer gelungenen Happy Hour hagelt es für «Gottschalk Live» Kritik.
«Eine halbe Stunde Happy Hour», hätte es nach Moderator Thomas Gottschalk werden sollen. Ohne Rettungsschirm und Kochen. «Aber ich werde vernünftig gekleidet hier sitzen», erklärte er gleich zu Beginn seiner neuen Sendung «Gottschalk Live», die von nun an immer montags bis donnerstags um 19.20 Uhr auf ARD ausgestrahlt wird.
Doch wie kam Thommys Neue an?
Unter dem Titel «Die Egoshow des Altmeisters» hagelt es bei «Stern.de» Kritik. «Gottschalks erstes Mal bei der ARD war eine Katastrophe. Ein Gockel, der vor lauter Egomanie seine eigene Sendung nicht sieht.»
Die «Welt-Online» stellt fest: «Die halbstündige Sendung litt insgesamt ein bisschen darunter, dass sie erst noch eingeführt werden musste. Gottschalk musste sein 'Wohnzimmer' zeigen, seinen Ausblick, seine Redaktion, er musste darauf eingehen, wie er sich in den sozialen Netzwerken im Netz darstellt, er musste ein bisschen erklären, wie das Ganze denn nun funktioniert, den Zuschauer abholen nennt man das wohl.»
Auch «n-tv» übt am Showmaster Kritik und titelt: «Gottschalk verbockt Premiere». «Das neue Format auf der ARD bleibt bereits in der Aufwärmphase stecken. Seine Witzchen verfehlen ohne Publikum die Wirkung, und ohne Pannen kommt der frühere Showmaster von 'Wetten, dass...?' auch nicht aus.»
Einstimmig werden die vielen Werbepausen moniert.
So schreibt die «Bild-Zeitung online im Live-Ticker: «Huch, schon wieder Werbung? Auch Gottschalk schaut überrascht.»
Hierzulande hat man sich Gottschalks Premiere ebenfalls angeschaut. Das Promi-Magazin «g&g» zieht folgendes Fazit: «Dreissig Minuten und viele Werbepausen später war die Sendung auch schon wieder vorbei. Ob der Talkmaster ein schlechtes Gefühl nach seiner Premiere hatte? Thomas Gottschalk verabschiedete sich jedenfalls auf den Knien von seinen Zuschauern und bettelte um erneutes Einschalten: 'Ich brauche jeden Zuschauer!'»
Rund läuft das Ganze noch nicht, gab auch Gottschalk selbst nach der Sendung im Live-Chat zu: «Naja ich muss mich in das Zeitfenster noch reinwurschteln, aber lieber zu kurz als zu lang, und ich muss da geschickter die Kurven kriegen, dann wirkt das flüssiger.»
Trotz aller Kritik jubelt die Bild-Zeitung am Schluss: «Was fest steht: Gottschalk ist zurück in den deutschen Wohnzimmern. Da, wo er hin gehört.»
Und auch die Zuschauerzahlen dürften für die ARD ein Grund zum Feiern sein: 4,34 Millionen sahen am Montagabend die Premiere der halbstündigen Sendung «Gottschalk live».