ElektromobilitätMega Charger: Die Revolution für den Schwerverkehr
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13.12.2024
9:36
Laden mit 1 MW - Die Revolution im Schwerverkehr
E-LKW in Rekordzeit aufladen – das ist nur mit einem revolutionären Ladesystem möglich, das es bisher in dieser Form noch nie gegeben hat. GO! hat das Pilotprojekt rund um den Megawatt Charger genauer angeschaut.
E-LKW blitzschnell aufladen – das ermöglicht ein neues, revolutionäres Ladesystem. GO! hat das Pilotprojekt des Mega Chargers genauer angeschaut.
Auf den ersten Blick wirkt er unscheinbar, fast schon gewöhnlich: ein Container auf dem Gelände der Galliker Transport AG, einem der grössten Spediteure der Schweiz.
Der Mega Charger kann in Zukunft mit bis zu 2 MW laden.
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Doch was sich in diesem Container verbirgt, könnte den Schwerverkehr revolutionieren. Es ist der sogenannte Mega Charger, ein innovatives Schnellladesystem für Elektro-Lastwagen, das Galliker in Kooperation mit der Firma Designwerk testet.
Peter Galliker: «Der Mega Charger ist für uns ganz wichtig. Damit können wir nach einer Tour sehr schnell laden und direkt zur nächsten starten.»
Die bisherige Technologie
Der aktuelle Ladestandard mit einer maximalen Leistung von 400 kW ist für die Langstrecken-Elektromobilität in der Transportbranche zu langsam.
In Altishofen hat Galliker Transport bereits eine grosse Ladeinfrastruktur, diese ist jedoch auf 400 kW beschränkt.
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Thomas Müller, Leiter Infrastruktur bei Galliker, erklärt: «Bis Ende Jahr sollte das Megawatt-Charging möglich sein. Das heisst, dass man mit einem Megawatt laden kann und innerhalb der Mittagspause eine volle Ladung hat.»
Eine neue Technologie
Die Technologie für solch hohe Ladeleistungen wird von Designwerk Technologies AG in Unterstützung vom Bundesamt für Energie entwickelt.
Thorben Maier, Leiter Vertrieb bei Designwerk, erklärt, warum solche Ladeleistungen notwendig sind: «PKWs haben ca. 80-100 kWh Speicher und sind in 20-30 Minuten aufgeladen. Bei LKWs sprechen wir von 600-800 kWh, dafür reichen 300-400 kW nicht aus.»
Für den Megacharger muss ein neuer Stecker genormt werden, den es bisher noch gar nicht gab.
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Damit die Ladeleistung von einem Megawatt und in Zukunft sogar 2 Megawatt erreicht werden kann, entwickelt Designwerk ein neues System mit einem speziellen Mega-Charging-Stecker, der gekühlt werden muss, um die entstehende Wärme abzuführen.
Ein Puffer mit Second-Life-Batterien
Um den Energiebedarf für den Mega Charger zu decken, hat Designwerk ein Batteriepuffer-System entwickelt, das bis zu 2 MWh speichern kann.
Der Megacharger kann bis zu 2 MWh speichern, so braucht es weniger grosse und damit auch weniger teure Zuleitungen.
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«Wir verwenden Secondlife-Batterien, die nach 6-8 Jahren im Fahrzeug noch 70-80 % Restkapazität besitzen und als stationäre Speicher weitergenutzt werden können,» erklärt Thorben Maier.
Ein Blick in die Zukunft
Der Mega Charger soll bis Ende Jahr eine Ladeleistung von 1 MW erreichen und in zwei Jahren dann 2 MW – vorausgesetzt, dass die entsprechenden LKWs mit kompatiblen Anschlüssen bereitstehen.
Momentan gibt es noch keinen Lastwagen auf dem Markt, der den neuen leistungsfähigen Anschluss an Bord hat.
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Thorben Maier: «Es gibt noch gar nicht die Fahrzeuge, die den Megawatt-Charging-Stecker verbaut haben. Bis das Fahrzeug am Markt ist, wird es nächstes Jahr.»
Mit dem Mega Charger könnte Galliker die Ladezeit ihrer E-Lastwagen von derzeit 60-90 Minuten auf 30-45 Minuten verkürzen.
Peter Galliker sieht in dieser Technologie den Schlüssel zur Flexibilität seiner Elektroflotte: «Unser Disponent muss sich am Abend keine Gedanken machen, ob er den Elektrolastwagen nach Zürich schicken kann, oder ob er den Diesel nehmen muss.»
Mit dem Megacharger wird es in Zukunft möglich sein, die Ladezeit von Lastwagen zu halbieren.
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Der Mega Charger könnte den Weg für eine umfassende Elektrifizierung des Transportsektors ebnen – nicht nur für Lastwagen, sondern auch für andere Bereiche wie die Schifffahrt, die ähnliche Hochleistungs-Ladesysteme benötigt.
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