Kriechmayr verhindert Feuz' vierten Lauberhorn-Sieg – Janka stürzt bei Dernière

Redaktion blue

15.1.2022

«Auch ein müder Feuz kann die Skis noch gehen lassen»

«Auch ein müder Feuz kann die Skis noch gehen lassen»

Beat Feuz wird in der Lauberhorn-Abfahrt hinter dem Österreicher Vincent Kriechmayr Zweiter, Marco Odermatt starker Vierter. Weniger gut läuft es Carlo Janka im letzten Rennen seiner Karriere. Das sagen die drei Ski-Cracks im Interview.

15.01.2022

Beat Feuz verpasst seinen vierten Sieg in der Lauberhorn-Abfahrt knapp. Der Emmentaler wird hinter dem Österreicher Vincent Kriechmayr Zweiter.

Redaktion blue

15.1.2022

Feuz war 34 Hundertstel zu langsam, um alleiniger Abfahrts-Rekordsieger zu werden. Seine Fahrt war gut, aber längst nicht perfekt. Trotzdem reichte es in der sechsten Abfahrt des Winters zum vierten Podestplatz. Feuz selber ahnte es schon kurz nach dem Abschwingen im Ziel, dass es nicht zum Sieg reichen würde. Ihm war der eine oder andere Fehler zu viel unterlaufen.

Eine weitere ausgezeichnete Leistung lieferte auch Marco Odermatt ab. Der in der Weltcup-Gesamtwertung deutlich führende Nidwaldner wurde Vierter hinter dem Italiener Dominik Paris, der sich die Leader-Position im Disziplinen-Klassement wieder zurückholte. Zum neuerlichen Platz auf dem Podest fehlten dem Zweiten des Vortages zwei Hundertstel. Stefan Rogentin steigerte mit Rang 8 sein Bestergebnis in einer Weltcup-Abfahrt um fünf Plätze.

Dass sich Feuz ausgerechnet Kriechmayr geschlagen geben musste, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Der Oberösterreicher konnte in den beiden Abfahrten nur mit einer Sonderbewilligung starten, nachdem er wegen einer Infizierung mit dem Coronavirus die beiden Trainings am Dienstag und Mittwoch verpasst hatte. Kriechmayr gewann den Klassiker am Lauberhorn zum zweiten Mal. Vor drei Jahren hatte er ebenfalls vor Feuz triumphiert.

Aleksander Kilde, am Freitag Gewinner der Abfahrt auf verkürzter Strecke, musste sich mit Platz 7 begnügen.

Jankas missglückte Dernière

Sogar eine vordere Platzierung schien für den 35-Jährigen zum Abschied noch möglich nach dem guten Start. Allerdings kam Janka vor dem Hundschopf vollkommen von der Linie ab. Im Mittelteil landete er sogar im Schnee, stand aber wieder auf und liess sich im Ziel zurecht vom Publikum feiern.

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