Tankstellen-Kassierer in Deutschland nach Streit um Corona-Maske erschossen

Agenturen/red

20.9.2021

Agenturen/red

20.9.2021

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb von 72 Stunden 4032 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 15 neue Todesfälle und 102 Spitaleinweisungen.

Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 353,02 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 0,86.

Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zur Zeit 77,2 Prozent. 30,7 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt.

Biontech-Impfung laut Studie wirksam bei jüngeren Kindern

Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer hat sich nach Angaben der beiden Unternehmen bei Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren als gut verträglich erwiesen und ruft eine stabile Immunantwort hervor.

Die Daten der klinischen Studie sollen so bald wie möglich der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA und der US-Zulassungsbehörde FDA vorgelegt werden, wie die beiden Impfstoffhersteller am Montag mitteilten. «Wir sind froh, dass wir vor dem Beginn der Wintersaison den Zulassungsbehörden die Daten für die Gruppe von Kindern im Schulalter vorlegen können», sagte Biontech-Chef Ugur Sahin laut Mitteilung.

Anders als in der Altersgruppe über zwölf wurde den Kindern von fünf bis elf Jahren für die klinische Studie der Phase 2/3 nur ein Drittel der Dosis verabreicht. Die beiden Impfungen lagen drei Wochen auseinander.

USA heben Corona-Reisestopp für Geimpfte auf

Die USA werden die monatelangen Einreisebeschränkungen zumindest für Menschen aufheben, die gegen das Coronavirus geimpft sind. Die Lockerungen sollen im November greifen, kündigte der Coronavirus-Koordinator des Weissen Hauses, Jeffrey Zients, am Montag an. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet, dass Geimpfte aus der Europäischen Union und Grossbritannien bald wieder in die USA reisen können werden. Die Ankündigung bezieht sich aber auch auf weitere Länder, aus denen die Einreise zuletzt stark eingeschränkt war.

Ab heute: Bei Einreise Testpflicht für Ungeimpfte

Für Personen, die nicht von Covid-19 genesen oder nicht geimpft sind, wird die Reise in die Schweiz ab heute umständlicher und auch teurer. Es gilt eine Testpflicht für Ungeimpfte. Alle, die nicht geimpft oder nicht genesen sind, müssen bei der Einreise in die Schweiz einen negativen Antigen- oder PCR-Test vorweisen. Dies gilt unabhängig vom gewählten Verkehrsmittel. Und es gilt auch für Grenzübertritte zu Fuss und per Velo. Vier bis sieben Tage nach der Einreise müssen sich mit einem negativen Test in die Schweiz gekommene Personen kostenpflichtig noch einmal testen lassen. Das Resultat muss dem zuständigen Kanton übermittelt werden. Details zu den ab heute geltenden Neuerungen findest Du hier.


Die Ereignisse des Tages in der Übersicht:

Das Wichtigste im Überblick

  • Die USA werden die monatelangen Einreisebeschränkungen zumindest für Menschen aufheben, die gegen das Coronavirus geimpft sind.
  • Das BAG meldet innert 72 Stunden 4032 Neuinfektionen bei 108'695 Tests. 15 Personen starben an Covid-19, 102 wurden hospitalisiert. 
  • Gemäss einer klinischen Studie hat sich der Impfstoff von Biontech/Pfizer bei Kindern zwischen fünf und elf Jahren als gut verträglich erwiesen. Er rufe auch eine gute Immunantwort hervor.
  • In Zürich und Luzern haben insgesamt rund 250 Studierende gegen die Zertifikatspflicht an Hochschulen demonstriert und einen barrierefreien Zugang zu Bildung gefordert.
  • Für Personen, die nicht von Covid-19 genesen oder nicht geimpft sind, wird die Reise in die Schweiz ab heute umständlicher und auch teurer.
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  • 21.50 Uhr
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  • 21.43 Uhr
    Bund prüft längere Gültigkeit des Covid-Zertifikats für Genesene

    Die Gültigkeit des Covid-Zertifikats für Genesene wird möglicherweise auf über sechs Monate hinaus verlängert. Der Bund prüft neue Studienresultate dazu, wie lange der Immunschutz bei Genesenen anhält. Für Geimpfte ist das Zertifikat derzeit ein Jahr lang gültig.

    «Wir werden sicher in der Schweiz und auch weltweit Anpassungen machen, sobald die Evidenz entsprechend vorhanden ist», sagte Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit beim Bundesamt für Gesundheit (BAG), in der SRF-TV-Sendung «Tagesschau» vom Montag.

    Die Gültigkeitsdauer sei letztmals im Juni dieses Jahres festgelegt worden, sagte Mathys. «Damals war es noch relativ klar in Bezug auf die Datenlage, dass der Schutz bei den nicht Geimpften kürzer sein könnte.» Inzwischen gebe es neue Studien, die auch anderes aufzeigen würden.

  • 21.29 Uhr
    Corona-Effekt: Zahl der Verkehrsunfälle von Kindern in Deutschland gesunken

    Weniger getötete Kinder bei Unfällen auf der Strasse: Das gehört zu den guten Nachrichten während der Corona-Pandemie in Deutschland. Regional sind die Unterschiede gross.

    Im vergangenen Jahr sind rund 22’500 Kinder in Deutschland bei Unfällen im Strassenverkehr zu Schaden gekommen – nach Angaben des Statistischen Bundesamts ein historischer Tiefststand.

    Zwar wurde durchschnittlich alle 23 Minuten ein Kind bei einem Verkehrsunfall verletzt oder getötet. Doch die Zahl der verunglückten Kinder lag fast 20 Prozent niedriger als im Jahr 2019 und war so gering wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Damit sei die Zahl der Unfallopfer unter 15 Jahren auch stärker gesunken als die der Unfallopfer insgesamt, die um 15 Prozent zurückgegangen war. Auch die Zahl der getöteten Kinder ging zurück: von 55 im Jahr 2019 sank sie auf 48 im vergangenen Jahr.

