Aurélie Morel und Antoine Piton sind bei Unisanté für die Umsetzung des betrieblichen Gesundheitsmamnagements zuständig.
Aurélie Morel und Antoine Piton sind bei Unisanté für die Umsetzung des betrieblichen Gesundheitsmamnagements zuständig.
«Man kann nicht nach aussen hin Best Practices predigen, wenn man sie intern nicht selbst lebt», betont Aurélie Morel, stv. HR-Chefin.
Mit der Fusion wurden auch die BGM-Massnahmen zusammengeführt.
«Was zählt, ist, voranzukommen», sagt Antoine Piton auf dem gemeinsamen Rundgang mit Aurélie Morel durch den Standortz Biopôle.
Aurélie Morel: «Unsere Teams zu schützen, bedeutet, unsere Mission zu schützen.»
Unisanté entstand aus dem Zusammenschluss von sieben Waadtländer Institutionen aus dem Gesundheitsbereich und stützt sich auf das Label «Friendly Work Space».
Der Umzug in den Biopôle brachte eine weitere Herausforderung ans Licht: das Zusammenarbeiten verschiedener Teams im Grossraumbüro.
Unisanté in Lausanne setzt auf das Label «Friendly Work Space»
Aurélie Morel und Antoine Piton sind bei Unisanté für die Umsetzung des betrieblichen Gesundheitsmamnagements zuständig.
Aurélie Morel und Antoine Piton sind bei Unisanté für die Umsetzung des betrieblichen Gesundheitsmamnagements zuständig.
«Man kann nicht nach aussen hin Best Practices predigen, wenn man sie intern nicht selbst lebt», betont Aurélie Morel, stv. HR-Chefin.
Mit der Fusion wurden auch die BGM-Massnahmen zusammengeführt.
«Was zählt, ist, voranzukommen», sagt Antoine Piton auf dem gemeinsamen Rundgang mit Aurélie Morel durch den Standortz Biopôle.
Aurélie Morel: «Unsere Teams zu schützen, bedeutet, unsere Mission zu schützen.»
Unisanté entstand aus dem Zusammenschluss von sieben Waadtländer Institutionen aus dem Gesundheitsbereich und stützt sich auf das Label «Friendly Work Space».
Der Umzug in den Biopôle brachte eine weitere Herausforderung ans Licht: das Zusammenarbeiten verschiedener Teams im Grossraumbüro.
Bei der Fusion von sieben Gesundheitseinrichtungen setzte Unisanté auf das Label «Friendly Work Space». Dies strukturierte den komplexen Übergang, verbesserte die Zusammenarbeit und steigerte nachhaltig die Zufriedenheit und Gesundheit der Mitarbeitenden.
Im vergangenen Oktober hat Unisanté den Grossteil seiner Aktivitäten am Standort Biopôle in Lausanne zusammengeführt. «Wir haben uns von einer Konstellation von Einheiten, die über verschiedene Standorte verstreut waren, zu einer echten Institution entwickelt», fasst Aurélie Morel, stellvertretende Leiterin der Personalabteilung, zusammen.
Mit dem Wachstum der Institution zeichnet sich jedoch auch eine Herausforderung ab: Wie kann das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) nach der Integration von Einheiten mit unterschiedlichen Kulturen, Berufen und Geschichten vereinheitlicht werden? «Wir hatten eine ganze Reihe von Massnahmen, die jedoch noch nicht koordiniert waren», erinnert sich Aurélie Morel.
Durch die Fusion wurde zwar wertvolles Fachwissen zusammengeführt, doch es gab noch keine gemeinsame Vorgehensweise in Bezug auf das betriebliche Gesundheitsmanagement. Vor diesem Hintergrund begann Unisanté im Jahr 2021 mit dem Zertifizierungsprozess für das Label «Friendly Work Space» von Gesundheitsförderung Schweiz, das ein vorbildliches betriebliches Gesundheitsmanagement auszeichnet. «Der Prozess hat es uns ermöglicht, die Grundlagen für eine kohärente BGM-Politik zu schaffen», erklärt Antoine Piton, Koordinator für Gesundheit am Arbeitsplatz bei Unisanté.
«Man kann nicht nach aussen hin Best Practices predigen, wenn man sie intern nicht selbst lebt», betont Aurélie Morel.
Aufwendiger Prozess, anspruchsvolle Vision
Die erste Zertifizierung erfordert eine intensive Selbstreflexion: Dokumentieren, Koordinieren, Verstehen – und herausfinden, was funktioniert und was sich ändern muss. «Es war ein administrativ recht aufwendiger Prozess, der uns jedoch ermöglicht hat, darüber nachzudenken, was wir haben und wie alles zusammenhängt», fasst Antoine Piton zusammen.
