Auto-FlopsDiese Autos wollten alles und scheiterten grandios
Nueket Prosupo
22.5.2026
9:03
Die grössten Auto-Flops
Sie sollten Erfolg bringen und sind damit krachend gescheitert. Das sind die grössten fünf Automisserfolge der GO! Redaktion.
Vom Premium-Jaguar bis zum Tesla-Zukunftstraum: Manche Autos starten mit riesigen Erwartungen – und landen hart auf dem Boden der Realität. Die GO-Redaktion zeigt die grössten Flops der letzten Jahre.
22.05.2026, 07:00
Nueket Prosupo
Ein Jaguar mit falscher DNA, ein Volkswagen, der zu viel wollte, und ein Tesla, der polarisiert: Diese fünf Modelle zeigen, wie schnell grosse Ideen in der Autoindustrie scheitern können.
Platz 5: Jaguar X-Type – Premium mit falscher DNA
Er sollte Jaguar retten – und wurde zum Problemfall. Der X-Type sollte das leisten, was der 3er für BMW ist: Volumen bringen, neue Kunden gewinnen, Geld verdienen.
Doch daraus wurde nichts. 100’000 Fahrzeuge pro Jahr waren geplant – am Ende waren es nicht einmal halb so viele.
Der Jaguar X-Type floppte. Es wurden nur halb so oft verkauft, wie geplant.
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Der Hauptgrund: die Technik. Unter dem Blech steckte zu viel Ford Mondeo. Trotz Anpassungen blieb der Eindruck: kein echter Jaguar.
Dazu kam ein unglücklicher Mix aus Preis und Fahrverhalten – zu teuer für das Gebotene, zu schwach gegen die deutsche Konkurrenz. Und optisch? Für junge Käufer schlicht zu altmodisch. Der Flop hatte Folgen: 2008 verkaufte Ford Jaguar an Tata Motors.
Platz 4: Peugeot 1007 – Gute Idee, schlechte Umsetzung
Die Idee war clever: ein Stadtauto mit elektrischen Schiebetüren, perfekt für enge Parklücken.
Die Idee war gut, die Ausführung mangelhaft. Der Peugeot 1007 verschwand schnell wieder.
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Die Realität war ernüchternd. Die Türen waren langsam, anfällig – und machten das Auto schlicht zu teuer. Dazu kam das hohe Gewicht. Der kleine Peugeot wirkte träge, die schwachen Motoren waren überfordert.
Das Resultat: Statt der geplanten 120’000 Fahrzeuge pro Jahr verkaufte sich der 1007 extrem schleppend – und verschwand schnell wieder vom Markt.
Platz 3: Renault Avantime – Zu speziell für den Markt
Ein Van? Ein Coupé? Der Avantime war beides – und genau das wurde ihm zum Verhängnis.
Mit riesigen Türen, luftiger Glasarchitektur und aussergewöhnlichem Raumgefühl war er seiner Zeit voraus. Die Kunden waren vom Konzept eher überfordert als begeistert.
Der Renault Avantime war die Antwort auf etwas, wonach niemand gefragt hat.
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Wer Platz wollte, kaufte einen Van. Wer Stil wollte, ein Coupé. Der Avantime fiel zwischen alle Stühle. Nach nur zwei Jahren und weniger als 9’000 Exemplaren war Schluss.
Platz 2: Volkswagen Phaeton – Zu gut für sein eigenes Image
Technisch war der Phaeton ein Meisterwerk. Luftfahrwerk, extreme Dämmung, High-End-Verarbeitung – gebaut auf Wunsch von Ferdinand Piëch.
Doch die Kunden stellten eine einfache Frage: Warum so viel Geld für einen Volkswagen zahlen?
Die Plattform war so gut, dass sie von Bentley verwendet wurde. Den VW-Kunden war der Phaeton aber zu teuer.
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Der Phaeton war zu nah am Passat – zumindest optisch. Und genau das wurde ihm zum Verhängnis. Die Verkaufszahlen blieben weit hinter den Erwartungen zurück. Nur in China fand er grössere Nachfrage.
Ironie der Geschichte: Die Plattform war so gut, dass sie bei Bentley weiterverwendet wurde.
Platz 1: Tesla Cybertruck – Der moderne Problemfall
Der Cybertruck ist der jüngste Flop – und vielleicht der spektakulärste.
Ein Edelstahl-Koloss mit radikalem Design, futuristischer Technik und riesigen Versprechen. Doch genau daran scheitert er. Der Cybertruck polarisiert, enttäuscht und provoziert.
Der Tesla Cybertruck ist das wohl umstrittenste Auto der Neuzeit.
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Zu wenig Reichweite, höherer Preis als angekündigt und Qualitätsprobleme sorgen für Kritik. Dazu kommt das extreme Design, das viele abschreckt.
Doch das grösste Problem sitzt ausserhalb des Autos: Elon Musk. Seine politischen Eskapaden haben dem Image massiv geschadet. Der Cybertruck wurde zum Symbol – und verlor damit viele potenzielle Käufer.
Der Cybertruck erntete viel Kritik, unter anderem wegen der schlechten Qualität.
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Statt der geplanten 250’000 Fahrzeuge pro Jahr werden aktuell nur Bruchteile davon verkauft.
Fazit: Gute Ideen reichen nicht
Ob falsche Positionierung, zu viel Experiment oder schlicht ein schlechtes Timing – diese Autos zeigen: Selbst grosse Namen und starke Technik garantieren keinen Erfolg.
Am Ende entscheidet nicht die Vision – sondern der Markt.
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