    Kinder sind auf einer Strasse mit dem Fahrrad unterwegs zur Schule.
    Symbolbild: dpa
  • 20.50 Uhr
    «Luxusdinner in New York»: Ungeimpfter Bolsonaro isst Pizza auf dem Bürgersteig

    Mutmasslich wegen seiner fehlenden Corona-Impfung hat Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro am Rande der UN-Generaldebatte in New York eine Pizza auf dem Bürgersteig gegessen. «Luxusdinner in New York» schrieb ein Mitglied der brasilianischen Delegation am Montag im Onlinedienst Twitter unter einem Foto, das Bolsonaro mit einem Stück Pizza im Freien zeigte. Die Restaurants in der US-Metropole dürfen in den Innenräumen nur Gäste bedienen, die mindestens eine Corona-Impfdosis erhalten haben.

    Bolsonaro, der wegen seines Umgangs mit der Corona-Pandemie in Brasilien stark kritisiert wird, gibt selbst an, bisher keine Corona-Impfung erhalten zu haben. Er wolle als «letzter Brasilianer» geimpft werden. Sein Hotel in New York musste er nach brasilianischen Medienberichten am Sonntag durch die Hintertür betreten, um Demonstranten auszuweichen, die vor dem Gebäude «Bolsonaro raus» riefen.

  • 20.03 Uhr
    Lausanner Comic-Festival BDFIL zieht 18'000 Menschen an

    Das internationale Comic-Festival BDFIL in Lausanne hat wegen der Corona-Pandemie einen deutlichen Besucherrückgang hinnehmen müssen. Rund 18'000 Personen – 10'000 weniger als beim letzten Mal – besuchten die 16. Ausgabe, die am Montag nach fünf Tagen zu Ende ging.

    Im vergangen Jahr war das Festival wegen des grassierenden Coronavirus abgesagt worden. Deshalb äusserten sich die Organisatoren nun trotz des Besucherrückgangs in einer Mitteilung «sehr zufrieden». Unter Berücksichtigung der «komplizierten gesundheitlichen Situation» sei die Schlussbilanz positiv.

    In diesem Jahr erlebte das Festival eine Art Wiedergeburt. Den Besuchenden standen neue Veranstaltungsorte offen, darunter die Kathedrale. Zudem wurde der öffentliche Raum einbezogen und es gab Partnerausstellungen in mehreren Galerien.

    Das Comic-Festival BDFIL fand dieses Jahr auch in der Kathedrale von Lausanne statt.
    Bild: Keystone
  • 19.04 Uhr
    Tankstellen-Kassierer in Deutschland nach Streit um Corona-Maske erschossen

    Ein 49-Jähriger soll in in Idar-Oberstein (Rheinland-Pfalz) einen 20-jährigen Tankstellen-Kassierer erschossen haben. Motiv: Streit um das Tragen einer Corona-Maske. Der Mann sitzt in U-Haft.

    Der Mann habe sich geärgert, weil der Mitarbeiter ihm kein Bier verkaufen wollte, da er keinen Mund-Nasen-Schutz getragen habe, sagte Oberstaatsanwalt Kai Fuhrmann am Montag in Idar-Oberstein.

    Gegen den deutschen Tatverdächtigen aus dem Kreis Birkenfeld erging Haftbefehl wegen Mordes vor dem Amtsgericht Bad Kreuznach. Der mutmassliche Täter habe gestanden, den 20 Jahre alten Studenten mit einem gezielten Schuss in den Kopf getötet zu haben, sagte Fuhrmann.

    Zum Motiv habe er angegeben, dass ihn die Situation der Corona-Pandemie stark belaste. Er habe sich in die Ecke gedrängt gefühlt und «keinen anderen Ausweg gesehen», als ein Zeichen zu setzen. Das Opfer schien ihm dabei «verantwortlich für die Gesamtsituation, da es die Regeln durchgesetzt habe», sagte Fuhrmann.

    Ein Polizist steht vor der Tankstelle, an der ein Angestellter von einem Mann erschossen worden ist.
    Bild: dpa
  • 18.17 Uhr
    Schweizer Epidemiengesetz soll zugunsten der Grenzgänger angepasst werden

    Bei Grenzschliessungen in Folge der Corona-Pandemie soll die Reisefreiheit und Mobilität der Grenzgänger nicht eingeschränkt werden. Der Ständerat hat am Montag einen Vorstoss angenommen, der verlangt, das Epidemiengesetz entsprechend abzuändern.

    Der Bundesrat müsse die Mobilität der Grenzgängerinnen und Grenzgänger garantieren können, verlangte Eva Herzog (SP/BS) mit der Motion.

    Auch die Reisefreiheit von Einwohnerinnen und Einwohner, die eine besondere persönliche, familiäre oder berufliche Bindung zum Grenzgebiet haben, müsse bestmöglich aufrecht erhalten werden, sagte sie. «Ich kann nicht nachvollziehen, weshalb der Bundesrat die Motion, die von 15 Ratsmitgliedern unterzeichnet wurde, nicht annehmen will.»

    Der Bundesrat argumentierte, das Anliegen sei bereits in das Covid-Gesetz aufgenommen worden und deshalb erfüllt. Innenminister Alain Berset erklärte im Ständerat, es sei nicht notwendig, das Epidemiengesetz zu ändern. Es gebe keinen Handlungsbedarf, weil das System ja funktioniere. «Das bedeutet nicht, dass das Anliegen nicht wichtig ist», schloss Berset.