Im Nachhinein erkennen die beiden Spezialisten die Auswirkungen dieses Ansatzes: Es kam zu einer Klärung der Rollen, einer Strukturierung der Prozesse und der Verankerung einer Dynamik der kontinuierlichen Verbesserung. Die Zeiten unzusammenhängender Massnahmen und von jeder Einheit übernommener Praktiken sind vorbei. Das Label schreibt einen anspruchsvollen Rahmen vor – und genau den brauchte die Institution, um eine gemeinsame Vision der Gesundheit am Arbeitsplatz zu entwickeln.
Der Umzug in den Biopôle – ein Indikator für sehr menschliche Bedürfnisse
Während die Fusion Fachwissen zusammenführte, brachte der Umzug in den Biopôle eine weitere Herausforderung ans Licht: das Zusammenleben. Von einem Tag auf den anderen teilen sich nun Teams, die sich zuvor selten begegneten, Grossraumbüros. Sie haben unterschiedliche Arbeitsrhythmen und manchmal gegensätzliche Arbeitsweisen. Lärm, Orientierungslosigkeit, Unsicherheit: Der Bedarf an Zusammenhalt wurde sofort deutlich. Und genau hier kommt das BGM ins Spiel. Unisanté ermutigt die Teams, miteinander zu diskutieren, ihre eigenen Reibungspunkte zu identifizieren und zu definieren, was sie wirklich brauchen, um gut zusammenzuarbeiten.
Ein begleiteter, aber praxisnaher Prozess. «Wir haben bewusst keine einheitliche Charta für die gesamte Institution vorgegeben. Die Idee war, dass sich jedes Team den Prozess zu eigen macht und selbst die Regeln festlegt, die für eine gute Zusammenarbeit in seinem speziellen Kontext notwendig sind», erklärt Aurélie Morel.
Das ist Friendly Work Space
Das Label «Friendly Work Space» setzt den Schweizer Qualitätsstandard für systematisch umgesetztes betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) und wird vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) und vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) gestützt.
Zurzeit sind 110 Organisationen mit über 214'000 Mitarbeitenden in der Schweiz und Liechtenstein mit dem Label ausgezeichnet.
Die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz, die einen gesetzlichen Auftrag hat, stellt die Zertifizierung aus. Basis bilden sechs Qualitätskriterien, welche die Gesundheit der Mitarbeitenden fassbar und bewertbar machen und von unabhängigen, externen Assessierenden geprüft und bestätigt werden.
«Systematisches BGM lohnt sich für Firmen und Organisationen unter anderem aufgrund der präventiven Wirkung, der Massnahmen zur raschen Wiedereingliederung und den entsprechenden Kosteneinsparungen. BGM und das Label ‹Friendly Work Space› werden zudem immer wichtiger im Employer Branding», so Thomas Brändli, Projektleiter Kommunikation BGM.
Strategien und Instrumente zur Unterstützung der beruflichen Laufbahn
Neben den konkreten Veränderungen wie diesem Umzug entwickeln sich auch das berufliche Umfeld und die Berufe schnell weiter. Das stellt die Menschen vor die Herausforderung, sich ständig an neue Situationen und Anforderungen anzupassen. Daher hat Unisanté seine interne Politik in Bezug auf die Kompetenzentwicklung und die berufliche Laufbahn angepasst, um die Verantwortlichkeiten und die verfügbaren Instrumente zur Erhaltung und Entwicklung der Beschäftigungsfähigkeit besser zu definieren.
Es wurde ein Online-Programm entwickelt, das es jeder Person ermöglicht, eine Bestandsaufnahme ihrer Laufbahn vorzunehmen, ihre Kompetenzen und Entwicklungsbedürfnisse zu identifizieren und einen Fahrplan zu erstellen. Führungskräfte werden ausserdem geschult, als kompetente Ansprechpartner zu fungieren, wenn es darum geht, Feedback zu geben und mit den Mitgliedern ihres Teams über berufliche Perspektiven zu diskutieren.
Absenzen besser verstehen, um besser handeln zu können
Zu den vorrangigen Aufgaben gehört es, sogenannte wiederkehrende Kurzabsenzen zu verstehen. Dabei handelt es sich um kurze, wiederholte Absenzen, die auf ein anhaltendes Unwohlsein hindeuten können. «Diese Daten sind für uns von entscheidender Bedeutung», erklärt Antoine Piton. In einer Einrichtung, in der die physischen Risiken begrenzt sind und kritische Situationen nicht immer sichtbare Spuren hinterlassen, sind genauere Indikatoren erforderlich.
