Sommerreifen-TestHände weg von Doublecoin und Syron – Der TCS-Reifentest 2025
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23.3.2025
7:20
Hände weg von Doublecoin!
Der aktuelle TCS Sommerreifentest zeigt: Die Unterschiede in der Fahrsicherheit waren selten so gross. Während Topmodelle mit exzellentem Grip und Präzision überzeugen, fällt der Doublecoin DC-100 völlig durch. Mehr Details zum Test gibt es im Video.
Der TCS Sommerreifentest zeigt massive Sicherheitsunterschiede. Während Top- Modelle mit starkem Grip überzeugen, scheitert der Doublecoin und Syron.
Reifen sind rund und schwarz – doch die Unterschiede zwischen guten und schlechten Modellen sind enorm.
TCS Reifen-Experte Reto Blättler weiss, welche Reifen etwas taugen und von welchen man lieber die Finger lassen sollte.
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Das zeigt der TCS Reifentest 2025, bei dem 17 Sommerreifen der Dimension 225 40 R18 92Y getestet wurden.
Grosse Unterschiede zwischen den Modellen
Reto Blättler, Reifenexperte beim TCS, zeigt sich überrascht über die teils massiven Differenzen:
«Bei dieser sportlichen Dimension haben wir nicht mit so grossen Unterschieden gerechnet.»
Die gute Nachricht: 11 Modelle schnitten mit «sehr empfehlenswert» ab, vier wurden als «empfehlenswert» eingestuft.
Ein Reifen erhielt ein «bedingt empfehlenswert», während ein Modell als «nicht empfehlenswert» gilt – ein klarer Warnhinweis für Autofahrer.
Doublecoin – ein Sicherheitsrisiko
Der Doublecoin-Reifen fiel besonders negativ auf.
Zwar hat er eine gute Umweltbilanz, doch in den sicherheitsrelevanten Disziplinen versagte er völlig.
Der chinesische Doublecoin fällt im Test komplett durch, von ihm rät der TCS ab.
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«Der Doublecoin ist auf trockener wie auf nasser Fahrbahn sicherheitsbedenklich. Auf trockener Fahrbahn, vor allem wenn er warm wird, wird er instabil und elastisch. Das heisst, wenn man den Lenkbefehl gibt, gibt die Richtung erst verzögert an», so Blättler.
Noch problematischer ist der Bremsweg auf nasser Fahrbahn:
Ein Unfall mit dem Doublecoin kann tödliche Folgen haben.
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«Vom Besten zum Schlechtesten, also vom Continental, der beim Bremsweg gewonnen hat, zum Doublecoin beträgt die Bremsweg-Differenz 17 Meter. Das heisst, dort, wo ich mit dem Conti stehe, fahre ich mit dem Doublecoin noch mit knapp 50 km/h in den Fussgänger. Das gibt schwere Verletzungen oder ist sogar tödlich.»
Syron – ebenfalls keine Empfehlung
Nur knapp besser als der Doublecoin schnitt der Syron ab. Auch er fällt im Sicherheitsbereich durch.
«Der Syron hat vor allem auf trockener Fahrbahn keine guten Testresultate geholt und das ist auch der Grund, wieso er auf ein ‹bedingt empfehlenswert› abgewertet wurde», erklärt der TCS-Experte.
Auch der chinesische Budget-Reifen Syron kann der TCS nicht weiterempfehlen.
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Sein Rat ist klar: «Unbekannte Marken wie Doublecoin und Syron sollte man meiden. Wenn man sie nicht kennt und die Testresultate nicht weiss, lässt man besser die Finger davon.»
Gute Reifen aus China
Doch nicht alle chinesischen Reifen sind schlecht. Einige Hersteller entwickeln ihre Produkte gezielt für den europäischen Markt und verbessern sich stetig.
«Es gibt auch China-Hersteller, die gute Reifen für den europäischen Markt produzieren. Dazu gehört zum Beispiel Maxxis. Diese Marke hat bei uns im Test auch schon ‹empfehlenswert› oder ‹sehr empfehlenswert› geholt.»
Die Sieger – Premium und Quality-Produkte vorn
Wie zu erwarten, schneiden die grossen Marken am besten ab. Dazu gehören die Marken Continental, Bridgestone, Michelin, Goodyear, Dunlop, Vredestein, Yokohama, Firestone, Falken, Toyo und Nexen.
Diese 11 Reifen kann der TCS weiterempfehlen. Dazu gehören Premium- und Quality-Produkte.
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«Bei den 11 sehr empfehlenswerten sind die Unterschiede extrem klein. Der Conti und der Reifen von Bridgestone sind die zwei ersten Reifen, die in der Fahrsicherheit ein ‹sehr gut› bekommen haben. Das haben wir im Reifentest noch nie gesehen», erklärt Blättler.
Die sogenannten Quality-Produkte von Vredestein, Yokohama, Firestone, Falken, Toyo und Nexen schnitten ebenfalls mit guten Noten ab.
«Der Unterschied von Premium- zu den Quality-Produkten wie Falken oder Nexen ist bei der Fahrsicherheit nur ganz klein, bei der Umweltbilanz ist er etwas grösser. Premiumhersteller haben den Kompromiss zwischen Sicherheit und Umwelt besser im Griff.»
Sie gehören häufig aber zu den teureren Reifen.
Preis – nicht immer ein Qualitätsmerkmal
Der Preis allein ist aber kein sicheres Indiz für Qualität. Es gibt günstigere Alternativen mit guten Ergebnissen.
«Wenn man zum Beispiel ein Quality-Produkt anschaut, wie Falken oder Nexen, kommen sie dem Preis vom Doublecoin sehr nahe und haben bei uns auch schon mit ‹sehr empfehlenswert› abgeschnitten.»
Tipps für den Reifenkauf
Um sicherzugehen, dass man einen guten Reifen kauft, gibt es einen einfachen Trick:
«Kennt man diese Namen überhaupt? Wenn man die Marke nicht kennt und sie nicht von einem Schweizer Händler vertrieben wird, würde ich die Finger davon lassen.»
Das gilt besonders für den Onlinekauf. Zwar lassen sich dort Schnäppchen machen, doch nicht alle Reifen entsprechen den Schweizer Standards.
Online kann man Schnäppchen machen. Das empfiehlt der TCS-Experte aber nur, wenn man sich auskennt.
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«Wenn man technisch versiert ist und genau weiss, was man braucht, kann man online einen Pneu bestellen. Wenn man aber unsicher ist und die Verantwortung lieber dem Profi überlässt, der weiss, was er macht, sollte man in die Garage», empfiehlt Blättler.
Beim Fachhändler ist man auf der sicheren Seite, denn hier werden nur Reifen verkauft, die in Tests überzeugen. Weitere Infos zum TCS-Reifentest gibt es hier.
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