Apple zeigt das iPhone 11 und 11 Pro und setzt auf die Kamera

DPA/tjb/dj

10.9.2019 - 16:36

Eine neues iPad, eine neue Apple Watch und gleich drei neue iPhones – das sind die Highlights der Apple-Keynote gewesen. Und: Es wird tatsächlich etwas von Apple geben, was nur sechs Franken kostet.

Apple hat an seinem Hauptquartier in Cupertino drei neue iPhones lanciert. Der Tech-Gigant setzt bei seiner neuen iPhone-Generation stark auf bessere Kameras, um die zuletzt gesunkenen Verkäufe seines wichtigsten Produkts anzukurbeln. Das iPhone 11, das als Einstiegsmodell das aktuelle iPhone XR ersetzt, bekommt unter anderem einen Nacht-Modus, der für gute Bilder bei dunklen Lichtverhältnissen sorgen soll. Das zusätzliche Ultra-Weitwinkel-Objektiv soll nicht nur genutzt werden, um mehr ins Bild zu bekommen, sondern auch zur Verbesserung der Fotos.

Die Nachfolger der aktuellen Top-Modelle iPhone XS und XS Max tragen die Namen iPhone 11 Pro und Pro Max. Die vorgestellten Geräte haben nun drei Kameralinsen — Weitwinkel, Teleobjektiv und Ultra-Weitwinkel. Bei den Pro-Modellen sollen mit der neuen Funktion «Deep Fusion» besonders hochwertige Aufnahmen durch die Auswertung mehrerer Bilder entstehen. Die Kameras nehmen dafür neun Fotos mit verschiedenen Einstellungen auf und setzten daraus «Pixel für Pixel» ein Bild zusammen, wie Marketing-Chef Phil Schiller am Dienstag erläuterte.

Das neue iPhone 11 kommt in sechs Farben.
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Neue A13-Chip schneller und sparsamer

Für die Bildbearbeitung verbesserte Apple noch einmal den Prozessor der Geräte mit dem A13-Chip aus eigener Entwicklung. Nun sollen unter anderem auch Zeitlupen-Selfies mit der Front-Kamera der iPhones möglich sein. Das Glas der Geräte soll nun deutlich widerstandsfähiger sein, die Gesichtserkennung FaceID soll schneller greifen. Die Batterie soll beim Pro bis zu vier Stunden länger halten als beim aktuellen XS und beim grösseren Pro Max bis zu fünf Stunden länger als beim XS Max.

Das iPhone 11 kostet in der Schweiz ab 809 Franken mit 64 Gigabyte Speicher. Das Pro verkauft Apple ab 1199 Franken und das Pro Max ab 1299 Franken. Die neuen Modelle kommen am 20. September auf den Markt und lassen sich ab 13. September vorbestellen.

Das neue iPhone 11 Pro gibt es auch in der neuen Farbe «Midnight Green».
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Apple Watch ist immer an

Bei der neuen Generation der Computer-Uhr Apple Watch bleibt der Bildschirm erstmals die ganze Zeit an. Bisher war er, um Strom zu sparen, normalerweise schwarz und sprang erst an, wenn der Bewegungssensor erkannte, dass der Arm hochgehoben wird. Für die Funktion setzt Apple bei der «Series 5» der Uhr ein neues Display ein, das weniger Strom verbraucht. Die Batterie soll damit 18 Stunden halten. Die Uhr bekommt auch einen Kompass. Die Notruf-Funktion funktioniert nun in allen Ländern.

Die Alu-Gehäuse werden ab jetzt aus Recycling-Aluminium hergestellt. Erstmals gibt es Gehäuse aus Titan und wieder auch aus Keramik. Auch die neuen Uhren kommen am 20. September auf den Markt und kosten ab 449 Franken. Apple behält auch die Series 3 aus dem Jahr 2017 im Programm und verkauft sie nun für 219 Franken — das ist der bisher günstigste Preis für eine Apple Watch.

Das Display der Apple Watch Series 5 ist immer angeschaltet.
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Schliesslich hat Apple noch ein neues iPad lanciert. Die neue Einsteiger-Variante des Tablets hat nun ein Display mit einer Grösse von 10,2 Zoll und kostet ab 379 Franken.

Neue Abo-Angebote für Serien und Spiele

Apple gab auch neue Details zu seinen anstehenden Diensten bekannt. So unterbietet der Konzern mit dem Preis seines Videostreaming-Angebots Rivalen wie Netflix. Apple TV+ wird in der Schweiz sechs Euro im Monat kosten. Erste Exklusiv-Produktionen sollen am 1. November in mehr als 100 Ländern verfügbar sein, kündigte Konzernchef Tim Cook am Dienstag an.

Apple verpflichtete für den Dienst unter anderem Hollywood-Stars wie Reese Witherspoon und Jennifer Aniston. Zugleich hatten Branchenbeobachter betont, dass Apple am Anfang eigentlich nur weniger als die Rivalen verlangen könne, weil der Konzern zumindest am Anfang ein schmaleres Inhalte-Angebot haben werde.

Apple setzt verstärkt auf Abo-Modelle, während die iPhone-Verkäufe zuletzt zurückgingen. Am Dienstag kündigte der Konzern auch den Start des Spiele-Abos Apple Arcade an, das ebenfalls sechs Franken im Monat kosten wird und am 18. September startet. Die Games von Apple Arcade sollen exklusiv nur bei dem Dienst verfügbar sein.

Das kann das neue Apple Maps
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