Tabubruch bei Apple?Kommt erstmals ein MacBook mit Touchscreen auf den Markt?
Martin Abgottspon
20.1.2026
Vier neue MacBooks sollen dieses Jahr auf den Markt kommen.
Apple
Vier neue MacBooks sollen dieses Jahr rauskommen. Dabei schielt Apple vor allem auch auf neue Kundensegmente und scheint bereit für einen grundsätzlichen Paradigmenwechsel.
Für Apple wird 2026 voraussichtlich das Jahr des MacBooks. Nach einer langen Phase ohne optische Neuerungen steht nun eine radikale Neugestaltung der Laptop-Serie bevor. Verschiedene Insider-Quellen, die für ihre hohe Treffsicherheit bekannt sind, deuten darauf hin, dass uns im Laufe des Jahres insgesamt vier komplett neue Modelle erwarten.
Angriff auf das Niedrigpreissegment
Apple visiert eine Zielgruppe an, die bisher Windows-Laptops oder Chromebooks den Vorzug gab. Ein neues 13-Zoll-Modell soll die Preisschwelle signifikant senken, was jedoch tiefgreifende technische Einschnitte erfordert. Anstelle eines Prozessors der M-Serie soll der A18 Pro zum Einsatz kommen, der primär für das iPhone entwickelt wurde. Die Rechenkraft rangiert damit auf dem Niveau eines M1-Chips.
Hinzu kommt der Verzicht auf die Thunderbolt-Kompatibilität, wodurch Nutzer auf die gewohnte Hochgeschwindigkeits-Schnittstelle verzichten und sich mit herkömmlichen USB-C-Ports begnügen müssen. Um den anvisierten Preisbereich von 699 bis 899 Dollar zu realisieren, wird zudem ein klassischer LC-Bildschirm verbaut, der die Brillanz der teureren Modelle vermissen lässt. Dieses Gerät ist explizit als «Web-First»-Maschine konzipiert.
Apple will reportedly launch a low-cost MacBook with a 12.9” display and A18 Pro chip for as low as $599 this year 🚨
Das MacBook Air bleibt der Ankerpunkt für die breite Masse und erfährt im Frühjahr 2026 eine planmässige Aktualisierung. Im Fokus steht hier die Integration des M5-Prozessors, der vor allem auf Effizienzsteigerungen und eine optimierte Akkulaufzeit abzielt. Abgesehen vom Chip-Upgrade behält Apple die bewährte Struktur mit Displaygrössen von 13 und 15 Zoll bei, ohne experimentelle Änderungen am Gehäuse vorzunehmen.
Da die Preise voraussichtlich stabil bleiben, zementiert das Air seine Position als solider Standard für Privatanwender, denen das neue Einstiegsmodell zu leistungsschwach und die Pro-Serie zu kostspielig ist. Es bleibt damit das verlässliche Rückgrat des mobilen Segments, das technische Zuverlässigkeit ohne preisliche Eskalation bietet.
MacBook Pro M5 Pro und M5 Max
Für professionelle Anwender folgt das MacBook Pro dem gewohnten Upgrade-Zyklus. Hier steht die Performance-Maximierung im Vordergrund, ohne das etablierte Design anzutasten. Neben der reinen Rechenleistung der neuen M5-Iterationen soll insbesondere die SSD-Performance optimiert werden, um datenintensive Workflows in der Video- und KI-Bearbeitung weiter zu beschleunigen.
Apple hält an den bekannten Grössen von 14 und 16 Zoll fest und adressiert damit Nutzer, die kompromisslose Leistung für komplexe Anwendungen benötigen. Mit einem Einstiegspreis von über 2'000 Franken bleibt die finanzielle Hürde für dieses Segment gewohnt hoch und markiert die klare Trennung zwischen Consumer-Hardware und professionellen Werkzeugen.
Die neue Speerspitze mit Touch-Bedienung
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Das technologische Highlight wird für das Jahresende erwartet und markiert den radikalsten Bruch mit bisherigen Design-Prinzipien. Ein völlig neu konzipiertes MacBook Pro soll erstmals mit einem Touchscreen und einem Tandem-OLED-Display ausgestattet werden. Durch zwei übereinanderliegende Leuchtschichten verspricht diese Technologie nicht nur extreme Kontrastwerte, sondern auch eine deutlich höhere Helligkeit und Langlebigkeit im Vergleich zu herkömmlichen Panels.
Die Einführung der Touch-Bedienung weicht die bisher strikte Trennung zwischen iPadOS und macOS endgültig auf. Dieses Premium-Modell soll zudem dünner und leichter als alle Vorgänger werden, während die markante «Notch» durch ein dezentes Kameraloch ersetzt wird. Ausgestattet mit dem künftigen M6-Chip, stösst Apple auch preislich in neue Dimensionen vor, die deutlich über der 3'000-Franken-Marke liegen dürften.
What to expect from the redesigned MacBook Pro coming next year based on rumors 🔥 pic.twitter.com/CQHy1sJf5V
Die Aufteilung in eine preisaggressive Basis-Linie und eine technologisch entkoppelte Ultra-High-End-Klasse zeigt Apples Reaktion auf einen gesättigten Markt. Es stellt sich jedoch die Frage, ob die Integration eines Touchscreens in macOS die intuitive Bedienung des iPads kannibalisieren wird – oder ob Apple damit endlich die Antwort auf das hybride Arbeiten liefert, die Nutzer seit Jahren fordern.