Angebliche ZahlungsproblemeBund warnt vor neuer Betrugsmasche am Telefon
Lea Oetiker
17.12.2025
In den jüngsten Fällen gaben sich die Täter unter anderem als Mitarbeitende von UBS, Amazon, TWINT oder der Eidgenössischen Steuerverwaltung aus. (Symbolbild)
Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Cyberkriminelle setzen derzeit auf eine neue Masche: Statt mit gefälschten Links locken sie ihre Opfer am Telefon in die Falle. Das Bundesamt für Cybersicherheit warnt vor einer Zunahme sogenannter «Callback Scams»
Beim Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) sind in der vergangenen Woche vermehrt Meldungen zu einer neuen Variante des sogenannten «Callback Scams» eingegangen, heisst es in einer Mitteilung.
Dabei fordern Cyberkriminelle ihre Opfer nicht mehr auf, auf einen Link zu klicken, sondern geben vor, es habe eine verdächtige Transaktion gegeben – und verlangen, dass zur Klärung eine Telefonnummer angerufen wird. Wer dort anruft, landet jedoch nicht beim Kundendienst, sondern direkt bei den Betrügern.
In den jüngsten Fällen gaben sich die Täter unter anderem als Mitarbeitende von UBS, Amazon, TWINT oder der Eidgenössischen Steuerverwaltung aus. In den E-Mails und SMS wird behauptet, eine Zahlung müsse verifiziert oder storniert werden.
Am Telefon versuchen die Betrüger dann, persönliche Daten oder den Fernzugriff auf Computer und Smartphones zu erlangen – oft unter dem Vorwand, ein Problem zu beheben oder eine Rückerstattung zu veranlassen.
So kannst du dich schützen
Das BACS rät, bei unerwarteten Zahlungsaufforderungen oder -bestätigungen besonders vorsichtig zu sein. Betroffene sollten niemals die angegebene Telefonnummer anrufen oder Fernwartungssoftware installieren.
Stattdessen empfiehlt die Behörde, offizielle Kontaktinformationen direkt über die Webseite des jeweiligen Unternehmens zu nutzen und verdächtige Nachrichten über das Meldeformular des BACS einzureichen.
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