Busse für Apple wegen iPhone-Bremse

dj

10.2.2020 - 14:41

Das iPhone 6 gehörte zu den von der iPhone-Bremse betroffenen Modellen.
Keystone

Ein über zwei Jahre alter Skandal holt Apple ein. Wegen der künstlichen Entschleunigung alter iPhones ist nun eine millionenschwere Busse fällig. 

Die französische Wettbewerbsbehörde DGCCRF hat Apple wegen der heimlichen Verlangsamung älterer iPhones eine Busse von 25 Millionen Euro (26,8 Millionen Franken) auferlegt. Das Unternehmen akzeptierte die Strafe und muss auch eine entsprechende Mitteilung auf seiner französischen Website anzeigen.

Die millionenschwere Busse ist nicht die erste Strafe gegen Apple in dieser Angelegenheit. Bereits 2018 wurde Apple in Italien zur Zahlung von 5 Millionen Euro verdonnert. In den USA ist derzeit noch eine Sammelklage anhängig.

Apple muss sich auch per Statement auf der eigenen Seite zum eigenen Fehlverhalten bekennen.
Apple

Batterygate wurde 2017 publik

Die Verlangsamung von iPhones, später als «Batterygate» bekannt, wurde Ende 2017 publik. Benchmarks enthüllten, dass einige ältere iPhones unerklärlich langsam wurden. Es stellte sich heraus, dass Apple Anfang 2017 bei iOS 10.2.1 eine Funktion eingeführt hatte, die iPhones mit angeschlagener Batterie künstlich verlangsamte, um ein unerwünschtes Abschalten bei hoher Belastung zu verhindern.

Dass Apple diese Funktion zunächst nicht offenlegte, sorgte für weitreichende Empörung und Untersuchungen zahlreicher Behörden. Seit iOS 11.3 gibt es nun für Nutzer eine Wahlmöglichkeit, ob sich eine Drosselung ihres Geräts bei Bedarf aktivieren darf.

Galerie: So die iPhone-Bremse lösen

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