«Wir versuchen, Situationen zu verstehen, bevor sie zu einem Burn-out oder einer Kündigung führen», fährt er fort. «Die Herausforderung besteht darin, ein Problem nicht erst dann zu entdecken, wenn es bereits zu spät ist.»
Daher führt Unisanté eine jährliche Gesundheitsumfrage durch. Diese findet zwischen den grossen Zufriedenheitsumfragen statt, die alle fünf Jahre durchgeführt werden. Mithilfe dieses Instruments kann die Lebensqualität am Arbeitsplatz regelmässig überwacht und mit Fehlzeiten, Fluktuation oder neuen Phänomenen in Beziehung gesetzt werden. «Wir beginnen besser zu verstehen, was vor sich geht, aber es gibt noch viel zu tun», bemerkt Antoine Piton.
Das Ziel ist klar: Unwohlsein so früh wie möglich erkennen, schnell handeln und verhindern, dass sich individuelle Situationen zu einer Abwärtsspirale entwickeln.
Vom Management zur Gesundheitsförderung
Heute ist Unisanté der Ansicht, den Grundstein für eine gemeinsame Kultur gelegt zu haben. Das nächste Ziel ist klar: Über die Risikoprävention hinauszugehen und eine echte interne Gesundheitsförderung mit gezielten, partizipativen und an die Realitäten der Berufe angepassten Massnahmen zu entwickeln.
Aurélie Morel erinnert daran: «Wir schaffen menschliche Expertise. Unsere Teams zu schützen, bedeutet, unsere Mission zu schützen.»
Für die beiden Verantwortlichen bleibt «Friendly Work Space» ein Instrument, ein Rahmen, ein Ansporn. Keine Belohnung. Begleitung, Schulungen und der unternehmensübergreifende Austausch – auch wenn das Netzwerk in der Romandie weniger dicht ist – sind nützliche Ressourcen. Die Dynamik kommt jedoch von innen.
«Was zählt, ist voranzukommen, nicht Kästchen abzuhaken», fasst Antoine Piton zusammen.
Über Unisanté
Unisanté entstand 2019 aus einer einmaligen Fusion, die die Policlinique médicale universitaire, das Institut universitaire de médecine sociale et préventive, das Institut universitaire romand de santé au travail und den Verein Promotion Santé Vaud zusammenführte.
Die Institution wurde anschliessend um die Fondation vaudoise pour le dépistage du cancer (2020), das Équipe mobile d’urgences sociales (2021) und dann um die Centrale téléphonique des médecins de garde (2024) erweitert.
Die Vorteile eines funktionierenden BGM
Mit ihren BGM-Dienstleistungen unterstützt Gesundheitsförderung Schweiz Organisationen und Unternehmen bei der Implementierung eines systematischen betrieblichen Gesundheitsmanagements. Die Gesundheit der Mitarbeitenden ist der Schlüssel zu einem nachhaltigen Unternehmenserfolg. Alle Angebote wurden mit Fachleuten aus Wirtschaft und Forschung entwickelt und werden laufend optimiert.
• Das Tool Job-Stress-Analysis gibt einen detaillierten Überblick über das Stressniveau in Ihrem Unternehmen und ermöglicht eine Analyse der Ressourcen, Belastungen und des Gesundheitszustands auf Team-, Abteilungs- und Unternehmensebene. So können Sie Stressfaktoren reduzieren und die Ressourcen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezielt stärken.
• Für KMU: Alltagstaugliche Tools für Führungskräfte und Personalverantwortliche, die kostenlos, schnell und einfach im Alltag eingesetzt werden können. Zusätzliche Informationen bieten zum Beispiel das «Ge(h)spräch im Freien» mit Nicholas Haenny, CEO von Nikin, oder das Interview mit der Neuropsychologin Barbara Studer.
• Das Angebot Apprentice unterstützt Berufsbildner/innen bei der Förderung der psychischen Gesundheit von Lernenden.
• New Work: Die Arbeitswelt verändert sich und wir begleiten Sie in diesem Veränderungsprozess, indem wir Ihnen Informationen und Instrumente zur Gesundheitsförderung in der Arbeitsumgebung der Zukunft zur Verfügung stellen.
• In unserem Weiterbildungsangebot können Sie sich viel praktisches Wissen für das Gesundheitsmanagement in Ihrem Unternehmen aneignen.
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