Facebook bereitet sich auf Gewalt bei US-Wahl vor

dj

26.10.2020 - 10:57

Wenn es bei der US-Wahl zu Gewalt kommt, will Facebook vorbereitet sein.
Wenn es bei der US-Wahl zu Gewalt kommt, will Facebook vorbereitet sein.
Getty Images

Facebook will auf Gewalt bei der US-Wahl vorbereitet sein, Zoom zensuriert eine Zoom-Konferenz zu Zoom-Zensur und WeChat bleibt weiter in den USA erlaubt. Das und mehr in den Digital-News des Tages.

Facebook bereitet sich auf die Möglichkeit von gewalttätigen Ausschreitungen bei und nach der US-Wahl vor. Dazu können man Tools einsetzen, die zuvor in Ländern wie Sri Lanka oder Myanmar angewandt wurden. Zum Einsatz kommen sollen diese aber nur in Extremfällen, wie das «Wall Street Journal» berichtet.

Mit den Tools könnte etwa die Verbreitung potenziell anstachelnder Posts reduziert werden. Facebook hat erheblich zu immer stärker werdender Polarisierung der US-Gesellschaft beigetragen. Ausserdem wurde das Unternehmen auch für Gräueltaten gegen die Rohingya-Minderheit in Myanmar mitverantwortlich gemacht, weil es Hassposts viel zu lange tolerierte.

Tech-Giganten zahlen keine fairen Steuern

Die Tech-Giganten Google, Facebook Microsoft nutzen Steuerschlupflöcher aus, um Entwicklungsländern Steuereinnahmen in Höhe von 2,8 Milliarden Dollar vorzuenthalten, sagt die Hilfsorganisation ActionAid. Wenn die ökonomische Aktivität der Unternehmen in den Ländern entsprechend erfasst würde, käme die genannte Summe zusammen.

Zoom zensuriert Zoom-Konferenz über Zoom-Zensur

Zoom hat eine Reihe von Events zensuriert, bei denen auf Zoom über eine vorherige Zensur vonseiten der Firma diskutiert werden sollte. Am 23. Oktober sollten die Aktionen Zooms vom 23. September besprochen werden. Am früheren Zeitpunkt hat Zoom eine Rede einer ehemaligen palästinensischen Terroristin unterbunden, weil diese gegen die Nutzungsbestimmungen des Dienstes verstossen würde. Gleiches sei nun wieder der Fall. Wissenschaftler beklagen allerdings, dass für akademische Diskussionen in Pandemie-Zeiten Dienste wie Zoom unablässig seien und so Privatunternehmen bestimmen könnten, welche Themen diskutiert werden können und welche nicht, berichtet «Buzzfeed News».



WeChat bleibt weiter unblockiert

Die US-Regierung darf das chinesische WeChat weiterhin nicht verbieten. Eine US-Bundesrichterin weigerte sich, ihre einstweilige Verfügung gegen das von US-Präsident Trump verhängte de facto Verbot aufzuheben, so «Reuters». Wie bei TikTok sieht die Trump-Regierung durch WeChat die nationale Sicherheit gefährdet.

Zurück zur Startseite