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Achtung, Roaming-Falle – so bist du in den Ferien sicher
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Versteckte Kosten

Achtung, Roaming-Falle – so bist du in den Ferien sicher

Mit ein bisschen Vorsicht lässt sich in den Ferien einfach eine unangenehme Roaming-Überraschung verhindern.

Mit ein bisschen Vorsicht lässt sich in den Ferien einfach eine unangenehme Roaming-Überraschung verhindern.

Swisscom

Eine Stunde telefonieren am Mittelmeerstrand kann schnell mal über 100 Franken kosten. Dabei ist es so einfach, die Kostenfalle zu umgehen. Dafür musst du vor der Abreise nur ein paar Minuten investieren.

Martin Abgottspon

Martin Abgottspon

08.07.2026, 13:28

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Darum geht’s

  • Schweizer zahlen im Ausland weiterhin Roaming-Gebühren, weil «Roam like at Home» hier nicht gilt und ohne Datenpaket bis zu 3'000 Franken pro Gigabyte anfallen können.
  • Mit einfachen Massnahmen wie Kostenlimite setzen, Datenpaket vor der Abreise kaufen und WLAN nutzen lässt sich die Kostenfalle zuverlässig umgehen.
  • Besonders tückisch sind Satellitennetze auf Schiffen und in Flugzeugen sowie Grenzregionen, wo sich das Handy unbemerkt in ausländische Netze einbucht.
Zusammenfassung erstellt mitmyAi

32 Franken für zwei Megabyte Musik. Diese Rechnung kassierte ein Schweizer Handynutzer kürzlich nach einem kurzen Flug von Hannover nach Zürich. Sein Smartphone hatte sich unbemerkt ins Satellitennetz des Flugzeugs eingebucht. Solche Geschichten häufen sich jedes Jahr pünktlich zur Ferienzeit und sie treffen fast immer Leute, die nichts falsch gemacht haben, ausser eine Einstellung zu übersehen.

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Während EU-Bürger dank «Roam like at Home» in Spanien oder Italien zum Heimtarif surfen, gilt das für uns Schweizer nicht. Die Schweiz ist weder EU- noch EWR-Mitglied und auch die im Frühjahr unterzeichneten Bilateralen III enthalten kein Roaming-Abkommen. Wer ohne Datenpaket einfach drauflos surft, zahlt den sogenannten Standardtarif. Der kann je nach Anbieter bis zu 3 Franken pro Megabyte betragen. Das entspricht 3'000 Franken für ein einziges Gigabyte. Also etwa eine Stunde Netflix in guter Qualität.

Die gute Nachricht: Die Preise purzeln

Immerhin bewegt sich der Markt und zwar deutlich. Swisscom hat ihre Datenpakete in diesem Jahr massiv verbilligt. 1 GB für die EU kostet neu 9.90 statt 14.90 und mit den neuen Länderpaketen surfst du ab 5.90 pro Gigabyte, wenn du nur ein einzelnes Land bereist. Praktischerweise bleiben die Pakete 12 Monate gültig, ungenutzte Daten verfallen also nicht nach den Ferien. Auch Sunrise und Salt haben nachgezogen und die Swisscom-Zweitmarken Wingo, Migros Mobile und Coop Mobile wurden ebenfalls günstiger.

So schützt du dich vor der Kostenfalle

  • Prüfe vor der Abreise dein Abo. Viele moderne Verträge enthalten bereits Roaming-Guthaben für die EU. Beim Swisscom «blue Mobile M» etwa sind Telefonie und 40 GB Highspeed in der EU und in Grossbritannien inbegriffen.
  • Setze eine Kostenlimite bei deinem Anbieter, etwa im Swisscom Cockpit. Wird sie erreicht, blockiert das Roaming automatisch – teurer kann es dann nicht mehr werden.
  • Kaufe dein Datenpaket vor der Abreise oder gratis via App im Ausland. Nie einfach drauflos surfen. Der Standardtarif ist immer die teuerste Variante.
  • Nutze WLAN, wo immer es geht und telefoniere über WhatsApp, Signal oder FaceTime. Gebühren für WLAN-Anrufe zu verlangen, ist übrigens nicht rechtens.
  • Lade Offline-Karten in Google Maps herunter, bevor du losfährst. Navigation frisst sonst unbemerkt Datenvolumen.
  • Deaktiviere das Datenroaming in den Handy-Einstellungen, wenn du gar keine mobilen Daten brauchst. Beim iPhone unter «Einstellungen → Mobilfunk → Datenoptionen», bei Android unter «Netzwerk → Mobilfunknetz».
Zusammenfassung erstellt mitmyAi

Das sind die fiesesten Fallen

Auf Kreuzfahrtschiffen und in Flugzeugen verbindet sich dein Handy mit Satellitennetzen, für die keinerlei regulierte Tarife gelten. Eine Gesprächsminute kostet dann schnell 3.70 bis 4.80. Swisscom deaktiviert Datenverbindungen auf Schiffen immerhin standardmässig. Bei Salt und Sunrise musst du selbst daran denken, den Flugmodus einzuschalten oder die automatische Netzwahl zu deaktivieren.

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Die vielleicht überraschendste Falle lauert aber daheim. In Grenzstädten wie Basel oder Genf, aber auch in den Bergen kann sich dein Handy ins deutsche, französische oder italienische Netz einbuchen, sobald das Schweizer Signal schwächelt. Dann läuft der Roamingtarif, obwohl du die Schweiz nie verlassen hast.

Und was ist mit Reise-eSIMs?

Für Fernreisen ausserhalb Europas lohnt sich ein Blick auf Anbieter wie «Airalo», «Holafly» oder «Saily». Sie verkaufen digitale SIM-Profile mit Datenpaketen, die oft günstiger sind als klassische Roaming-Pakete. Der Haken bei diesen Paketen ist, dass sie meist nach 30 Tagen verfallen. Der Support sitzt irgendwo im Ausland und Schweizer Datenschutz gilt nicht zwingend. Für die zwei Wochen Thailand kann sich das trotzdem rechnen – für den Städtetrip nach Paris fährst du mit einem Datenpaket deines Schweizer Anbieters meist einfacher.

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