Wenn Fussballer plötzlich zu Spielehelden oder Batman werden

Von Martin Abgottspon

24.8.2021

German Pezzella schlendert in Real Betis' neuster Fussballer-Präsentatin in typischer «GTA»-Manier durch Sevilla.
German Pezzella schlendert in Real Betis' neuster Fussballer-Präsentatin in typischer «GTA»-Manier durch Sevilla.
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Selbst die Präsentation von Lionel Messi in Paris war zuletzt nicht sonderlich spektakulär. Wie es cooler geht und man gleichzeitig einen viralen Hit landet, zeigen diese Beispiele.

Von Martin Abgottspon

24.8.2021

Die Transfers mögen noch so spektakulär sein, die Vorstellung neuer Fussballer ist es meistens nicht. Es gibt Sponsorentafeln, Spieler halten das neue Trikot in die Kamera und ab und an lassen sich die Superstars noch im leeren Stadion ablichten. Ein Standard-Prozedere.

Zum Glück gibt es aber auch vereinzelte Kreativ-Genies hinter den Kulissen, die sich für solche Präsentationen etwas mehr einfallen lassen. Gerne bedient man sich dabei bei anderen popkulturellen Themen oder veranstaltet gleich eine gigantische Magier-Show. Ein Blick auf einige Spieler-Vorstellungen, die in Erinnerung bleiben. 

«GTA» zum Ersten ...

Ein relativ junges Beispiel einer einfallsreichen Spielerpräsentation lieferte kürzlich der spanische Verein Real Betis. In einem Video liess man German Pezzella in bester «GTA»-Manier durch Sevilla schlendern. Der 30-Jährige dealt Wasserflaschen und rennt gegen Türen, genauso wie es auch im Spiel der Fall ist, wenn man die falschen Knöpfe drückt. Zum Schluss des Clips läuft Pezzella schliesslich im Stadion ein: «Mission passed». Die Parodie, die auch mit spieltypischen Elementen unterlegt ist, wurde innert kürzester Zeit zum viralen Hit. Mehr als zwei Millionen Mal wurde das Video schon angeschaut und löst nicht nur bei Gamern gute Laune aus.

... und «GTA» zum Zweiten

Es wird bereits gemunkelt, dass Real Betis die «GTA»-Idee lediglich etwas weiterentwickelt hat. Denn schon der polnische Verein Wisla Plock hat einen Neuzugang im Mai auf ähnliche Art und Weise inszeniert. In diesem Beispiel agiert der Fussballer sogar noch etwas spieleauthentischer, indem er kurzerhand einen Autofahrer aus dem Wagen zerrt und sich mit dem gestohlenen Fahrzeug in Richtung Stadion aufmacht.  

Dieser Batman-Auftritt lag auf der Hand

Neben Videospielen werden ab und zu auch andere Formen aus der Unterhaltungsindustrie gerne für eine kreative Präsentation herangezogen. Im Fall von Michy Batshuayis Wechsel zu Besiktas Istanbul lag ein «Batman»-Video quasi auf der Hand. Denn wer schon den Übernamen «Batman» trägt, soll auch entsprechend heldenhaft angekündigt werden.

Ganz viel Japan zu Ehren von Takashi Inui

Die Kreativ-Abteilung glänzt immer wieder, wenn es um unvergessliche Spielerpräsentationen geht. So wurde etwa auch der Japaner Takashi Inui mit einem Videoclip begrüsst, der sein Heimatland popkulturell perfekt in Szene setzt. Neben einem Drachen aus dem Anime Dragon Ball sind so unter anderem auch Mario und Luigi und eine Figur aus dem Comic Doraemon zu sehen.

Abrakadabra – Hier ist Santi Cazorla

Der spanische Klub FC Villarreal bastelte für die Präsentation von Santi Cazorla nicht an einem aufwändigen Video, dafür veranstalte man gleich eine gigantische Zaubershow. Eine leere Glasröhre wurde zu diesem Zweck im Stadion aufgebaut, aus welcher später unter viel Rauch und Fanfaren der spanische Internationale kletterte.

Alexa weiss einfach alles

Neue Technologien können ebenso für eine fantasievolle Präsentation eingesetzt werden. Ein gutes Beispiel dafür lieferte der FC Nantes ab als man Amazons Alexa in Szene setzte. Auf die Frage, wer denn die neuste Verpflichtung des Vereins ist, gibt die Sprachassistentin alle relevanten Details zum Brasilianer Fabio zum Besten.

Inlers tierische Ankunft in Napoli

Weniger aufwändig und trotzdem vor allem für Schweizer unvergesslich bleibt der Transfer von Gökhan Inler zu Napoli. Die Italiener verpassten dem Mittelfeldspieler damals eine Löwenmaske, die er bei der Pressekonferenz dann abzog. Warum genau eine Löwenmaske weiss niemand so genau und warum man dies ausgerechnet bei Inler machte auch nicht. In Erinnerung bleibt die Aktion trotzdem.