AutotestJAC E30X - Der günstige City-Stromer auf Testfahrt
Nueket Prosupo
28.11.2025
Der JAC E30X ist ein Elektro-Stadtauto für unter 23’000 Franken.
GO!
Ich habe einen Geheimtipp für die Stadt und bin mit ihm auf Testfahrt. Der JAC E30X verzichtet auf Show, aber nicht auf Substanz. Für unter 23'000 Franken gibt es ein Elektroauto mit Sitzkühlung, Glasdach und Wärmepumpe.
Beim Einsteigen merke ich sofort: Der JAC E30X ist kein Poser. Der Innenraum ist einfach und trotz kleinem Auto überraschend luftig. Die Materialien sind eher robust, dort, wo mein Arm aufliegt, ist es aber schön weich.
Perfekt für die Stadt
Als ich den kleinen Stromer auf der engen Quartierstrasse starte und lautlos davon rolle, bleibt die Nachbarskatze gelassen sitzen. Die Bedrohung, die vom E30X ausgeht, scheint überschaubar.
Der E30X ist etwas über vier Meter lang und ca. 1.80 Meter breit.
JAC
Das hat vielleicht auch mit seinem putzigen Aussehen zu tun. Die runden Lichter und die knuffige Front verleihen ihm kein grimmiges E-Autogesicht, sondern einen sympathischen Charakter.
Schon nach den ersten Metern zeigt sich, wie handlich der E30X ist. Das knapp über vier Meter lange und nicht ganz 1,80 Meter breite Auto lässt sich problemlos durch die engen Gassen der Schweizer Altstädte manövrieren.
Durch seine kompakte Grösse passt der E30X auch in kleine Parklücken.
JAC
Mit einem Wendekreis von 9,9 Metern hat er auch auf knapp bemessenen Supermarkt-Parkplätzen keine Mühe und ist in einem Zug einparkiert.
Für die Stadt sind das perfekte Eigenschaften.
Gemütlich – und wenn’s sein muss, auch flott
Auf dem Weg raus aus der 30er- und 50er-Zonen der Stadt trete ich das Strompedal mal richtig durch. Keine Sportwagen-Explosion, aber ein spürbarer Schub: Von 0-100 km/h geht es in 7.8 Sekunden.
Und sind wir ehrlich, mehr brauchen wir bei diesem Auto wirklich nicht. Mit seinen 100 kW ist der E30X für sein Einsatzgebiet nicht über- aber auch nicht untermotorisiert.
Überraschend viel Auto fürs Geld
Über meinen Erwartungen liegt der Stadt-Stromer bei der Ausstattung.
Denn innen finde ich Features, die ich sonst nur aus der Mittel- oder Oberklasse kenne: Sitzkühlung, gekühlte Mittelkonsole, Glasdach und eine Wärmepumpe – alles ist dabei, ganz ohne aufpreispflichtige Zusatzpakete. Hier zahle ich nicht mal die Farbe extra.
Das Infotainment ist simpel und lässt sich per Kabel mit dem Handy verbinden.
JAC
Nicht nur die Preisgestaltung bei JAC ist einfach, auch das Infotainment ist simpel und beschränkt sich auf die wichtigsten Funktionen.
Ein Navi zum Beispiel suche ich vergebens. Denn JAC setzt eher auf die Verbindung mit dem Handy. Das funktioniert kabellos und lässt sich einfach und unkompliziert einrichten. Schlussendlich habe ich damit Apps wie Google Maps oder Spotify im Auto auf dem Bildschirm.
Wer ohne Navi, aber nicht ohne Radio fahren kann, dem reicht auch das DAB+ , das mit an Bord ist.
Die Klimaanlage lässt sich über die Knöpfe am Lenkrad steuern.
JAC
Was mir bei der Bedienung besonders gefällt: Die wichtigsten Funktionen, wie die Klimaanlage, lassen sich über die echten Knöpfe am Lenkrad steuern.
Im heutigen Touch-Wahn ist das gerade bei günstigen Modellen eine schöne Überraschung, von der sich auch teure Marken noch etwas abschauen könnten.
Klein, aber praktisch
Auch ein kurzer Platz-Check darf auf meiner Testfahrt nicht fehlen. Ich schiebe den Vordersitz ganz nach hinten und nehme auf der Rückbank Platz.
Hier sitzen zwei Erwachsene selbst mit grossem Fahrer noch erstaunlich bequem. Knie und Kopf haben noch Luft, trotz der Kompaktheit des Autos.
Der Kofferraum bietet genug Platz für Gepäck für 2 Personen.
JAC
In den Kofferraum packe ich meinen Rucksack und eine grosse Einkaufstüte und damit habe ich noch nicht mal die Hälfte der 310 Liter gefüllt. Für den Alltag ist die Grösse also mehr als ausreichend.
Reichweite im Alltag
Auf dem Heimweg stellt sich eigentlich nur noch die Frage der Reichweite. Die ist beim E30X laut WLTP-Messwert bei 374 Kilometer. Im Stadtverkehr, ohne zu hetzen und bei sommerlichen Temperaturen, hatte ich einen Verbrauch von ca. 15 kWh/100 km, damit komme ich realistisch auf 345 km. Für ein E-Auto von diesem Format ist das gut.
Bei sommerlichen Temperaturen ist eine Reichweite von 345 km realistisch.
JAC
Zurück am Ausgangspunkt stecke ich den E30X an der Ladesäule an. Schliesslich soll auch der nächste Testfahrer eine volle Batterie bekommen. Wäre sie fast leer, könnte er an der Schnellladesäule in 30 Minuten wieder 80 Prozent Akku laden. An der Wallbox dauert’s gut fünf Stunden.
Mein Fazit nach der Fahrt
Mit der Tür, die ins Schloss fällt, steht auch mein Fazit fest: Für 22’989 Franken bekomme ich ein funktionales, effizientes und überraschend gut ausgestattetes Elektroauto.
Der JAC E30X überzeugt als günstiges kleines Stadtauto.
JAC
Und er passt perfekt zum ursprünglichen Nachhaltigkeitsgedanken der Elektromobilität: Er braucht nicht viel Platz, nicht viele Ressourcen – und nicht viel Strom.
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