  • 17.30 Uhr
    Keine Zertifikatskontrolle: Polizei im Limmattal bricht Turnier ab

    Die Stadtpolizei Schlieren/Urdorf hat am Sonntag einen Sportanlass in einer privaten Sporthalle abgebrochen. Am Eingang wies der Betreiber auf A4-Plakaten darauf hin, dass keine Zertifikats-Kontrollen durchgeführt würden.

    Bei dem Turnier seien 44 Personen anwesend gewesen, teilte die Stadtpolizei Schlieren/Urdorf am Montag mit. Weder die Sportler noch die Zuschauerinnen und Zuschauer hätten eine Maske getragen.

    Die Stadtpolizei verfügte die Schliessung der Halle und erstattete Anzeige. Um welche Sportart es sich handelte, teilte die Polizei nicht mit.

  • 17.20 Uhr
    Zutritt zum Vatikan nur noch mit Corona-Pass

    Der Vatikan ist vom 1. Oktober an nur noch für Menschen offen, die einen gültigen Corona-Pass haben. Wie der Heilige Stuhl am Montag mitteilte, muss jeder Bewohner, Beschäftigte oder Besucher des Kirchenstaats damit eine Impfung gegen Covid-19, eine Genesung oder einen negativen Test nachweisen.

    Als Zertifikate gelten dabei der EU-Corona-Pass, ein «Green Pass» des Vatikans oder andere ausländische Bescheinigungen. Der Vatikan kündigte Einlasskontrollen durch das eigene Gendarmeriekorps an.

    People crowd St. Peter's Square, at the Vatican, as Pope Francis recites the Angelus noon prayer from the window of his studio, Sunday, Sept. 5, 2021. (AP Photo/Andrew Medichini)
    Ab dem 1. Oktober benötigen alle, die den Vatikan betreten, einen Corona-Pass.
    Bild: Keystone/AP Photo/Andrew Medichini

    Eine Ausnahme von den neuen Regeln gilt nur für jene Zeiten, in denen Gläubige im Vatikan Messen und liturgische Feiern besuchen. Sie werden aber dazu aufgefordert, die Hygieneregeln zu befolgen. So gehört der Petersplatz, auf dem sich die Gläubigen während der Generalaudienz oder des Angelusgebets versammeln, zum Staatsgebiet des Vatikans.

    Die Päpstliche Kommission für den Staat der Vatikanstadt folgte mit ihrer Verordnung einer Anweisung von Papst Franziskus, für die Sicherheit und Gesundheit der Menschen im Kirchenstaat zu sorgen.

  • 17.12 Uhr
    USA heben Corona-Reisestopp für Geimpfte auf

    Die USA werden die monatelangen Einreisebeschränkungen zumindest für Menschen aufheben, die gegen das Coronavirus geimpft sind. Die Lockerungen sollen im November greifen, kündigte der Coronavirus-Koordinator des Weissen Hauses, Jeffrey Zients, am Montag an. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet, dass Geimpfte aus der Europäischen Union und Grossbritannien bald wieder in die USA reisen können werden. Die Ankündigung bezieht sich aber auch auf weitere Länder, aus denen die Einreise zuletzt stark eingeschränkt war.

    Der weitgehende Einreisestopp aus der EU war zu Beginn der Corona-Pandemie Anfang 2020 vom damaligen US-Präsidenten Donald Trump verhängt und bisher von seinem Nachfolger Joe Biden aufrechterhalten worden. Unter anderem aus der Reisebranche wurde schon lange eine Lockerung zumindest für gegen das Coronavirus geimpfte Reisende gefordert. EU-Komissar Thierry Breton begrüsste die Lockerung und sprach von einem logischen Schritt angesichts des Erfolgs der Impfkampagne in Europa.

    Lufthansa Boeing 747-400 taking-off, Delta Air Lines McDonnell Douglas MD-1 and 727-200 parked at the terminal with air-traffic control-tower and the Theme Building behind. (Photo by: aviation-images.com/Universal Images Group via Getty Images)
    Das Einreiseverbot in die USA soll für geimpfte EU-Bürger ab November aufgehoben werden.
    Symbolbild: Getty Images
  • 15.43 Uhr
    Gesundheitsdirektoren wollen Arztpraxen bei Impfungen unterstützen

    Die Kantone sollen die Arztpraxen bei den Impfungen gegen das Coronavirus unterstützen. Sie sollen die Differenz von acht Franken zahlen, damit die Arztpraxen trotz der fehlenden Einigung mit den Versicherern über die Pauschale weiterhin 24.50 Franken pro Impfung erhalten.

    Auf die geltende Pauschale hatten sich die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) und die Einkaufsgemeinschaften der Versicherer zunächst bis Mitte Jahr und dann bis Ende September geeinigt. Auf eine Verlängerung bis Ende Jahr hätten sich die Tarifvertragspartner nicht mehr einigen können, schreibt die GDK in einer Mitteilung vom Montag.

    Ab Anfang Oktober komme deshalb ein Tarif von 16.50 Franken zur Anwendung. Diese Vergütung sei nicht kostendeckend und dürfte viele Arztpraxen zum Ausstieg aus der Impfkampagne bewegen, warnt die GDK.

  • 15.16 Uhr 
    Johnson: Auffrischungen haben Vorrang vor Exporten

    Der britische Premierminister Boris Johnson will Auffrischungsimpfungen im eigenen Land klaren Vorrang vor dem Spenden von Impfstoffdosen an ärmere Staaten einräumen. Das sagte der konservative Politiker am Montag vor Journalisten. Bereits in dieser Woche sollen mehr als 1,5 Millionen Menschen in England eine Einladung zur dritten Impfung erhalten. Insgesamt sollen alle über 50-Jährigen, besonders gefährdete Menschen sowie Gesundheits- und Pflegepersonal eine Auffrischungsimpfung erhalten.

