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Auch am Strand empfiehlt sich der Verzicht auf das WLAN.
Imago
Wer sein Smartphone ständig nach WLAN suchen lässt, riskiert mehr als nur einen leeren Akku. Es droht ein Eingriff in die Privatsphäre.
Öffentliche WLAN-Netze versprechen kostenloses Surfen, schonen das Datenvolumen und wirken vor allem in den Ferien aufgrund des Roamings fast schon wie ein Geschenk. Doch wer sich blind mit fremden Netzwerken verbindet oder sein Smartphone dauerhaft auf WLAN-Suche lässt, tappt womöglich direkt in die Falle.
«Viele Nutzer unterschätzen, wie aktiv ihr Gerät auch ohne bestehende Verbindung ist», warnt das IT-Magazin PC-Welt. Das WLAN-Modul sucht unaufhörlich nach bekannten Netzwerken. Und genau dieses Verhalten birgt erhebliche Risiken.
Cyberkriminelle nutzen sogenannte Fake-Hotspots, um ahnungslose Nutzer in die Irre zu führen. Diese täuschend echten WLANs imitieren Namen wie «Free Airport WiFi» oder «Starbucks_WiFi», greifen dann aber gezielt sensible Daten ab. Mit Hilfe von Sniffer-Software können Login-Daten, Bankverbindungen oder persönliche Nachrichten abgefangen werden.
Ganz nebenbei zehrt die ständige Netzsuche auch am Akku. Ein Aspekt, der gerade bei langen Zugfahrten oder Reisen lästig werden kann.
Auch wenn keine aktive Verbindung besteht, sendet ein eingeschaltetes WLAN-Modul ständig sogenannte Probe Requests aus. Das sind Anfragen an bekannte Netzwerke wie den Heim-Router. Und diese Signale sind für Angreifer auslesbar.
Wer die gespeicherten Netzwerknamen eines Geräts kennt, kann Rückschlüsse auf Wohnort oder Arbeitgeber ziehen. In Kombination mit Tools zur Standortkartierung, wie sie von Google oder Microsoft eingesetzt werden, entsteht ein detailliertes Bewegungsprofil – ohne dass der Nutzer es merkt. Wer Wert auf Datenschutz legt, sollte deshalb die SSID seines Routers verbergen. So wird das heimische WLAN für fremde Geräte unsichtbar.
Für alle, die nicht ständig manuell das WLAN ein- und ausschalten möchten, bieten moderne Smartphones intelligente Lösungen. Apple-Nutzer können über die Kurzbefehle-App eine Automation erstellen: Verlässt man das Haus, wird WLAN deaktiviert, kehrt man zurück, wird es reaktiviert. Android-Nutzer greifen auf Dienste wie IFTTT zurück, um ähnliche standortbasierte Regeln festzulegen.