05.01.2018 - 18:15, mar

FCL-Führung nach Babbels Verrat stinksauer

SCHWEIZ FUSSBALL MK FC LUZERN


Bild: © KEYSTONE / URS FLUEELER

 

0 Bewertungen


Bei der Pressekonferenz zu Markus Babbels sofortiger Entlassung wirkt FCL-Sportchef Remo Meyer zwar überlegt und souverän. Und dennoch merkt man, wie es in ihm brodelt.

«Wir haben dem ganzen Trainerteam die Vorrunde hindurch unser Vertrauen geschenkt», meint Remo Meyer bei der Medienkonferenz des FC Luzern am Freitagnachmittag. Trotz der sportlichen Tiefflüge habe man immer hinter Markus Babbel und seinem Team gestanden. Das stimmt. Umso enttäuschender kam nun Babbels Ankündigung, dass er Luzern auf Ende Saison hin verlassen will.

Bei der Klubführung hat man von diesem Vorhaben  nichts gewusst, weshalb man an diesem Freitag nun kurzerhand die Reissleine zog und den Deutschen per sofort freistellte (zum Artikel).

«Nicht zu akzeptieren und unerklärlich»

Babbel liess die Bombe gleich selber in den Medien platzen. Und das ist es, was Meyer so wütend macht. «Das Verhalten von Babbel am letzten Mittwoch», beginnt er seinen Satz, dann folgt eine lange Pause. «Das war einfach nicht zu akzeptieren und unerklärlich.»

«Extern vor intern? Das ist nicht unser Weg». Deshalb und weil auch die sportlichen Leistungen weiterhin weit von den Wunschvorstellungen entfernt sind, hat man sich jetzt entschlossen, Gerardo Seona als neuen Interimstrainer einzusetzen. Die Ära Babbel will man so schnell wie möglich hinter sich lassen.

Für die Rückrunde will Meyer zusammen mit seinen Kollegen möglichst schnell eine «optimale Lösung» finden. Wie diese aussieht, kann er derzeit noch nicht genau sagen, lässt aber durchblicken, dass man sich gut vorstellen könnte mit Seoane auch längerfristig als Chefcoach zusammenzuarbeiten.

Tags:

Weitere Artikel

Anzeige
Bitte aktivieren Sie Javascript für die beste Browserfunktionalität