Das wahre Licht der grünen Laterne
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Die Welt ist wirklich ein Dorf. Das stellt auch der Schweizer Raffael Dickreuter fest, als er frisch bei “The Green Lantern” (ab 28.7. im Kino) als Action-Designer angestellt wurde.
“Unsere Nachbarin heisst doch auch Romero”, entfuhr es seiner “Mère” am Telefon, als er ihr sagte, dass sein Chef, Regisseur Martin Campbell (“Casino Royale”), mit der Bernerin Solveig Romero verheiratet sei. Und in der Tat: Die beiden Mütter wohnen im gleichen Gebäude in Bern!
“Berner trifft man an Hollywood-Premieren nicht alle Tage”, lacht die Schauspielerin und das Model, als sich die beiden vor Kurzem an der “Green Lantern”-Premiere in Hollywood zum zweiten Mal sahen.“
Auch Raffael Dickreuter wähnt sich in seinem Beruf meistens als einziger Berner weit und breit.
Was der 30-Jährige kann, kann ja auch nicht einfach so jeder: Er entwirft Action-Szenen und für “The Green Lantern” hat er gar ein eigenes virtuelles Kamerasystem kreiert dank dem man im Computer beispielsweise von allen Seiten unter, über und durch eine Brücke fliegen kann, bevor die Sets überhaupt gebaut sind: “Das Coole an meinem Job ist, dass man eng mit dem Regisseur am kreativen Prozess zusammen arbeitet und von Anfang an bei der Planung mit dabei ist.”
Bei der Planung war eine Rolle für die Regisseuren-Gattin und Mami der dreijährigen Elina offenbar kein Thema: “Ich habe mit allen möglichen Mitteln versucht, seine Meinung zu ändern”, lacht sie vielsagend. “Aber mein Mann ist prinzipiell dagegen, dass ich schauspielere. Deshalb überrascht es mich, dass er meine Musikkarriere nun um so mehr unterstützt.” Sie singt und schreibt ihre Texte selber. Der erste Song “BiPolar love” ihres ersten, von Multi-Grammy-Winner Thom Russo produzierten Albums “dark fantasy”, ist breits online zu hören und sehen.
Mitte August soll für die Campbells dann auch eine Reise in die Schweiz drinliegen. Raffael Dickreuter ist inzwischen in Vancouver stationiert, weshalb nun seine L.A.-Raclette-Parties, bei denen auch schon Hollywood-Schweizer Nadine Vinzenz und Simon Otto den Käse ziehen liessen, noch mindestens drei weitere Monate ausfallen müssen.
Schuld ist der neue Superman-Film “Man of Steel” : “Die Kombination von Zack Snyder als Regisseur und Chris Nolan als Produzent ist super-interessant. Snyder ist wohl der lockerste Typ, den es gibt, und Nolan will soviel echt drehen, wie möglich.”
Wenn Raffael Dickreuter dann bei einem perfekt inszenierten Helikopterabsturz live dabei sein kann, freut er sich wie ein kleines Kind. Denn obwohl er auch schon für sein Jugend-Idol Steven Spielberg gearbeitet hat und in dessen Hallen wandeln durfte, beeindrucken ihn heute die Stuntleute am meisten: “Was es bei echten Szenen alles braucht, damit sie funktionieren! Wenn Stuntleute aus dem Flugzeug springen und einen Fehler machen, sind sie tot!”
Da lebt er hinter dem Computer weit weniger gefährlich - und selbst aus Berner Sicht auch nicht mehr so einsam. Denn mit dem Deisgner Christian Scheurer ist ein zweiter Berner im Effekt-Department von “Man of Steel” beschäftigt. Wenn es so weiter geht, wirds wohl auch in Vancouver bald Raclette-Parties geben…
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