    «Ich habe mir die Fakten angeschaut, was Auffrischungsimpfungen bewirken können und ich muss sagen, dass dies unsere Priorität sein muss, und wir werden damit fortfahren», so Johnson auf dem Weg zur Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York. Trotzdem werde die Regierung in London ein «riesiges Bekenntnis» zur Unterstützung der restlichen Welt machen, betonte Johnson. «Wir stimmen grundsätzlich zu, dass niemand sicher ist, bevor nicht alle sicher sind», so Johnson.

    Boris Johnson, Premierminister von Grossbritannien, will sein Kabinett umbauen.
    Boris Johnson, Premierminister von Grossbritannien, gibt Auffrischungsimpfungen den Vorrang vor Lieferungen in ärmere Staaten. (Archiv)
    Bild: Dan Kitwood/PA Wire/dpa
  • 14.13 Uhr 
    Bern will unbewilligte Corona-Demos nicht mehr tolerieren

    Die Berner Stadtregierung will unbewilligte Corona-Demonstrationen nicht mehr tolerieren, wie sie am Montag mitteilte. Sie zieht damit die Konsequenzen aus der gewalttätigen Eskalation einer Kundgebung von Massnahmengegnern am letzten Donnerstag vor dem Bundeshaus.

  • 13.56 Uhr 
    Impfkadenz um 17 Prozent gestiegen

    Vom 13. September bis 19. September sind in der Schweiz 221'886 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Die Impfkadenz stieg im Vergleich zur Vorwoche um 17 Prozent. 53,6 Prozent der Bevölkerung sind mittlerweile vollständig geimpft.

    Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag auf seiner Website veröffentlichte. Insgesamt wurden seit Beginn der Impfkampagne 10'175'832 Impfungen verabreicht. 4'635'699 Personen haben zwei Impfdosen erhalten, bei 904'434 Personen wurde bislang nur die Erstimpfung vorgenommen.

    Pro Tag wurden letzte Woche durchschnittlich 31'698 Impfungen durchgeführt.

  • 13.32 Uhr
    Das BAG meldet 4032 Neuinfektionen

    In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb von 72 Stunden 4032 neue Coronavirus-Ansteckungen bei 108'695 Tests gemeldet worden. Im gleichen Zeitraum registrierte das BAG 15 neue Todesfälle und 102 Spitaleinweisungen.

    Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 353,02 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 0,86.

    Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zur Zeit 77,2 Prozent. 30,7 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt.

    Insgesamt wurden bis Samstagabend 9'696'300 Impfdosen an die Kantone und Liechtenstein ausgeliefert. Damit wurden 10'175'832 Dosen verabreicht. 53,62 Prozent der Bevölkerung sind bereits vollständig geimpft. Bislang wurden 6'013'959 Zertifikate für vollständig Geimpfte ausgestellt.

    Eine Medizinstudentin im fuenften Jahr bereitet einem Nasenabstrich im wintertauglich umgebauten Covid-19-Testzentrum des Kantonsspitals Winterthur (KSW) vor, fotografiert am Donnerstag, 29. November 2020, in Winterthur. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
    In einem Testzentrum werden Abstriche für Corona-Tests vorbereitet. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 13 Uhr
    Biontech-Impfung laut Studie wirksam bei jüngeren Kindern

    Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer hat sich nach Angaben der beiden Unternehmen bei Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren als gut verträglich erwiesen und ruft eine stabile Immunantwort hervor.

    Biontech: Impfung wirksam und sicher bei jüngeren Kindern

    Biontech: Impfung wirksam und sicher bei jüngeren Kindern

    Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer hat sich bei Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren als gut verträglich erwiesen und ruft eine stabile Immunantwort hervor. Die Daten der klinischen Studie sollen der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA und der US-Zulassungsbehörde FDA vorgelegt werden.

    20.09.2021

    Die Daten der klinischen Studie sollen so bald wie möglich der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA und der US-Zulassungsbehörde FDA vorgelegt werden, wie die beiden Impfstoffhersteller am Montag mitteilten. «Wir sind froh, dass wir vor dem Beginn der Wintersaison den Zulassungsbehörden die Daten für die Gruppe von Kindern im Schulalter vorlegen können», sagte Biontech-Chef Ugur Sahin laut Mitteilung.

    Anders als in der Altersgruppe über zwölf wurde den Kindern von fünf bis elf Jahren für die klinische Studie der Phase 2/3 nur ein Drittel der Dosis verabreicht. Die beiden Impfungen lagen drei Wochen auseinander.

    «Die Antikörper-Reaktionen bei den Teilnehmern, denen eine Dosis von zehn Mikrogramm verabreicht wurde, war vergleichbar mit denjenigen aus einer früheren Studie von Pfizer/Biontech-Studie bei Menschen im Alter von 16 bis 25 Jahren, die eine 30 Mikrogramm-Dosis erhalten hatten», teilten die Unternehmen mit. Auch die Nebenwirkungen seien vergleichbar mit denen der älteren Gruppe gewesen. Ergebnisse von zwei weiteren Teilnehmergruppen im Alter von zwei bis fünf Jahren sowie von sechs Monaten bis zwei Jahren würden für das vierte Quartel erwartet.

    An der Studie nehmen den Angaben zufolge insgesamt 4500 Kinder im Alter von einem halben Jahr bis elf Jahren teil, die vorgestellten Daten zu den 5- bis 11-Jährigen gehen auf 2268 Teilnehmer zurück. Beteiligt sind über 90 Kliniken in den USA, Finnland, Polen und Spanien.

