Facebook lässt Deepfake-Zuckerberg-Video online

dj

12.6.2019 - 10:31

Da Facebook ein Deepfake-Video von Nancy Pelosi online liess, konnte es kaum manipulierte Videos des eigenen Chefs löschen.
Getty Images

Ein manipuliertes Zuckerberg-Video bleibt online, Huawei muss einen Laptop-Launch absagen und Apple interessiert sich für Intels Modemsparte. Das und mehr in den Digital-News des Tages.

Facebook wird ein Deepfake-Video seines CEO Mark Zuckerberg nicht von Instagram löschen. In dem Video, Teil der Kunst-Ausstellung «Spectre» im englischen Sheffield, spricht der falsche Zuckerberg von sich als Herr über gestohlene Daten von Milliarden von Nutzern. Auch von Morgan Freeman und Donald Trump haben die Künstler Deepfake-Videos erstellt.

Die Videos werde man nicht löschen sondern gegebenfalls nur aus den Empfehlungen entfernen , sagte ein Facebook-Sprecher zu theverge.com. Eine andere Vorgehensweise hätte Facebook wohl auch dem Vorwurf der Doppelmoral ausgesetzt. Das Unternehmen wurde letzten Monat heftig kritisiert, weil es ein manipuliertes Video von US-Oppositionsführerin Nancy Pelosi, in dem es so schien, als sei die Politikerin betrunken, nicht von seiner Plattform entfernte.

WhatsApp droht mit Klagen

WhatsApp droht jedem, der Wege zum Missbrauch des Nachrichtendienst anbietet, mit gerichtlichen Konsequenzen. Ab dem 7. Dezember werde man gegen Unternehmen vorgehen, die beispielsweise das massenhafte Versenden von WhatsApp-Nachrichten anbieten, heisst es auf der WhatsApp-Website.

Verfolgung per Hintergrundaktualisierung

Viele iOS-Apps nutzen die Hintergrundaktualisierung zur Verfolgung von Nutzern. In einem Test der Sicherheitsfirma disconnect.me versendete ein einziges iPhone innert einen Monats 1,5 GByte an Tracking-Daten über die Hintergrundaktualisierung.

«Have I Been Pwned?» sucht neuen Betreiber

Der Sicherheitsforscher Troy Hunt sucht einen Käufer für seine Plattform haveibeenpwned.com. Auf dieser kann man überprüfen, ob die eigene E-Mail-Adressen und Passwörter bei einem grossen Hack gestohlen wurden. Die Seite hat in letzter Zeit enorm an Popularität gewonnen, so dass sich Hunt nicht mehr in der Lage sieht, sie im Alleingang zu betreiben. Unter dem Namen Project Svalbard sucht Hunt nun Unternehmen oder Organisationen, die die Seite übernehmen können.

Keine neuen Matebooks

Huawei hat die Vorstellung neuer Laptop-Modelle seine Matebook-Reihe abgesagt. Grund dafür seien die US-Sanktionen, die es Huawei verunmöglichen, alle notwendigen Hardware-Komponenten zu beziehen, so Huawei-Manager Richard Yu zu cnbc.com.

Angriff gegen Office-Nutzer

Eine zwei Jahre alte Sicherheitslücke für Microsoft Office wird derzeit vermehrt genutzt, um Trojaner zu verbreiten, so das Unternehmen. Der Angriff nutzt eine manipulierte RTF-Textdatei. Ein einfaches Öffnen reicht für eine Infektion. Die Sicherheitslücke hatte Microsoft bereits im November 2017 geschlossen, so dass nur Computer, die länger keine Updates durchgeführt haben, in Gefahr sind.

Arbeitsspeicher lässt sich auslesen

Sicherheitsforscher haben neuartige Weise, Daten aus dem Arbeitsspeicher zu stehlen, entdeckt. RAMBleed basiert auf einer bereits 2015 entdeckten Sicherheitslücke namens Rowhammer und kann theoretisch beliebige Daten aus dem DDR3- und DDR4-Arbeitspeichermodulen auslesen. Bisher wurde allerdings noch kein Angriff in der Praxis bekannt.

Kauft Apple Intels Modemsparte?

Apple ist offenbar an der Übernahme von Intels Modemsparte interessiert, wie theinformation.com schreibt. Diese hat ihren Sitz in Deutschland und gehörte ehemals zu Siemens und später zu Infineon, bevor sie 2011 von Intel übernommen wurde. Der Aufkauf wäre vor allem für die Entwicklung eigener 5G-Chips wichtig. Hier konnte Intel bisher nicht rechtzeitig liefern, so dass sich Apple zu einem Vergleich mit Marktführer Qualcomm gezwungen sah, um 5G-Chips für iPhones zu akquirieren.

PUGB generiert Millionen

Die mobile Version des Battle Royale-Spiels «PlayerUnknown's Battlegrounds» (PUGB) ist das ertragreichste Videospiel der Welt. 146 Millionen Dollar haben Spieler dort im Mai ausgegeben, mehr als doppelt so viel wie im Vormonat, so die Analyse-Firma Sensor Tower. Das ist vor allem der Veröffentlichung von «Game of Peace» zuzuschreiben, einer für den chinesischen Markt zensurierter Version des Spiels.

Neue Logos für Firefox

Firefox bekommt eine Reihe neuer Logos. Zum einen gibt es neues Logo für die Obermarke Firefox, bei dem der namensgebende Fuchs fast komplett wegstilisiert wurde. Die Dienste Firefox Send, Firefox Monitor und Firefox Lockwise bekommen auch je ein eigenes Logo. Und auch das Logo des Hauptprodukts, des Firefox Browser, wurde geringfügig überarbeitet.

Die neuen Firefox-Logos
Mozilla

Eigenes Objektivprofil für Nokia 9 Pureview

Das Nokia 9 PureView bekommt ein eigenes Objektivprofil in Adobe Lightroom. Damit lassen sich Fotos direkt auf dem Smartphone besser bearbeiten, da die Lightroom-App die individuellen Aspekte der Objektive berücksichtigt.

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