Berrettini: «Federer ist wie Jordan, Nadal wie LeBron und Djokovic wie Kobe»

lbe

7.1.2021 - 10:57

In Wimbledon 2019 liess Federer seinem Bewunderer Berrettini im Direktduell keine Chance.
In Wimbledon 2019 liess Federer seinem Bewunderer Berrettini im Direktduell keine Chance.
Bild: Keystone

Matteo Berrettini, die aktuelle Weltnummer zehn der ATP-Weltrangliste, bezeichnet sich selbst als grossen Basketball-Fan. In einem Interview vergleicht er seine Vorbilder aus beiden Sportarten – und untermauert seine Bewunderung.

2019 ist das Jahr des grossen Aufstiegs des Matteo Berrettini. Zu Beginn der Saison in der Weltrangliste noch ausserhalb der besten 50 klassiert, eilt der Italiener von Sieg zu Sieg und stösst bis zum Jahresende in die Top Ten vor. Dann gerät der steile Aufstieg allerdings ins Stocken. In der abgelaufenen Saison kann Berrettini insgesamt nur neun Siege einfahren – auch bedingt durch Verletzungen sowie die Corona-Pandemie.

Immerhin profitiert Berrettini vom eingefrorenen Punktesystem der ATP, ein Absturz in der Weltrangliste bleibt ihm dank der starken Leistungen 2019 erspart. Mit nur 15 bestrittenen Partien in der gesamten letzten Saison überwintert der 24-Jährige dennoch als amtierende Weltnummer zehn – und will in der angebrochenen Saison wieder voll angreifen.

In einem Interview mit «La Stampa» blickt Berrettini auf die kommende Saison, in der er insbesondere an der Spitze mehr Abwechslung und Ausgeglichenheit erwartet, als es die «Big Three» zuletzt zuliessen. «Wir werden mehr Gleichgewicht sehen», ist der Römer überzeugt und fügt an: «Sie (Djokovic, Nadal, Federer) haben bei den Grand Slams noch etwas voraus, aber die anderen kommen näher.»

Wer ist der LeBron James im Tennis?

Dabei denkt Berrettini aber in erster Linie nicht an sich selbst. «Thiem ist befreit und Medvedev hat mich beeindruckt, als wir in London trainiert haben. Er könnte der nächste sein, der einen Grand Slam gewinnt. Aber viele sind nahe gekommen.»

Unabhängig davon ist Berrettinis Bewunderung für das Trio nach wie vor gross. So gross, dass er die Dominatoren der Szene mit drei der grössten Basketballlegenden vergleicht. Aber wer ist wer? Berrettini klärt auf: «Der LeBron im Tennis? Nadal! In Bezug auf die Körperlichkeit und wie sie beide sehr jung explodierten. Djokovic erinnert mich an Kobe Bryant, weil er in schwierigen Situationen so kühl bleibt. Und Federer würde ich mit Michael Jordan vergleichen.» Der Römer ist überzeugt, Federers Vermächtnis sei genauso gross wie jenes von Jordan.

Für Berrettini bestehen auch keine Zweifel, dass der Baselbieter sein Vermächtnis schon bald weiter ausbauen wird. «Ich weiss, dass er trainiert. Ich denke, er wird so schnell wie möglich zurück sein», verrät die aktuelle Weltnummer 10 und fügt an: «Er hat viele Male gezeigt, dass es bei seiner Rückkehr so ist, als hätte er nie aufgehört.»



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