    Laut Biontech und Pfizer ist die Impfung von Kindern zwischen fünf und elf Jahren mit ihrem Corona-Impfstoff unbedenklich.
    Laut Biontech und Pfizer ist die Impfung von Kindern zwischen fünf und elf Jahren mit ihrem Corona-Impfstoff unbedenklich.
    Bild: Fabian Sommer/dpa
  • 12.40 Uhr 
    Haltbarkeit von 100 Millionen Impfdosen läuft bald ab

    Ende des Jahres läuft die Haltbarkeit von mehr als 100 Millionen Corona-Impfdosen weltweit ab. Wenn sie nicht dringend umverteilt würden, werde der Impfstoff vergeudet, warnte das Datenanalyse-Unternehmen Airfinity. Mehr als 40 Prozent dieser Impfdosen seien in der EU, wie Airfinity am Montag berichtete.

    Bedenke man, dass die meisten Empfängerländer mindestens zwei Monate Haltbarkeit ab Einfuhr brauchen, um die Impfkampagnen durchzuführen, drohten 241 Millionen Impfdosen ungenutzt abzulaufen. Wenn diese Impfdosen umgehend verteilt würden, würde das zusammen mit dem bereits gekauften und zur Verfügung gestellten Dosen reichen, um 70 Prozent der Menschen in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen gegen das Coronavirus zu impfen, so Airfinity. Das britische Institut wertet unter anderem Unternehmens- und Wissenschaftsdaten aus.

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf dringt seit Monaten auf eine fairere Verteilung der Impfstoffe. Je länger das Virus in Ländern mit niedriger Impfquote zirkuliere, desto grösser sei die Gefahr neuer Varianten, gegen die die Impfstoffe weniger oder nicht wirkten.

    Die EU-Staaten sowie Japan, Kanada, Grossbritannien und die USA werden bis Ende des Jahres nach Angaben von Airfinity zusammen eine Milliarde mehr Impfdosen zur Verfügung haben als sie benötigen, heisst es in der Analyse. Diese Länder haben zugesagt, bis Mitte nächsten Jahres 1,2 Milliarden Impfdosen zu spenden. Davon seien aber erst zwölf Prozent geliefert worden.

  • 12.12 Uhr
    Österreich geht mit 3G-Regel in die Wintersportsaison

    In Österreich gilt in der kommenden Wintersportsaison auf den Skipisten die sogenannte 3G-Regel. Seilbahnbetreiber dürfen nur gegen Covid-19 Geimpfte, Getestete oder Genesene befördern, wie die Regierung am Montag in Wien bekannt gab.

    Abstandsregeln und Kapazitätsbeschränkungen wird es für die Skilifte nicht geben, eine FFP2-Maskenpflicht jedoch schon. Sollte die Auslastung der Intensivstationen mit Corona-Kranken steigen, werden die Regeln für ungeimpfte Wintersportler verschärft. «Ich bin überzeugt, dass mit diesen Rahmenbedingungen eine unbeschwerte, sichere Wintersaison in unserem Land möglich sein wird», sagte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger bei einer Pressekonferenz in Wien.

    Derzeit sind rund 200 Intensivbetten in Österreich mit Covid-19-Patienten belegt. Wenn die Zahl auf 300 steigt, dürfen Ungeimpfte keine Après-Ski-Lokale mehr besuchen – auch nicht mit negativem Testergebnis, sagte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein. Ab dieser Stufe dürfen Seilbahnen, Gastronomie und Hotels ausserdem keine Selbsttests mehr akzeptieren. Ab einer Intensivauslastung von 400 Betten müssen Ungeimpfte negative PCR-Tests vorweisen. Die weniger genauen Antigentests sind dann nicht mehr ausreichend.

    Skiers wearing face masks ride a chairlift on the opening day of the Verbier ski area in the Swiss Alps during the coronavirus disease (COVID-19) outbreak, in Verbier, Switzerland, Friday, October 30, 2020. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott) Des skieurs avec des masques de protection sont sur un telesiege lors de l'ouverture du domaine skiable de Verbier avant de descendre a ski la piste du Lac des Vaux pendant la crise du Coronavirus (Covid-19) le vendredi 30 octobre 2020 a Verbier. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)
    Skifahrer mit Atemschutzmaske während der Corona-Pandemie. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 11.46 Uhr 
    USA befürchten Superspreader-Event bei UNO-Generaldebatte

    Am Dienstag, 21. September 2021, werden wieder viele der mächstigsten Politiker der Welt und ihre Entourage nach New York zur 76. Generaldebatte der UNO-Vollversammlung kommen, nachdem die Debatte im letzten Jahr coronabedingt nur online stattfand. Die USA befürchten nun, die Veranstaltung könnte zu einem Superspreader-Event werden, da viele der Delegationen den Vorschlag ignorieren, zu Hause zu bleiben und virtuell vor der UNO-Vollversammlung zu sprechen, wie CNN berichtet.

    «Wir sind sehr besorgt darüber, dass die UNO-Veranstaltung ein Super-Spread-Event wird», sagte demnach Linda Thomas-Greenfield, die ständige US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen. Man müsse nun alle Massnahmen ergreifen, dass es nicht so weit komme. Derzeit müssen alle Personen, die in die USA einreisen, einen negativen Covid-19-Test nachweisen. Allerdings sind Impfstoffe in weiten Teilen der Welt weiterhin knapp, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Mitglieder vieler Delegationen nur unzureichend gegen das Coronavirus immunisiert sind.

    epa07871545 Palestinian Authority President Mahmoud Abbas speaks to the general debate of the 74th session of the General Assembly of the United Nations at United Nations Headquarters in New York, New York, USA, 26 September 2019. The annual meeting of world leaders at the United Nations runs until 30 September 2019. EPA/JASON SZENES
    Letztmalig fand die UNO-Generaldebatte mit Präsenz im September 2019 statt. (Archiv)
    KEYSTONE
  • 11.14 Uhr 
    Zertifikatspflicht an Fachhochschule Nordwestschweiz kommt im Oktober

    An den neun Standorten der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) hat am Montag für rund 13'200 Studierende das neue Studienjahr begonnen. Die FHNW will den Studierenden vorerst vermehrt Präsenzunterricht anbieten. Vom 15. Oktober an gilt eine Zertifikatspflicht.

