Auto gerät zwischen zwei Züge – Lenkerin schwer verletzt

SDA/red.

23.2.2021 - 07:50

Die Kantonspolizei Zürich ist nach der Kollision eines Zuges mit einem Auto östlich von Winterthur im Einsatz. (Archivbild)
Bild: Keystone

Auf der SBB-Strecke östlich von Winterthur ist ein Auto zwischen zwei Zügen eingeklemmt worden. Die Lenkerin konnte mit schweren Verletzungen aus dem völlig zerstörten Fahrzeug geborgen werden. Die betroffene Bahnstrecke ist bis auf Weiteres gesperrt.

Zwischen Schottikon und Elgg östlich von Winterthur ist es am späten Montagabend gegen 22:30 Uhr auf der SBB-Strecke zu einem schweren Unfall zwischen einem Auto und zwei Zügen gekommen. Eine 41-jährige Autolenkerin wurde bei dem Unfall schwer verletzt.

Aus bisher noch ungeklärten Gründen geriet die Automobilistin auf die Bahngleise der SBB, wie Ralph Hirt, Sprecher der Kantonspolizei Zürich, auf Anfrage sagte. Dabei sei die Frau mit ihrem Fahrzeug zwischen zwei Züge der SBB geraten, die in entgegen gesetzter Richtung unterwegs waren. Das Auto wurde dabei völlig zerstört.

Die Frau musste von der Ambulanz mit schweren Verletzungen ins Spital gefahren werden. Rund 80 Zugpassagiere, die unverletzt blieben, wurden evakuiert. Sie wurden mit Bussen weiterbefördert, wie die SBB am frühen Dienstagmorgen mitteilten. Auch die beiden Lokführer blieben unverletzt.

Es waren laut «20 Minuten» mindestens 15 Fahrzeuge im Einsatz. Die Polizei hatte das Gebiet weiträumig abgeriegelt. Einen Bahnübergang gibt es an der Unfallstelle laut einem Bericht auf blick.ch nicht. Die Polizei klärt den Unfallhergang ab, wie Hirt der Keystone-SDA weiter sagte. Zwischen den zwei Zügen war nur rund 80 Zentimeter Platz.

Bahnverkehr eingeschränkt

Die SBB teilten ihrerseits mit, dass im Fernverkehr die Züge zwischen Zürich und Wil ausfallen. Weil die Platzkapazitäten in den Ersatzbussen beschränkt sind, raten die SBB von Reisen zwischen Winterthur und Wil während der Hauptverkehrszeit ab.

Die Dauer der Störung sei unbestimmt. Die SBB informieren über Umleitungen im Internet unter sbb.ch/railinfo. Auch der Güterverkehr wird umgeleitet.

Von der Kollision betroffen waren ein Interregio aus St. Gallen und ein Intercity aus Zürich. Beim Aufprall sprangen der erste Wagen respektive die Achse beim Aufprall aus den Gleisen. Die Kollision führte zu erheblichen Schäden an Zügen und Fahrbahn.

Noch in der Nacht haben die SBB damit begonnen, die Züge wieder aufzugleisen und die Fahrbahn zu reparieren. Aufgrund der nötigen Arbeiten bleibt die Strecke gesperrt. Wie lange der Unterbruch dauern wird, lasse sich noch nicht sagen, so eine SBB-Sprecherin.

Die Spurensicherung ist laut Hirt an der Arbeit. Die Polizei war in der Nacht dabei, die Unfallstelle zu räumen. Die Ost-West-Achse zwischen Zürich und St. Gallen gehört zu den stark befahrenen Verbindungen im schweizerischen Bahnverkehr.

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