Cyndie testetHyundai Ioniq 5 N: Ein Regelbrecher auf vier Rädern
GO!
14.2.2025
13:47
Hyundai Ioniq 5N – Elektro, aber anders
Der Hyundai Ioniq 5 N zweifelt vieles an, was wir bei E-Autos als Norm sehen. Der Koreaner schafft sich als Sport-E-Auto seine eigene Nische und pfeift auf Regeln. Wo das funktioniert und wo nicht, das erklärt Cyndie im Test.
Das Elektroauto Ioniq 5 N will mehr als nur schnell beschleunigen und pfeift auf viele Regeln. Wie Hyundai das E-Auto anders interpretiert als alle anderen, erklärt Cyndie.
«Das ist hier der Ioniq 5 N…wahu…schon geil,» stellt Cyndie den Sportstromer vor.
Mit dem Sportstromer Hyundai Ioniq 5 N zieht es Cyndie auf die Rennstrecke.
GO!
Mit diesem Fahrzeug hat sich Hyundai vorgenommen, die Regeln der Elektromobilität zu brechen.
Leistung, die überrascht
Mit gewaltigen 478 Kilowatt (mit Overboost) sprintet der Ioniq 5 N in gerade einmal 3,5 Sekunden von null auf 100 km/h.
«Man hat hier ein Auto, das knapp unter 80’000 Franken kostet und beschleunigt unter vier Sekunden von null auf hundert», so Cyndie.
Der Hyundai Ioniq 5 N beschleunigt in 3.5 Sekunden von 0-100 km/h.
GO!
Dieser Wert bringt ihn auf Augenhöhe mit Fahrzeugen wie dem Lamborghini Urus S, der mehr als dreimal so teuer ist.
Agilität trotz Gewicht
Der Ioniq 5 N zeigt ausserdem, dass Elektroautos nicht nur schnell, sondern auch agil sein können.
Cyndie betont: «Geradeaus funktioniert ein Elektroauto gut, aber sobald eine Kurve kommt, ist der Spass dann auch vorbei. Mal kucken, ob dieses Auto hier diese Regel bricht.»
Das Gewicht von 2.3 Tonnen ist in den Kurven zwar spürbar, das straffe Fahrwerk versteckt die Kilos aber geschickt.
GO!
Tatsächlich beeindruckt der Hyundai in den Kurven, auch wenn sein Gewicht von 2,3 Tonnen spürbar bleibt.
«2.3 Tonnen zu bremsen ist einfach wirklich hart», merkt Cyndie an. Doch das straffe Fahrwerk versteckt die Kilos geschickt, auch wenn sie nicht ganz verschwinden.
Technik, die begeistert
Besonders innovativ ist der anpassbare Antrieb.
«Ich kann einstellen, wie ich die Kraftverteilung möchte: ein bisschen mehr nach hinten, damit ich die Kraft besser dosieren kann», so Cyndie.
Diese Möglichkeit, das Fahrverhalten zu individualisieren, unterscheidet den Ioniq 5 N von vielen anderen E-Autos.
Besonders begeistert ist Cyndie von den künstlichen Gängen vom Hyundai Ioniq 5 N.
GO!
Ein weiteres Highlight ist die Simulation eines Schaltgetriebes inklusive Motorengeräusch.
«Leute, ich habe Gänge! Gefakt, aber sie sind da. Wenn ich hochschalte, macht es «Wroomm». Es bringt mir nix, aber es bringt mir Freude», sagt Cyndie lachend.
Alltagstauglichkeit mit Einschränkungen
Wie bei vielen Sportwagen geht die Dynamik des Ioniq 5 N auf Kosten der Alltagstauglichkeit.
Die Reichweite liegt bei maximal 448 Kilometern (WLTP), realistisch sind bei normalen Temperaturen eher 400 Kilometer.
Die extreme Leistung fordert seine Tribute: Die reale Reichweite liegt bei ca. 400 km.
GO!
«Für ein 80’000-Franken-Elektroauto ist das nicht viel», meint Cyndie.
Auch das straffe Fahrwerk, das für die sportliche Performance sorgt, zeigt im Alltag seine Schwächen.
«Bei Bodenwellen wird es schon ein bisschen unbequem», so Cyndie weiter. Dennoch überwiegt der Spassfaktor.
Ein Fazit mit «Wow»
Cyndie bringt es auf den Punkt: «Die Leistung, die du kriegst, und das Verhalten von dem Auto für unter 80’000 Franken, das ist schon Weltklasse.»
Hyundai beweist mit dem Ioniq 5 N, dass Elektromobilität nicht langweilig sein muss.
Für Cyndie steht beim Hyundai Ioniq 5 N klar der Spass im Vordergrund. Diese Versprechen löst er aber auch ein.
GO!
Ein Sportwagen, der bezahlbar ist und die Emotionen eines Verbrenners einfängt – Hyundai hat mit diesem Fahrzeug ein echtes Statement gesetzt.
Ist der Ioniq 5 N perfekt? Sicher nicht. Doch wer bereit ist, kleine Abstriche bei Reichweite und Komfort zu machen, erhält einen Elektro-Sportwagen, der in seiner Klasse neue Massstäbe setzt.
GO! Das Schweizer Mobilitätsmagazin
Ob auf vier oder zwei Rädern, ob auf der Strasse oder der Schiene, «GO!» berichtet darüber, was die Schweiz bewegt.
Bei der E-Mobilität verliert Europa den Anschluss und wird nach und nach von China überrollt. GO! hat einen Experten gefragt, ob für die Deutsche-Autoindustrie überhaupt noch eine Chance besteht.
03.03.2026
Die grössten Auto-Flops
Sie sollten Erfolg bringen und sind damit krachend gescheitert. Das sind die grössten fünf Automisserfolge der GO! Redaktion.
30.04.2026
E-Auto sind nicht immer leiser
Sind E-Autos wirklich leiser? Diese Frage hat sich der TCS und die Empa gestellt. In einer Studie haben sie herausgefunden: So pauschal stimmt das nicht. Wieso E-Mobilität trotzdem zu mehr Lebensqualität, vor allem in den Städten verhelfen kann, erklärt der Experte im Video.
30.04.2026
Retro, aber richtig: Renault 4 E-Tech electric
Renault zeigt mit dem Renault 4 E-Tech electric, dem Renault 5 und dem Twingo, dass die Marke das kompakte Elektroauto, den Elektro-Kleinwagen und das E-Auto für Europa besser verstanden hat als die meisten anderen Hersteller. Was hinter diesem Konzept steckt, zeigt Cyndie Allemann im Renault 4 E-Tech
28.04.2026
UHP - Sportreifen ohne Nachteile?
UHP-Reifen versprechen mehr Präzision, Grip und Stabilität als klassische Sommerreifen. Doch wie gross ist der Unterschied im Alltag? Cyndie Allemann testet den sportlichsten UHP Reifen, den Continental SportContact 7 auf Strasse und Rennstrecke und zeigt, für wen ein UHP-Sommerreifen Sinn macht – und welche Kompromisse es gegenüber einem herkömmlichen Sommerreifen gibt.
20.04.2026
Was wird aus Opel?
Im Jahr 2025 ist es schwer zu glauben, aber Opel war jahrelang die erfolgreichste Marke der Schweiz. Das ist aber lange vorbei. Wir schauen zurück, wie es so weit kommen konnte und warum Opel selbst keine Schuld am Niedergang trägt. Anhand des SUVs Grandland X mit Allradantrieb und Elektroantrieb erklären wir, wie die Fahrzeuge sind, seit Opel zu Stellantis gehört.