    Um einen Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu leisten und gleichzeitig möglichst vielen Studierenden und Mitarbeitenden das Studieren und Arbeiten vor Ort zu ermöglichen, sei die Einführung der Zertifikatspflicht beschlossen worden, teilte die FHNW am Montag mit. Die FHNW arbeitet nach eigenen Angaben intensiv an den Details zur Umsetzung, um ein Studieren und Arbeiten für alle zu ermöglichen. Die Corona-Pandemie habe den digitalen Wandel in der Lehre vorangetrieben.

    Die FHNW umfasst neun Hochschulen mit den Fachbereichen Angewandte Psychologie, Architektur, Bau und Geomatik, Gestaltung und Kunst, Life Sciences, Musik, Lehrerinnen- und Lehrerbildung, Soziale Arbeit, Technik und Wirtschaft. Die Campus der FHNW sind in den vier Trägerkantonen Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn angesiedelt.

    Das neue Studienjahr der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) hat auch am Campus in Brugg AG begonnen. An allen Standorten gilbt vom 15. Oktober an eine Zertifikatspflicht. (Archivbild)
    Das neue Studienjahr der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) hat auch am Campus in Brugg AG begonnen. An allen Standorten gilbt vom 15. Oktober an eine Zertifikatspflicht. (Archivbild)
    Bild: Keystone
  • 9.41 Uhr
    Studierende protestieren gegen Zertifkatspflicht 

    Bis zu 150 Studierende haben am Montagmorgen in Zürich gegen die Zertifikatspflicht an Hochschulen demonstriert. Sie forderten barrierefreien Zugang zu Bildung für alle.

    Gegen 8.30 Uhr zogen die Studierenden vom Landesmuseum in Richtung Universität und ETH Zürich. Dabei trugen sie Schilder, auf denen sie einen zertifikatsfreien Bildungszugang forderten, und skandierten «Liberté», wie ein Augenschein vor Ort zeigte.

    Auf Flyern, die verteilt wurden, wurde die Zertifikatspflicht als Diskriminierung verurteilt. Rechte hingen nicht von einem QR-Code ab, das Zertifikat führe nur zu einer Spaltung.

    Seit Montag gilt auch an Hochschulen eine Zertifikatspflicht. Nur so sei es möglich, den Studierenden nach fast drei Semestern Ausnahmezustand wieder ein normaleres Studiererlebnis zu bieten, schreibt die ETH Zürich auf ihrer Website. Eine Maskenpflicht in den Vorlesungsräumen biete zusätzlichen Schutz.

    Ebenfalls hatten am Montagmorgen vor der Universität Luzern rund 100 Studentinnen und Studenten gegen die Zertifikatspflicht an den Hochschulen demonstriert. Eine Sprecherin sagte hier, die Politik habe aus einem medizinischen Problem ein gesellschaftliches gemacht. Das Zertifikat, sei nicht die Lösung, sondern Teil des Problems.

    Die demonstrierenden Studierenden wehrten sich gegen die Corona-Zertifikatspflicht an Bildungsinstitutionen.
    Die demonstrierenden Studierenden wehren sich gegen die Corona-Zertifikatspflicht an Bildungsinstitutionen.
    Bild: Keystone
  • 8.55 Uhr 
    Lockdown wird auch in Millionenstadt Auckland gelockert

    Nach einem Monat wird der strenge Lockdown in der neuseeländischen Millionenmetropole Auckland gelockert. Grund seien die sinkenden Corona-Zahlen in der grössten Stadt des Landes, die als Epizentrum des jüngsten Ausbruchs der Delta-Variante in dem Pazifikstaat galt, teilte die Regierung am Montag mit. Die Beschränkungen würden ab Mittwoch leicht gelockert, kündigte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern an.

    Geschäfte und Schulen dürfen dann zumindest teilweise wieder öffnen. Ältere Menschen forderte Ardern aber auf, weitgehend zu Hause zu bleiben, wenn sie noch nicht geimpft sind.

    Im Rest des Landes wurde der am 18. August nach nur einem einzigen Corona-Fall verhängte Lockdown bereits vor zwei Wochen weitgehend wieder aufgehoben, in Auckland durften die Menschen aber weiter nur in Ausnahmen ihre Häuser verlassen.

    Menschen überqueren eine fast leere Strasse im zentralen Geschäftsviertel von Auckland. Die Regierung von Ministerpräsidentin Jacinda Ardern gab am Montag bekannt, dass die neuseeländische Metropole eine weitere Woche im strikten Corona-Lockdown bleibt. Foto: Michael Craig/New Zealand Herald/dpa
    Menschen überqueren eine fast leere Strasse im zentralen Geschäftsviertel von Auckland. Die Regierung von Ministerpräsidentin Jacinda Ardern gab bekannt, dass der strenge Lockdown in der neuseeländischen Millionenmetropole gelockert wird. (Archiv)
    Bild: Michael Craig/New Zealand Herald/dpa
  • 8.18 Uhr 
    Basler Infektiologe fordert Lockerung bei Masken für Geimpfte

    Andreas Widmer, Infektiologe am Basler Universitätsspital, empfiehlt eine Lockerung der Maskenpflicht für Geimpfte. «Es würde Sinn machen, wenn für Geimpfte in Läden und Bahnhöfen oder auch in Büros nur noch eine Maskenempfehlung statt eine Maskenpflicht gälte», sagte der Präsident des nationalen Zentrums für Infektionsprävention Swissnoso «20 Minuten».

