«Fortnite»-Entwickler lancieren Angriff auf Steam

6.12.2018 - 13:23, Martin Abgottspon

Die «Fortnite»-Macher begeben sich nicht nur in ihrem Spiel in Lauerstellung.
Bild: Epic Games

Steam hat praktisch eine Monopol-Stellung. Keine Plattform konnte es bisher auch nur ansatzweise mit der Spiele-Plattform aufnehmen. Epic Games will das jetzt ändern – und bläst regelrecht zum Angriff.

Der Verkauf physischer Videospiele nimmt von Jahr zu Jahr ab. Dafür boomen die Onlinestores der grossen Betreiber wie Sony, Microsoft oder Steam. Wer ein PC-Spiel erwerben will, schaut in der Regel zuallererst bei Steam vorbei. Nur in seltenen Ausnahmefällen wird er dort nicht fündig, wie jüngst etwa bei «Fallout 76». Dies, weil vereinzelte Entwickler wie in diesem Beispiel Bethesda ihre eigenen Online-Vertriebskanäle aufbauen wollen.



Das funktioniert bis anhin eher schlecht als recht. Die Spieler schätzen es, alle Spiele an einem Ort zentral gelagert zu haben. Ausserdem ist auch die Aufmachung des Stores ziemlich hübsch und übersichtlich, und es gibt für jedes Spiel spezielle Errungenschaften und einen Markplatz, wo man seine Ingame-Gegenstände handeln kann – dies sind nur einige von vielen positiven Aspekten.

Bessere Erfahrung für Entwickler und Spieler geplant

Mit Epic Games bekommt Steam jetzt aber ernsthafte Konkurrenz. Die Entwickler von «Fortnite» wollen nämlich ebenfalls einen Onlinestore aufziehen, der zumindest aus Sicht von Spieleentwicklern um einiges attraktiver erscheint. Im «Epic Games Store» sollen Studios nur gerade zwölf Prozent des Umsatzes abdrücken. Steam genehmigt sich üblicherweise 30 Prozent der Einnahmen.

Epic Games denkt auch an die Spieler. Ein zentraler Newsfeed etwa soll die Mitglieder über Neuerungen ihrer Lieblingstitel auf dem Laufenden halten – und zwar mit Informationen direkt von den Entwicklern. Das übergeordnete Ziel: ein engerer Kontakt zwischen Spielern, YouTubern, Streamern und Entwicklern insgesamt.

Wie «Epic Games» bekannt gab, soll der Shop schon «bald» für PC und Mac an den Start gehen. Weitere Plattformen folgen 2019. Wenn damit ein ähnlich grosser Erfolg gelingt wie mit «Fortnite»,  dann wird sich Steam etwas überlegen müssen.

Klare Zahlen: Der Epic Games Store will Spieleentwicklern mehr Umsatzanteile überlassen.
Bild: Epic Games
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