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Wyatt Biggs sammelt mit viel Leidenschaft Staubsauger-Roboter.
Mit drei Jahren zerlegt Wyatt Biggs einen Staubsaugerroboter. Es ist der Startschuss einer ungewöhnlichen Sammlerkarriere. Mittlerweile besitzt der Achtjährige mehr als 50 Geräte.
Andere Kinder interessieren sich für Dinosaurier, Autos oder das Weltall. Wyatt Biggs aus dem US-Bundesstaat Florida hat dagegen eine ganz andere Leidenschaft: Saugroboter.
Der Achtjährige besitzt gemeinsam mit seiner Familie mittlerweile mehr als 50 Geräte. Er repariert kaputte Modelle, testet ihre Funktionen und lässt sie für Videos teilweise alle gleichzeitig durch das Haus fahren.
Begonnen hat alles, als Wyatt drei Jahre alt war. Kurz nach der Geburt seines jüngeren Bruders fand er offenbar Trost beim Saugroboter der Familie. Das Gerät wurde laut seiner Mutter zu einer Art «Sicherheitsdecke» für den Jungen.
Schon früh wollte Wyatt nicht nur zuschauen, wie der Saugroboter durch das Haus fuhr. Er wollte verstehen, wie das Gerät funktioniert.
Eines Tages schnappte er sich einen Schraubenzieher und zerlegte den Roboter vollständig. Anschliessend baute er ihn wieder zusammen. Laut seiner Mutter funktioniert das Gerät bis heute.
Mit der Zeit sprach sich Wyatts ungewöhnliches Hobby herum. Freunde, Nachbarn und andere Familien brachten ihm alte oder defekte Saugroboter. Einige reparierte er und gab sie zurück, andere durfte er behalten. So wuchs die Sammlung auf mehr als 50 Geräte an.
Wyatt will seine Roboter am liebsten den ganzen Tag fahren lassen. Weil der Lärm der vielen Geräte die Familie zunehmend störte, führte sie eine feste «Roomba-Stunde» ein.
In dieser Zeit durfte Wyatt die Geräte testen, zerlegen und für kleine Experimente einsetzen. Daraus entstand schliesslich der YouTube-Kanal «Wyatt’s World of Roombas».
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Die Videos zeigen Reparaturen, Vergleiche und Tests verschiedener Modelle. Besonders beliebt sind Aufnahmen, in denen Dutzende Saugroboter gleichzeitig durch einen Raum fahren. Solche Videos erzielten über verschiedene Plattformen hinweg Millionen Aufrufe.
Mit der wachsenden Aufmerksamkeit meldeten sich auch Unternehmen bei der Familie. Wyatt begann, Saugroboter in Videos zu testen.
Seine Mutter eröffnete zudem einen Online-Shop mit T-Shirts, Rucksäcken und weiteren Produkten mit Saugroboter-Motiven. Die Idee entstand, weil Wyatt selbst einen entsprechenden Rucksack für die Schule wollte, aber keinen finden konnte.
Im bislang besten Monat erzielte der Shop laut der Familie einen Gewinn von 1800 US-Dollar – umgerechnet rund 1400 Franken.
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Mittlerweile hat die Familie sogar ein Kinderbuch veröffentlicht. Es trägt den Titel «Robbie the Robot Vacuum and His Big Adventure» und erzählt die Geschichte eines abenteuerlustigen Saugroboters.
Wyatt und sein jüngerer Bruder halfen bei der Gestaltung der Figuren. Passend dazu entstand auch ein Plüschtier.
Wyatt besucht inzwischen einen Robotik-Club und beschäftigt sich mit Programmieren. Später möchte er nach Angaben seiner Mutter mit Robotern und 3D-Druckern arbeiten.
Sein Lieblingsmodell ist derzeit ein Roborock Saros Z70. Das Gerät besitzt einen kleinen Roboterarm und kann damit Gegenstände anheben.
Die Sammlung prägt inzwischen das gesamte Familienhaus. Wo ursprünglich eine offene und schön dekorierte Fläche geplant war, stehen heute zahlreiche Saugroboter an den Wänden.
Die Familie hat sich damit arrangiert. Seine Mutter sagt gegenüber «People», die Phase werde vermutlich nicht ewig dauern. Im Moment gehöre sie aber einfach zum Leben der Familie.