Hack beweist: Faxgeräte können eine Gefahr für die Sicherheit sein

dj

2.9.2018

Analoge Gefahr fürs digitale Büro: Faxgeräte können zum Einfallstor für Hacker werden.
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Ausgerechnet die längst totgeglaubten Faxgeräte könnten eine Gefahr für die Sicherheit darstellen – besonders für Unternehmen und ihre Netzwerke.

Man denkt, Faxgeräte wären längst auf Schrottplätzen und in Technik-Geschichtsbücher verschwunden. Doch alleine in der Schweiz sind nach Schätzungen von Swisscom noch rund 500’000 Faxgeräte und 400’000 Multifunktionsdrucker mit Faxfunktion in Betrieb, wie «Le Temps» berichtet. Vor allem im medizinischen Bereich oder im Tourismus wird oft auf diese klassische Art der Datenübermittlung gesetzt.

Dass durch diese scheinbare Uralt-Technik eine Gefahr durch Hacker droht, ist wohl nicht vielen bewusst. Doch Faxgeräte haben immer eine Verbindung nach aussen — ihren Telefonanschluss — und sind in der Regel mit dem Unternehmensnetzwerk verbunden. Das macht sie zum perfekten Einfallstor für Hacker, die beim dem Faxgerät einsteigen und sich dann zu den anderen Computern im Netzwerk vorarbeiten.

Gehackt per Fax: So geht's

Genau eine solche Gefahr wurde nun von Sicherheitsforschern konkretisiert. Auf der Konferenz «Def Con» haben Forscher der Firma «Check Point» demonstriert, wie sie sich in ein HP Officejet Pro 6830 Multifunktionsdrucker zum Eindringen in ein Netzwerk nutzen lässt:

Zunächst wurde ein manipuliertes Fax an das Gerät geschickt und durch eine Sicherheitslücke die Kontrolle über dieses übernommen. Als nächster Schritt wird dann das lokale Netzwerk des Opfers nach anfälligen Computer durchsucht – auch diese werden dann gehackt.

HP hat diese spezielle Sicherheitslücke bereits mit einem Update gestopft. Das zeigt aber, dass auch scheinbar harmlos in der Ecke stehende Geräte regelmässig mit Softwareupdates versorgt werden sollten, wenn man keine böse Überraschung erleben will.

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