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«Ich mags jetzt sicher und solid»

Glücklich wie nie: Drew Barrymore mit ihrem Verlobten Will Kopelman.
Bild: Keystone
Eine Szene aus Drews neustem Film "Big Miracle".
Bild: Universal Pictures
Der Kinderstar aus "E.T." ist erwachsen geworden.
Bild: Keystone
Herzerwärmend: Unsere Hollywood-Kolumnistin Marlène von Arx im Gespräch mit der strahlenden Drew Barrymore.
Bild: MvA

In “Big Miracle”, ab 16.2. im Kino, rettet Drew Barrymore Wale aus dem Eis - privat erlebt sie derzeit das grosse Wunder der Liebe und ist Feuer und Flamme für ihren Verlobten.

Bluewin.ch: Herzliche Gratulation zur Verlobung!

Drew Barrymore: Danke. Der Moment war romantisch und überraschend und irgendwie rundherum perfekt. Ich fühle mich richtig geborgen und gut.

Sie waren ja schon zweimal verheiratet. Haben Sie keine Bedenken, dass es wieder schiefgehen könnte?

Ich mag den Spruch, den man auf Tassen und T-Shirts sieht: “Tanze, als schaue niemand zu, liebe, als seist du nie verletzt worden.” Und so ist mein Motto: Optimismus, aber nicht Narkose-Optimismus. Wenn man nichts ändert und immer wieder auf die Nase fällt, liegt das Problem bei einem selber. Liebe ohne Respekt ist gar keine Liebe. Liebe ist, wenn man für das Glück des anderen kämpft. 

Was haben Sie also an sich geändert?

Ein bisschen weniger dickköpfig sein hilft sicher. Ich sage mir oft: Recht haben ist zwar gut, aber ich will ja auch glücklich sein. Ich hoffe, Beziehungen werden einfacher je älter ich werde. Wenn man jünger ist, findet man ja alles, was nicht dramatisch oder gefährlich ist etwas langweilig. Aber mittlerweile mag ichs sicher und solid. Es ist wunderbar, wenn man sich bei jemandem sicher fühlen kann, es einfach funktioniert und man Gemeinsamkeiten hat.

Was haben Sie und der Kunstspezialist Will Kopelman denn gemein?

Wir haben viel gemein, obwohl wir ganz anders aufgewachsen sind und vom Typ her sehr unterschiedlich sind. Ich bin eine Kunst-Liebhaberin und finde es natürlich toll, dass er in dieser Welt zu Hause ist. Wir gehen in Museen und Gallerien zusammen und ich kann auch viel über Kunstgeschichte von ihm lernen. 

Wann ist der grosse Tag?

Wir haben noch kein Datum für die Hochzeit.

Stimmt es, dass Sie für Ihren Bräutigam zum Judentum übertreten wollen?

Ich weiss nicht, ich wäre nicht dagegen. Vorerst versuche ich einfach, eine gute Shiksa zu sein [lacht]. Ich gehe zum Sederabend und zum Pessachfest und ich muss mir noch eine Mesusa organisieren! Ich mache mich gerne über den jüdischen Glauben kundig. Da geht es viel um Familie und ums Zusammensein und das gefällt mir. 

Werden Sie nun auch richtig häuslich?

Ich habe in letzter Zeit tatsächlich öfter zu Hause gekocht. Was vielleicht für die meisten normal klingt, aber für mich wirklich eine grosse Leistung ist. In mir ist die Hoffnung neu erwacht, dass ich das eigentlich doch auch meistern könnte. Heute abend probiere ich Curry. 

Sie wollten eigentlich mit “How to Be Single” eine Hommage über das Single-Dasein drehen, aber der Film kommt nun nicht zustande. Weil Sie das Thema als Nicht-Single nicht mehr interessiert?

Nein, so ist es halt im Filmgeschäft. Viele Projekte kommen nicht aus der Start-Phase. Ich hoffe aber, dass jemand irgendwann diesen Film noch machen wird. Singles sind die Revolution! Die Leute tun so, als ob Single-Sein etwas Schlechtes oder eine Krankheit wäre, dabei ist es eine tolle Zeit, während der man sich voll auf sich selber konzentrieren kann.

Ein Film, der zustande kam, ist “Big Miracle”, der ab 16.2. in den Kinos zu sehen ist. Was halten Sie von der von wahren Begebenheiten inspirierten Geschichte, in der walfangende Inuits, die Nationalgarde, Greenpeace und eine Ölfirma alle zusammenspannten, um drei im Eis festsitzende Wale zu retten?

Da sieht man mal, was man erreichen kann, wenn man aufhört miteinander zu streiten und zusammen am gleichen Strick zieht. Greenpeace und Naturschützer haben oft recht, aber das heisst nicht, dass die Tradtionen eines Volkes falsch sind. Es ist ja sowieso kaum etwas im Leben einfach nur schwarz oder weiss.

Haben Sie selber je besondere Erlebnisse mit Tieren gehabt, an die Sie sich gerne erinnern?

Ich habe in Afrika mit der UN gearbeitet und werde da nun eine Schule eröffnen. Bei einem meiner Aufenthalte ging ich auch auf Safari. Das war schon sehr eindrücklich! Ein Foto davon wurde diesen Monat im “Vanity Fair” gedruckt - ich bin natürlich stolz, wenn ein Bild von mir veröffentlicht wird. Und ansonsten bin ich halt eine Hundenärrin. Ich bin immer noch nicht ganz über den Tod von Flossie hinweg. Sie starb 16-jährige und war die Beste! Jetzt habe ich nur noch Douglas, aber vor eineinhalb Jahren hatte ich eine Hündin vom Heim, die überraschenderweise trächtig war, als ich sie zu mir nahm. Sechs Welpen aufziehen war ein Trip! Aber ich habe allen ein schönes Plätzchen gefunden.

Hunde gut, alles gut?

Ja, es könnte nich besser sein. [Übers ganze Gesicht strahlend] Und falls ich das früher schon mal gesagt habe, bin ich froh, dass ich das vorher schon mal so gefühlt habe. 

(Marlène von Arx, 8. Februar 2012)

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