    Widmer begründet seine Forderung damit, dass das Risiko, einer schweren Covid-Erkrankung mit einer Impfung gering sei. Dafür kämen die Menschen so wieder mit Erkältungs- und Grippeviren in Kontakt und könnten sich gegen diese immunisieren. Er sorge sich vor dem Winter, so Widmer, denn neben Covid-Patient*innen könnten dann zusätzlich auch Grippepatientinnen und -Patienten die Spitäler «an die Grenze ihrer Kapazität» bringen.

    Eine Mitarbeiterin der Basler Verkehrs-Betriebe BVB verteilt Schutzmasken am Bahnhof SBB in Basel, am Montag, 6. Juli 2020. Ab Montag, 6. Juli 2020, muessen schweizweit alle Passagiere in den oeffentlichen Verkehrsmitteln Schutzmasken gegen die Verbreitung des Coronavirus COVID-19 tragen. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)
    Während der Corona-Pandemie werden im Juli 2020 Gratis-Masken verteilt. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 7.13 Uhr
    Forscher bemängeln Datenlage zu Long Covid bei Kindern

    Die Problematik von Long Covid bei Kindern und Jugendlichen lässt sich anhand der aktuellen Studienlage kaum beurteilen. Das schreiben australische Forscher in einem Übersichtsartikel in «The Pediatric Infectious Disease Journal». Die Frage nach Long Covid – als dem Anhalten von Corona-Symptomen über viele Wochen – ist brisant, weil das Syndrom ein Argument für Kinder-Impfungen sein könnte, sollte es weit verbreitet sein.

    «Das geringe Risiko der akuten Erkrankung bedeutet, dass einer der Hauptvorteile einer Impfung von Kindern darin liegen könnte, sie vor Long Covid zu schützen», sagt Nigel Curtis von der Universität Melbourne, einer der Autoren des Übersichtsartikels. Er und sein Team fassten vierzehn Einzelstudien zu Long Covid zusammen, die rund 19 426 Kinder einbezogen. Die Prävalenz von typischen Symptomen variierte je nach Studie zwischen 4 und 66 Prozent. Die kleinen Patienten klagten über Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche, Bauchschmerzen und Muskel- sowie Gelenkbeschwerden. Nach höchstens zwölf Wochen war der Grossteil der Kinder beschwerdefrei. Kinder scheinen zwar an Long Covid zu erkranken – aber weniger lange und ausgeprägt als Erwachsene.

    «In der Debatte über die Vorteile einer Impfung müssen wir das Risiko für Long Covid in dieser Altersgruppe kennen», so Curtis. Die aktuellen Studien reichten dafür aber noch nicht aus.

  • 6.20 Uhr
    Flughafen Zürich: Geschäftsleute treffen sich virtuell

    Der Flughafen Zürich verliert Fluggäste, weil sich Geschäftsleute pandemiebedingt virtuell treffen. Konzerne streichen ihre Reisebudgets zusammen, sagt Flughafen-Präsident Andreas Schmid im Interview mit dem «Tages-Anzeiger». Trotzdem glaubt er, dass 2025 unter dem Strich wieder so viel geflogen wird wie vor Ausbruch der Pandemie. Viel hänge davon ab, wann sich der Flugverkehr mit den USA und China wieder erhole, sagte Schmid weiter. Das sei für den Flughafen Zürich extrem wichtig, denn die Schweizer Wirtschaft sei sehr stark mit den beiden Weltmächten verknüpft.

    Schmid sagte weiter, dass er nicht glaube, dass es in diesem Jahr noch eine grosse Erholung bei den Geschäftsreisen geben werde. Aber im kommenden Jahr werde es eine starke Aufwärtstendenz geben.

    Reisende auf dem Flughafen Zuerich in Kloten am Samstag, 10. Juli 2021. Am Wochenende beginnen in weiten Teilen der Schweiz die Sommerferien. (KEYSTONE/Walter Bi
    Reisende auf dem Flughafen Zürich in Kloten im Juli 2021. (Archiv)
    Bild: Keystone

    Der Flughafen Zürich brauche mindestens 50 Prozent des Luftverkehrs aus der Zeit vor der Pandemie, um schwarze Zahlen schreiben zu können. Nach den eigenen Prognosen sollte dieser Wert im Dezember erreicht werden. Der Flughafen sei in einer soliden stabilen Lage. Eine Finanzspritze der öffentlichen Hand steht laut Schmid nicht zur Debatte: «Die Öffentlichkeit wollen wir nicht um Unterstützung bitten müssen.»

    Weiter sagte Schmid, dass der Ausstieg aus dem Krisenmodus manchen Zulieferern am Flughafen Probleme bereite: Im Gastrobereich seien zum Teil zu wenig Fachkräfte verfügbar. «Viele sind während der Pandemie nach Hause gereist, ins Ausland, und noch nicht in die Schweiz zurückgekehrt», sagte Schmid.

