TriFold vorgestellt Samsung zeigt verrücktes Handy – es hat seinen Preis

Martin Abgottspon

2.12.2025

Das Galaxy Z TriFold lässt sich zwei Mal falten und soll sich als Arbeitsgerät positionieren.
Das Galaxy Z TriFold lässt sich zwei Mal falten und soll sich als Arbeitsgerät positionieren.
Samsung

Samsung hat das Galaxy Z Trifold vorgestellt. Das Foldable ist zweifach faltbar und kann als Smartphone oder als ultradünnes 10-Zoll-Tablet genutzt werden. Wann es in die Schweiz kommt, ist noch offen.

Martin Abgottspon

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Samsung präsentiert mit dem Galaxy Z TriFold ein doppelt faltbares Smartphone, das Smartphone und Tablet vereinen soll.
  • Ziel ist höhere Produktivität, etwa durch parallele App-Nutzung und Desktop-Modus.
  • Trotz Innovation erachten einige Experten das Gerät als schwer, teuer und technisch nicht in allen Punkten überzeugend.

Als Samsung im Februar 2019 das erste Galaxy Fold präsentierte, schien die Vision eines flexiblen Smartphones noch futuristisch. Sechs Jahre später wagt der südkoreanische Konzern den nächsten Schritt und führt mit dem Galaxy Z TriFold ein Gerät ein, das gleich zwei Scharniere besitzt. Doch die Frage bleibt, ob es sich um eine echte Innovation handelt oder am Ende bloss ein komplexes Design-Experiment bleibt.

Zwei Scharniere, ein Ziel

Das TriFold unterscheidet sich auf den ersten Blick nur marginal von bisherigen Foldables. Doch das entscheidende Detail liegt in der Mechanik. Zwei Gelenke erlauben es, das Gerät wie ein Buch doppelt aufzuklappen. So entsteht ein 10-Zoll-Display, das in etwa die Grösse eines Tablets erreicht. Zusammengefaltet bleibt ein handliches 6,5-Zoll-Gerät. Zumindest in der Theorie.

Denn mit 12,9 Millimetern Dicke und einem Gewicht von 309 Gramm zählt das TriFold zu den schwersten Smartphones seiner Klasse. Auch der Kamerabuckel, der bei den offiziellen Massen aussen vor bleibt, verstärkt diesen Eindruck.

Kein günstiger Spass

Samsung positioniert das TriFold klar als Arbeitsgerät. Bis zu drei Apps lassen sich parallel auf dem Innenbildschirm darstellen, was den Multitasking-Gedanken unterstreichen soll. Im DeX-Modus, einer Art Desktop-Umgebung, kann das Gerät sogar mit einem externen Monitor verbunden werden. In diesem Szenario wird das TriFold zum Hybrid zwischen Smartphone, Tablet und Notebook.

Diese Strategie zielt auf eine wachsende Nutzergruppe, die Geräte für flexible Arbeitsumgebungen sucht. «Das TriFold will nicht nur mobil, sondern universell sein», heisst es von Samsung. Doch der Preis für diese Vielseitigkeit ist hoch, im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.

Mit einem Einstiegspreis von rund 2'000 Franken in Korea positioniert sich das TriFold über den etablierten Foldables der Konkurrenz. Gleichzeitig bleibt es technisch in einigen Bereichen zurück.

Kompromisse im Detail

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Die Pixeldichte des Innen-Displays beträgt lediglich 269 ppi – ein Wert, der eher an ein Mittelklasse-Tablet erinnert als an ein Premium-Smartphone. Auch die Kameraausstattung kann mit aktuellen Flaggschiffen der Galaxy-S-Serie nicht konkurrieren.

Das TriFold steht so mehr für eine technologische Philosophie, die auf maximale Flexibilität zielt und zugleich die Grenzen dieser Idee offenlegt. Denn doppelt gefaltete Bildschirme bedeuten auch doppelte Komplexität. Höhere Produktionskosten, grössere Anfälligkeit und fragwürdige Alltagstauglichkeit.

Während Konkurrenten wie Huawei und Xiaomi den Formfaktor mit einem Scharnier weiter verfeinern, versucht Samsung, ihn zu vervielfachen. Das ist mutig, aber auch riskant. Ob die doppelte Falttechnik wirklich den Alltag revolutioniert oder nur die Ingenieurskunst demonstriert, wird sich erst zeigen, wenn Nutzer das Gerät nicht auf Messen, sondern im Alltag falten. Bis es in der Schweiz soweit ist, wird es voraussichtlich aber sowieso noch eine Weile dauern. Zunächst ist das TriFold nur im asiatischen Markt verfügbar.