    Andreas Schmid, Verwaltungsratspraesident Flughafen Zuerich AG, spricht an der Medienkonferenz ueber die Eroeffnung des ãThe CircleÒ, das neue Quartier im Flughafen Zuerich, aufgenommen am Donnerstag, 5. November 2020, in Zuerich. (KEYSTONE/Alexandra Wey)
    Andreas Schmid, Verwaltungsratspräsident Flughafen Zürich AG. (Archivbild)
    Bild: Keystone/Alexandra Wey
  • 5.30 Uhr
    Ab heute: Bei Einreise Testpflicht für Ungeimpfte

    Für Personen, die nicht von Covid-19 genesen oder nicht geimpft sind, wird die Reise in die Schweiz ab heute umständlicher und auch teurer. Es gilt eine Testpflicht für Ungeimpfte. Alle, die nicht geimpft oder nicht genesen sind, müssen bei der Einreise in die Schweiz einen negativen Antigen- oder PCR-Test vorweisen. Dies gilt unabhängig vom gewählten Verkehrsmittel. Und es gilt auch für Grenzübertritte zu Fuss und per Velo. Vier bis sieben Tage nach der Einreise müssen sich mit einem negativen Test in die Schweiz gekommene Personen kostenpflichtig noch einmal testen lassen. Das Resultat muss dem zuständigen Kanton übermittelt werden. Details zu den ab heute geltenden Neuerungen findest Du hier.

  • 3.40 Uhr
    Yellen: Ohne Erhöhung der US-Schuldenobergrenze droht Finanzkrise

    US-Finanzministerin Janet Yellen hat den Kongress erneut dringend gebeten, die US-Schuldenobergrenze zu erhöhen. In einem Meinungsbeitrag im «Wall Street Journal» schrieb Yellen, wenn die USA ihren Verpflichtungen nicht nachkommen könnten, würde dies eine historische Finanzkrise auslösen. «Wir würden aus dieser Krise als eine dauerhaft geschwächte Nation hervorgehen», schrieb Yellen. Die Kreditwürdigkeit der USA sei bisher ein strategischer Vorteil gewesen. Eine durch Zahlungsunfähigkeit der US-Regierung ausgelöste Krise würde die wirtschaftlichen Schäden durch die anhaltende Pandemie verschlimmern, die Märkte in Aufruhr versetzen und die amerikanische Wirtschaft in die Rezession stürzen. Millionen Arbeitsplätze würden verloren gehen und die Zinsen dauerhaft steigen.

    Yellen erwähnte in ihrem Text keinen Zeitpunkt für ein Eintreten der Zahlungsunfähigkeit. Sie hatte jedoch zuvor schon verlauten lassen, dass diese bereits im Oktober drohen könne, wenn das Finanzministerium seine Zahlungsreserven und ausserordentlichen Kreditaufnahmekapazitäten im Rahmen der 28,4 Billionen Dollar Grenze ausgeschöpft habe.

    Die Republikaner im Kongress haben sich bisher geweigert, die Schuldenobergrenze zu erhöhen oder auszusetzen. Die Sprecherin des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi, eine Demokratin, wies darauf hin, dass der Kongress die Schuldenobergrenze während der Trump-Regierung dreimal mit überparteilicher Zustimmung erhöht habe. Sie erwarte, dass dies auch diesmal so sein werde.

  • 1.01 Uhr
    Britischer Ex-Premier Brown wird WHO-Botschafter

    Der frühere britische Premierminister Gordon Brown (70) wird Botschafter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für die weltweite Gesundheitsfinanzierung. «Als langjähriger Freund von Gordon weiss ich, dass er einen scharfen Intellekt, entschlossenes Engagement und einen tiefen Gerechtigkeitssinn für seinen Botschafterposten mitbringt», erklärte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Brown freue sich laut einer Medienmitteilung auf seine Aufgabe und wolle dabei helfen, dass alle Menschen Zugang zu einem Gesundheitssystem hätten.

    Die dringendste Aufgabe sei es, die Finanzierung für die Durchimpfung der ganzen Welt gegen das Coronavirus zu ermöglichen. Die ärmsten Länder müssten vor den «furchtbaren Auswirkungen von Covid-19 und anderen Krankheiten» beschützt werden, erklärte Brown.

    Der 70-jährige studierte Historiker hatte zuletzt mit zahlreichen anderen früheren Staats- und Regierungschefs eine Aufhebung des Patentschutzes auf Corona-Impfstoffe gefordert. Er initiierte zudem eine breite Initiative, die grossen Industrieländer zur Finanzierung der weltweiten Corona-Impfkampagne auffordert. Die WHO bezeichnete Browns Engagement als unermüdlich.

    Der Sozialdemokrat und Buchautor war von 2007 bis 2010 Premierminister Grossbritanniens. Er ist zudem Sonderbeauftragten der Vereinten Nationen für globale Bildung.

  • 0 Uhr
    60'000 Besucher bei Flug- und Militärschau in Tschechien

    Rund 60'000 Menschen haben am Wochenende die zweitägigen «Nato-Tage» im tschechischen Ostrava besucht. Das teilten die Veranstalter am Sonntag mit. Die Flug- und Militärschau war die bisher grösste Veranstaltung in Tschechien seit dem Beginn der Pandemie. Alle Besucher über sechs Jahren mussten getestet, geimpft oder genesen sein. Zu sehen waren unter anderem die Drohne MQ-9 Reaper des US-Herstellers General Atomics und das US-Tarnkappenflugzeug F-35. Zu den Höhepunkten zählten zudem Fallschirmabsprünge und Kunstflugdemonstrationen.

    Insgesamt beteiligten sich in diesem Jahr 18 Staaten an der militärischen Leistungsschau. Zu den Besuchern zählte auch der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis, der mittelfristig eine Erhöhung der Rüstungsausgaben seines Landes auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts versprach.

    Im vorigen Jahr hatte das Event wegen der Pandemie ohne Zuschauer stattgefunden, war aber im Fernsehen und im Internet übertragen worden.